Stromschlag: 230 Volt, 16 Ampere - ärztliche Untersuchung notwendig?

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11 Antworten

Auf jedem Fall sofort ins Krankenhaus, dort direkt sagen, dass es sich um einen Stromunfall gehandelt hat, dann braucht man nicht warten, man wird sofort ins nächste Bett gesteckt und zur Beobachtung verkabelt, so ist es bei mir gewesen, ich hab Leute im Krankenhaus noch nie so schnell rennen sehen. In der Regel muss man 24 Stunden dableiben. Mit Stromunfällen ist nicht zu spaßen, es kann, auch wenn es einem danach noch gut geht, verspätet zu Herzrhytmusstörungen und Herzstillstand kommen. Grundsätzlich gilt, je länger die Einwirkdauer, umso dringender sollte man ins Krankenhaus. Bekommt man nur einen gewischt und zuckt zurück, hat das in der Regel keine Folgeschäden, bleibt man länger dran hängen (mit länger meine ich mehr als 1 Sekunde), dann wird es richtig gefährlich. Grundsätzlich rate ich, nach jedem, auch noch so kurzem Stromschlag, bei einem Arzt vorstellig zu werden.

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Kommentar von Eichbaum1963
09.10.2011, 18:58

Dieser und auch allen anderen Antworten, die dasselbe schreiben, schließe ich mich uneingeschränkt an!

Denn wer meint, es verharmlosen zu müssen, schreibt gefährlichen Unsinn!

DH!

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wenns wirklich 230 volt bei 16 Ampere waren, wäre eine ärztliche untersuchung nur noch zum austellen des totenscheines nötig... ab 50 mA geht man von der möglichkeit einer tötlichen dosis strom aus. 1 Ampere gelten als "Totosicher"

ich kann dich aber beruhigen, solche ströme fließen nur wenn du mit dem bügeleisen in der Hand in die Badewanne steigst. ich vermute mal der stromschlag der dich erwischt hat, war irgendwo im unteren 2stelligen Milliamperebereich. trotzdem kann das natürlich gefährlich sein.

eine ärztliche untersuchung ist in diesem falle auf jeden fall ratsam, wichtig vor allem dann, wenn sich symtome wie ein metallischer geschmack im mund, unwillkührliche musklelkontraktionen, herzrasen, schweißausbrüche oder angstzustände auftreten...

lg, anna

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Kontrolle vom Arzt sicher kein Fehler. Ob der Stromkreis jetzt mit 16A oder weniger abgesichert war spielt keine Rolle. Ich war aber nach solchen Stromunfällen nie beim Arzt. Übrigens, Weidezaun hat einige 1000V, das Gerät liefert aber sehr wenig Strom, sonst wärs gefährlich und nicht zugelassen.

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ohne einschränkung grundsätzlich,einen schaden am herz kann nur das langzeit ekg feststellen.war lange jahre sicherheitsbeauftragter bei einem stromversorger,für den fall gabs nur eine regel,sofort ins krankenhaus,nicht selbst fahren nur mit rettungswagen

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Also die Stromspannung ist irrelevant, die Stromstärke und Frequenz definitiv nicht.

Eine 12 V Autobatterie kann mit 72 A zum Herzstillstand führen, ein Weidezaum mit 1000 V oder ein Elektroschocker mit 10.000 V eben nicht.

Entscheidend ist die Dauer des Stromstosses und der Weg.

Könnte er über das Herz gelaufen sein, sind Strommarken zu sehen oder dauerte über eine Sekunde - unbedingt zum Kardiologen um Herzschädigungen auszuschließen!

Sonst wäre es zu empfehlen: Dass ich bei gelegentlichen Berührungen von stromführenden Leistern auf geerdetem Grund das nicht jedesmal gemacht habe, ist da keine Richtungsweisung :-)

G imager761

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Kommentar von wollyuno
09.10.2011, 21:22

absoluter quatsch,eine autobatterie mit 12 volt egal wieviel ampere ermöglicht fast keinen stromfluss über den körper da der hautwiederstand schon zu groß,beim weidezaun wäre es möglich,da ist der strom in mA zu wenig aus sicherheitsgründen

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Die allgemeine Regel ist, man sollte zum Arzt gehen wenn man einen kräftigen Stromschlag abbekommen hat, speziell wenn man nicht weiß wie der eigene Organismus darauf reagiert. Das allgemein bekannte Problem ist, dass bis zu 24 Stunden später Herzrhythmusstörungen auftreten können, deren Vorzeichen man selbst nicht beurteilen kann und auch ein Arzt nur am EKG erkennen kann.

Was den Stromkreis betrifft, spielt es keine Rolle ob der mit 16A, 10A oder vielleicht nur 0,5A abgesichert ist. Selbst wenn ein 30mA RCD (auch als Fi bekannt) anspricht, kann man schon einen Schlag abbekommen haben. Der RCD sorgt in diesem Fall (direkter Stromkontakt einer Person) dafür, dass der Stromkreis schnellst möglich abgestellt wird.

Ob ein kurzer Stromschlag für eine Person gefährlich ist, kann man in etwa wie ein russisches Rollet sehen. Es hängt davon ab in welcher Phase des Herzschlages der Stromschlag einwirkt und zwar, ob das in der sogenannten vulnerable Phase der Fall ist. Eine typische Periode eines Herzschlages dauert ca. 0,75 Sekunden davon dauert die vulnerable Phase: ca. 0,14 s. Wie man leicht errechnen kann ist das Verhältnis ca. 5,4 zu 1, also annähern wie im russischen Rollet. Wenn also jemand meint, er hätte schon einige Stromschläge abbekommen und es ist noch nie was passiert, dann war es bis jetzt eben die Kammer ohne der Patrone! Irgendwann einmal ist es das letzte Mal, selbst bei sehr erfahrenen Elektrikern (wenn man keine Sicherheitsvorkehrungen trifft).

Was nun den Weidezaun betrifft, das Gerät wird in der Tat sehr oft aus einer 12 Volt Batterie versorgt. Der Draht selbst kann aber bis zu 10.000 Volt führen. Wesentlich bei allen Stromunfällen ist in letzter Konsequenz die verfügbare Energiemenge.

Zum Beispiel für Weidezaungeräten gelten folgende Werte, die nach

DIN 57131; DIN VDE 0131:1984-04 nicht überschritten werden dürfen:

Impulsenergie: 5 Joule,

Spannung: 10.000 Volt,

100 ms Impulsdauer bis zu einer Stromstärke von 300 mA

1,5 ms Impulsdauer bei einer Stromstärke über 300 mA.

10.000 Volt sind eindeutig Hochspannung (technisch richtig zugeordnet: Mittelspannug), aber ohne der enstsprechenden Energiemenge ist selbst Hochspannung nicht lebensgefährlich

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nach einem Stromschlag sofort ins Krankenhaus, 24 stunden Überwachung sind angesagt. Das kammerflimmern, kann so lange danach noch auftreten und dann ist sofortige Reanimation nötig.

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Nun soll man nicht gleich mit Kanonen nach Spatzen schießen, war der Schlag nur kurz, sodaß man man sich nur mal elektrisiert hat hat, ist kein Arztbesuch notwendig. Hat man längere Zeit an der Leitung gehangen und jemand anders mußte einen befreien, dann sollte schon der Notarzt benachrichtigt werden, auch wenn derjenige das gut überstanden hat, können dennoch später gesundheitliche Beeinträchtigungen folgen, es ist eine Abwägungssache! Ω3

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Kommentar von wollyuno
09.10.2011, 21:38

in meiner firma gabs da kein pardon,stromschlag,gleich krankenhaus,das hatte bei sicherheitsunterweisung jeder unterschrieben.die langzeitfolgen kann kein laie abschätzen,da gabs keine abwägungen,entweder oder,sicherheit hatte immer vorrang

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Auf jeden Fall zum Arzt, das Herz kann Schaden nehmen bei einem Stromschlag.

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Im Idealfall schon. 24 Std. zur Herzüberwachung ins KH.

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PS: dauerte ungefähr 3-4 Sekunden

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Kommentar von Dory1
09.10.2011, 18:39

Hatte mal einen Unfall mit einer E-Gitarre und defekter Hauselektrik. Habe mich danach zur Sicherheit selbst eingewiesen :)

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Kommentar von DasNeutrum
09.10.2011, 19:01

Dann auf JEDEN FALL ab zum Arzt!!!

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