Stromversorger Problem - wie kann ich vom Vertrag zurücktreten?

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1 Antwort

Puh, das klingt grundsätzlich erst einmal recht übel.

zu 1.: Gleiches Recht für alle! - Wenn man dir erzählt hat, dass diese Online-Unterlagen keine schriftliche Bestätigung sind, dann gilt das auch für dich - womit der Vertrag nicht bestätigt wäre - er wäre also nicht existent. Ist er aber. Die Anmeldebestätigung ist hierbei entscheidend.

zu 2.: Grundsätzlich ist der Vertrag wirksam, immerhin habt ihr einen Vertrag geschlossen. Unwirksam ist er nur indirekt weil wemio seinen Vertragsverpflichtungen nicht nachkommt. Die dazugehörige Rechtsgrundlage ist das Vertragsrecht.

zu 3.: Das Widerrufsrecht gilt ab dem Zeitpunkt an dem du den Vertrag beschlossen hast. Du hast über Verivox einen Vertrag abgeschlossen und ihn bestätigt. Gegenstand des Vertrages war, dass wemio dich ab dem 01.07.2012 beliefert, du hättest also 14 Tage nach dem 22.05.2012 noch (über Verivox) zurücktreten können, im Nachhinein aber nicht mehr.

zu 4.: Zurücktreten könntest du wahrscheinlich durch ein Sonderkündigungsrecht. Immerhin beliefern sie dich nicht. Informiere dich auf jeden Fall hier: www.schlichtungsstelle-energie.de falls du gar nicht weiter kommst, droh ruhig mit denen und schalte sie gegebenenfalls auch ein. Eine elegante Lösung wäre auch, je nach dem ob du eine Vertragsbindung und somit Kündigungsfrist eingegangen bist, einfach erneut den Stromanbieter zu wechseln. Dies geschieht seit dem 01.04.2012 ja innerhalb von 3 Wochen im Idealfall.

zu 5.: Kündige die Verträge (Stichwort: Sonderkündigungsrecht), fordere evtl schon bezahltes Geld zurück. Abschlagszahlungen einstellen, Einzugsermächtigung revidieren. Wie du das schreibst ist relativ egal. Auch formlose Schriftstücke haben Rechtsgültigkeit. Mach das so wie du dich am wohlsten fühlst - und versende den Brief anschließend auf dem Postweg per Einschreiben mit Rückschein - damit du einen Nachweis hast. Hinweisen könntest du darauf, dass die Klärungsversuche ja anscheinend nichts gebracht haben, mehr aber auch nicht. Die Damen und Herren haben selbst Rechtsberater - und wenn du die Schlichtungsstelle einschaltest musst du dich nicht einmal genau mit Gesetzestexten befassen - und das ganze auf Kosten von wemio ;)

zu 6. An sich nichts weiter - immer eine Frage dessen wie tief du in die Materie willst. Grundsätzlich solltest du aber erneut wechseln, sowas wie von dir beschrieben geht gar nicht.

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