Stromlieferung verweigert wegen Bonitätsprüfung rechtens?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Ja, ein Stromlieferant kann dich ablehnen. Nur die ansässigen Stadtwerke MÜSSEN dich versorgen, was sie auch automatisch tun, wenn du keinen anderen Stromanbieter hast.

Bonitätsauskünfte sind inzwischen Gang und Gebe, da die Zahlungsmoral teilweise doch sehr schlecht ist. Und deine Einwilligung hast du normalerweise schon beim Unterschreiben des Antrages mit unterschrieben.

Normalerweise melden die Firmen ihre Gewinne und offenen Posten am Monatsende an die Bonitäts-Firmen (z. B. Creditreform), denn die Mitgliedsbeiträge bzw. Kosten die sie an diese Firmen zahlen müssen, richtet sich nach dem Gewinn. Wenn du bei solchen Meldungen nun mehrmals dabei warst, wirst du halt schlechter eingestuft - das hat mit einem gerichtlichen Mahnverfahren rein gar nichts zu tun.

Soweit ich weiß, bist du berechtigt, deine Auskunftsdatei einzusehen. Bei der Schufa müsste das meiner Meinung nach gehen. Aber welche Angaben du da abgeben musst, weiß ich leider nicht.

Ach so, bevor ich es vergesse:

Wenn du ab jetzt regelmäßig zahlst, steigt dein Bonitäsindex natürlich wieder!

0

Das sind doch Alarmglocken, die dich wach rufen sollen. Denke doch darüber nach, dass eine Firma zur Erzielung von Gewinnen verurteilt ist, um solche Ausfalle auszugleichen. In vielen Städten gibt es bestimmte Straßen, die von vorne herein als finanzschwach gelten und ohne Prüfung abgelehnt werden.

Zu Deinen Fragen:

1.) Ja, darf er. Er muss nicht Dein Einverständnis zur Bonitätsprüfung haben.

2.) Ja, darf Sie. Ein gerichtliches Mahnverfahren ist nicht erforderlich.

3.) Du hast Anspruch auf eine kostenlose Selbstauskunft, musst dafür aber Deine Legitimation nachweisen - idR. durch Vorlage einer Ausweiskopie.

Lies dir den Antrag des Stromlieferanten mal richtig durch! Auch das Kleingedruckte! Ich bin 100% sicher, dass dort steht, dass man entsprechende Auskünfte einholen wird!

Der alte Stromlieferant wird die Mahnungen wahrscheinlich an ein Inkassobüro weitergegeben haben, welches diese Daten dann hat in eine zentrale Datenbank einfließen lassen. Ob das rechtlich erlaubt ist, solltest du über einen Besuch bei der Verbraucherzentrale klären lassen.

Fakt ist: Der neue Stromlieferant ist nicht verpflichtet dich als Kunden zu nehmen! Es gibt nur 1 Stromlieferanten der dich nehmen muss - solange du immer deine Rechnungen bezahlst - und das ist der s.g. Grundversorger (Lokalversorger). Hier bei uns in Dresden ist das z. B. die DREWAG. Diese ist bei unserem Verbrauch aber auch die günstigste im Vergleich, weshalb wir nicht wechseln.

Egal,ob die das dürfen oder nicht, deine Zahlungsmoral entspricht nunmal nicht den gewünschten Vorstellungen der Stromlieferanten. Kann ich verstehen, denn ich würde dich als Kunden bei dieser deiner Einstellung auch nicht haben wollen. Denn es kann sich keine Firma leisten, eine "Ware" zu liefern und nicht bezahlt zu bekommen. Denk mal drüber nach, bevor du dich jetzt ungerecht behandelt fühlst und diese Emotionen gleich in deine Antwort einfließen läßt.

Wenn es in deren AGB erwähnt ist, dann dürfen die natürlich entsprechende Auskünfte einholen. Die Strombranche ist neben den Telko Anbietern eine der Branchen mit dem höchsten Zahlungsausfallrisiko.

Was die Stufe betrifft, ab wann ein negativ Eintrag erfolgt, werden bei den bekannten Auskunfteien schon Zahlungsrückstände ab Mahnstufe 1 gespeichtert. Dazu muss man nicht warten bis ein Mahnbescheid erteilt wurde.

Diese Werte dienen den Unternehmen auch nur als Basiswert. Aber aufgrund der schon erwähnten hohen Ausfallrisiken lassen viele Unternehmen diesen Wert in der Bewertung eines Kunden schon mit einfließen und stellen hier schon das Signal auf "rot".

Jedes Unternehmen möchte halt möglichst wenig Risiken eingehen und jedes Unternehmen kann sich seine Kunden aussuchen. Wie die das tun ist zwar manchmal arg gewöhnungsbedürftig, rechtlich aber einwandfrei.

Ob Du Deine Daten kostenlos anfragen kannst, das kann ich nicht sagen, Bei der SCHUFA kostet., soweit ich mich erinnern kann 10 Euro. Die anderen Auskunfteien findest Du unter

CEG (Creditrefom Experian), Bürgel und InfoScore

Dort kannst Du ja einmal anfragen und versuchen eine Auskunft zu erhalten.

Schau aber bitte mal in die AGB von dem Stromanbieter, dort muß der Hinweis einer Bonitätsprüfung erwähnt sein.

Darf der Stromlieferant einfach standartmässig Auskünfte über potentielle Kunden einholen, ohne das dieser eine Einwilligung dazu erteilt hat?

du hattest im antrag zugestimmt.

Was möchtest Du wissen?