Stromkosten obwohl schon lange umgezogen

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Du hast die Wohnung zum 31.05. ordnungsgemäß gekündigt. Damit warst Du nicht mehr Vertragspartner mit dem Vermieter bzw. Nutzer dieser Wohnung. Ein Objekt, welches Dir nicht mehr zur Nutzung zur Verfügung steht, kann auch nicht in Deinem Namen mit Strom versorgt werden. Bestenfalls muss sich der Stromversorger hier also mit dem Eigentümer, also in der Regel mit dem Vermieter in Verbindung setzen.

Gehe zur Verbraucherzentrale und schildere den Sachverhalt. Die sollen Dir ein Schreiben an den Stromversorger verfassen. Denn beim Stromversorger macht es wesentlich mehr Eindruck, wenn von denen ein Schreiben kommt als wenn Du (möglicherweise noch telefonisch) tätig wirst. Anrufen bringt bei denen meist rein gar nichts ...

Hey, erst einmal vielen Dank für die Antwort. Wie du im letzten Satz schon sagst bzw. schon vermutet hast, habe ich mit dem Grundversorger telefoniert, was aber rein gar nichts gebracht hat. Mir wurde dort gesagt, dass ich das Privat mit dem Vermieter klären soll und die nichts machen können. Auch wurde mir gesagt, dass das Inkassobüro mehr sagen kann (komisch...), als der Auftraggeber (Grundversorger). Vielen Dank für den Tipp mit der Verbraucherzentrale. Ich werde mich da mal melden, nachdem ich mit meinem Vermieter nochmal telefoniert habe.

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@stirdeka

Mir wurde dort gesagt, dass ich das Privat mit dem Vermieter klären soll und die nichts machen können

Das ist vollkommener Quatsch. Der Stromversorger fordert hier, also muss er auch letztlich beweisen, dass die Forderung rechtens ist.

Ich würde hier im Moment gar nichts tun. Bestenfalls dem Inkasso nur ein kurzes Einschreiben schicken: "Ich weise die Forderung komplett zurück. Ich habe in dem Zeitraum weder das Objekt bewohnt noch habe ich irgendeinen Vertrag abgeschlossen. Ich stelle in Aussicht, bei weiteren Drohbriefen einen Anwalt hinzuzuziehen, der eine negative Feststellungsklage erhebt und je nach Formulierung Strafanzeige wegen Nötigung erstattet. Ich werde einem Mahnbescheid widersprechen und untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten, sowie die Meldung an Auskunfteien. Diskussionen werde ich grundsätzlich nicht führen. Wenden Sie sich an den Nachmieter oder Vermieter."

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Hier liegt das Problem bei der Art der Kündigung. Sie haben dem alten Lieferanten den Vertrag gekündigt, ohne Angabe dass es ein Umzug ist. Somit hat der Lieferant dem Netzbetreiber nur die Info über Beendigung des Vertrages zukommen lassen. Woher sollte der alte Anbieter oder der Netzbetreiber wissen, dass Sie nicht mehr in der Wohnung wohnen?

Aufgrund dieser Information wurden Sie beim Grundversorger angemeldet. Durch den Umzug konnte Ihnen die Vertragsunterlagen sowie die Schlussrechnung nicht zugestellt werden. Der Grundversorger hat hier keine Schuld.

Ihr ehemaliger Vermieter hat es sich auch einfach gemacht, er hat den Grundversorger auch nicht über den Leerstand informiert.

Um aus den Vertrag herauszukommen (wäre eine Kulanzentscheidung vom Grundversorger) würde ich schriftlich die Kopie des Übergabeprotokolls an den grundversorger schicken, mit der Bitte um Aufhebung des Vertrages.

Wenn er sich nicht darauf einlässt, müssten Sie die Kosten tatsächlich beim Vermieter einklagen!

Hallo stirdeka,

wenn der Grundversorger die Lieferung übernimmt, schickt er einen neuen Vertrag den du normalerweise unterschreiben sollst. Das konntest du natürlich nicht, da du ja nicht mehr dort wohntest und infolgedessen einen Vertrag nie erhalten hast. Wenn die dann trotzdem weiterliefern, ist das deren Problem. Alles schriftlich abwickeln. Telefonate usw. bringt nichts. Schick denen einen Nachweis, wann du ausgezogen bist und gut is.

Lg.

Der Punkt ist, dass man grundsätzlich in die Grundversorgung gezwungen wird. Allerdings ist das alleine das Problem des Vermieters und nicht das Problem des Mieters. Sobald der Mietvertrag endet, ist es auch mit der Verantwortung für die Stromlieferung vorbei. Im Prinzip hat der TE alles richtig gemacht und der Vermieter hat gepennt. Die Konzerne gehen gerne den Weg des geringsten Widerstands. Am Vermieter werden sie sich die Zähne ausbeißen, weil der schonmal grundsätzlich außer den Grundgebühren wohl gar nichts zahlen will für die Monate, wo es leer stand.

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