Stromkosten bei Elektroheizung Zweifamilienhaus BJ 1954

6 Antworten

Elektroheizung ist immer ein ganz besonders teurer Luxus. Wenn es dazu keine Alternative gibt, dann würde ich mich nach einer Nachtspeicherheizung umsehen, um wenigstens zu dem wesentlich günstigeren Nachttarif zu heizen. Ansonsten wäre natürlich auch eine Wärmeisolation hilfreich.

Am einfachsten und kostengünstigsten ist es, herkömmliche Elektroheizungen durch moderne elektrische Infrarotheizungen zu ersetzen. Die Jahresheizkosten belaufen sich bei 250 m² Wohnfläche und einem Stromtarif von 0,24 Euro/kWh auf durchschnittlich 1800 Euro, also 150 Euro pro Monat.

Die Ersatzkosten belaufen sich auf rund 9000 Euro zuzüglich der Kosten für Installationsarbeiten durch einen Elektriker (regional sehr unterschiedlich).

Diese für Investoren (Bauherren und Hausbesitzer) und Anwender (Eigenheimnutzer und Mieter) wird im marktwirtschaftlichen Wettbewerb oft verschwiegen oder schlecht geredet, weil sie für Anbieter weniger lukrativ ist.

Ein reiner Vergleich der Energiepreise (Gas, Öl und Holz sind billiger als Strom) führt in die Irre. Was zählt sich die tatsächlichen Jahresheizkosten. Außerdem ist es völlig unwirtschaftlich 30.000 Euro oder mehr für eine jährliche Energieersparnis von 200 Euro aufzuwenden.

Das Verhältnis von Heizeffizienz, Energiepreisen und Gesamtwirtschaftlichkeit ist physikalisch nachvollziehbar in diesem Beitrag beschrieben worden:

Hausbesitzer bin ich, heize aber nicht mit Strom. Aber hier in Frankreich wird noch viel mit Strom geheizt und mit Flaschengas gekocht. Hier in Frankreich kostet der Strom aber auch nur 1/3 dessen was er im überteuerten Deutschland kostet!

Glaube mir, die Menschen in Deutschland leben nicht besser als z.B. in Frankreich, die Deutschen werden aber zu gerne in vielen Dingen abgezockt! KFZ-Steuer ist im Spritpreis verrechnet und der ist 10 Cent billiger als in D.

Zum Thema. Ich habe einfach mal diese Stromkosten überschlagen. 35000 KWh über 365 Tage verteilt ergeben 95 KWh pro Tag. Desweiteren rund 4 KWh pro Stunde rund um die Uhr. Das ist natürlich extrem hoch, sollte so nicht sein. Ich würde sowas anzweifeln wollen, kann es aber nicht kontrollieren.

Meinen Stromverbrauch sehe ich wenn ich möchte über der Tür zur Garage. Habe mir dorthin eine Anzeige gebaut. Ferner schalte ich stärkere Stromverbraucher automatisch zu den günstigeren Niedertarifzeiten zu, wenn sie gebraucht werden.

In deinen 35000 KWh ist ja aller anfallende Stromverbrauch enthalten, also nicht nur der Anteil der Heizung. Aber rund 4 KW pro Stunde rund um die Uhr würde auch jetzt zu Zeiten wo keine Heizung gebraucht wird bedeuten, bei Dir laufen gleichzeitig Wasch- und Spülmaschine im Dauerprogramm. Das kann so nicht sein.

Du solltest unbedingt jemanden nachschauen lassen, der nicht nur handwerklich begabt ist, sondern auch was von Elektrotechnik versteht.

Ich vermute momentan, dass irgendwas an der Heizung nicht stimmen kann, denn so ein hoher Tagesverbrauch Tag und Nacht dürfte nicht normal sein.

Dein Verdacht, jemand zapft Strom an wäre nicht abwegig, denn so ein Verbrauch wie von dir angegeben ist nicht normal. Sollte unbedingt überprüft werden!

So, nun noch was zum Dämmwahn. Das ist natürlich wie üblich nur Geldmacherei! Und um möglichst viel Geld mit solcherlei Scheibenkleister machen zu können wird natürlich gelogen dass sich die Balken biegen und gekaufte angebliche Fachleute sprechen dann natürlich genau das, was die Geldgierige Dämmstoffindustrie haben will.

Natürlich sprechen diese Dammstoff-Verkäufer immer nur von den "angeblichen" Vorteilen. Die Nachteteile die natürlich auch vorhanden und schlimm sind, verschweigen sie natürlich! Dieser Dämmstoff bringt keinerlei wesentlichen Vorteil. Im Gegenteil, er beschädigt die Fasade weil meist nicht einwandfrei verarbeitet werden kann und Feuchtigkeit in die Fassade eindringen kann und wird. Ferner ist dieser Dämmstoff brandgefährlich, kann man im Internet und in Fernseheaufzeichnungen und Tests sehen, nachverfolgen.

Drittens verhindert dieser Dämmstoff genau das wesentliche, nämlich das aufwärmen der Wand durch Sonneneinstrahlung. Nicht nur das, Feuchtigkeit die in der Mauer ist, kann nicht mehr so einfach entweichen. Wie gesagt, von all den Nachteilen redet niemand von den Dämmstofffanatikern und -gelderintreibern.

All das kannst du aber hier nachlesen und dir die Videos von Konrad Fischer bei Youtube ansehen. Ich verlinke hier nur seine Hauptseite:

http://www.konrad-fischer-info.de/

Schau dir das alles genau an, informiere dich. Was Heizung betrifft wärest du bei den üblichen Heizungsbauern meist auch nicht gut beraten. Die verkaufen auch zu gerne überteuerte und zu groß dimensionierte Anlagen, die meist nur oberflächlich eingestellt werden.

So, vorläufig mal genug geschrieben, schau dir die Dinge an, überlege gut was diese und jene Branche von dir möchte. Nämlich möglichst viel verdienen und ob das für dich von Vorteil ist usw ist denen egal.

Zwei Dinge vergaß ich noch anzusprechen. Kontrolliere auch mal deinen Stromliefervertrag, ob der eventuell überteuert ist, es sonstwo billiger wäre und lasse deine Elektrik incl. Umschaltung für Heizungsstrom kontrollieren, bzw prüfe, ob für Heizungszwecke ein anderer günstiger Tarif vereinbart ist.

Bezüglich dämmen und Dämmwahn von mir noch einen Hinweis, von dem kaum jemand außer Konrad Fischer spricht. Mein Haus ist Baujahr 1988 und bereits gut genug wärmegedämmt ohne jegliche Styroporplatten auf der Fassade.

Meine Heizkosten sind also nicht zu hoch, aber ein anderer wichtiger Grund ist zu erwähnen. Wie gesagt, das Haus hier ist gut isoliert und in einem gewissen Punkt sogar zu viel isoliert.

Weil es rundum gut isoliert ist, kann keine Feuchtigkeit mehr aus irgendwelchen Ritzen wie früher bei nur einfach verglasten Fenstern die nicht so dicht waren wie die modernen isolier verglasten Fenster.

Folglich entsteht zu leicht Schimmel wenn man nicht aufpasst und entsprechend viel lüftet! Jetzt versuche mal richtig mitzudenken, dann kommst du von ganz alleine auf den Blödsinn mit diesem Dämmwahn!

Wenn zu stark isoliert ist, hat man Feuchtigkeitsprobleme die zu schimmel führen können wenn man nicht öfter lüftet!

Da man aber öfter lüften muss -im Normalfall- ist die Isolierwirkung damit natürlich auch wieder entsprechend gemindert. Man lässt ja beim lüften Wärme raus, Kälte rein. Daran denkt kaum jemand und die Wärmedämmungsbefürworter lassen solcherlei Dinge natürlich unter den Tisch fallen weil das ja die Dämmung und vor allem den Kostenaufwand relativiert.

Ich arbeite an Lüftungseinrichtungen per Wärmetauscherprinzip für mein Haus. Gelüftet wird automatisch und die warme Abluft wärmt die kalte Zuluft entsprechend auf.

Wie man realistisch sehen und erleben kann, ist nichts perfekt.

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Vielen Dank für die ausführliche Nachricht. Das klingt wirklich sehr einleuchtend ich werde mich in jedem Fall nochmal mit meinem Energielieferant in Verbindung setzen und auch die Links ansehen in Ruhe wenn ich zu Hause bin. Auch das Thema Dämmung werde ich mal grundlegend überdenken!

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