Strom/Gas Nachzahlung extrem hoch

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11 Antworten

 Leider haben wir beim Einzug den Zählerstand  nicht kontrolliert und den Zahlen im Mietvertrag Vertrauen geschenkt.  Gerade wollte ich die neue Ablesung kontrollieren nur sind die Zähler sehr unübersichtlich, da werde ich mich noch einmal an den Vermietet wenden.

Normalerweise macht man bei Wohnungsübergabe ein Übergabeprotokoll mit dem Eigentümer /Verwalter zusammen. Da liest man auch zusammen den Zähler ab bzw. lässt sich den Zähler zeigen. Mit diesen Daten meldet man sich dann beim entsprechenden Anbieter an.

Da aber die Daten im Mietvertrag stehen, kannst Du jetzt nichts mehr machen, da dieser Vertrag unterschrieben ist und Du nicht beweisen kannst, dass der Zählerstand bei Einzug anders war.

Der Rest des Hauses zahlt circa 100- 200 Euro nach, aber auf ein Jahr. Und wir sind ja erst seit 6 Monaten hier

Dieser Vergleich sagt gar nichts aus. Erstens könnten die Nachbarn höhere Abschläge zahlen. Zweitens werden die Verbrauchswerte stark voneinander abweichen. Jeder heizt anders und nutzt andere elektrische Geräte unterschiedlich stark. Und Drittens haben die Nachbarn 12 Monate Abschlag gezahlt und somit im Jahresdurchschnitt die "günstigeren" Sommermonate mit in der Abrechnung berücksichtigt.

... den wir sollen 500 Euro Nachzahlen.

Das könnte passen, wenn Du für Strom und Gas nur eine geringe Abschlagszahlung geleistet hast. Wir zahlen für unsere 1.800 kWh Jahresverbrauch Strom knapp unter 450 EUR und wohnten bisher zu zweit in 65 qm.

Und auch erst vor 6 Monaten eingezogen sind Anscheinend beträgt unser Gas Verbrauch 10.286 kWh und unser Strom Verbrauch 873.

Habt Ihr schon mal überprüft, ob abgelesene Zählerstände abgerechnet wurde. Oder wurde ein Zählerstand geschätzt. Bitte beachte, dass Ihr die Wintermonate zahlt - also die Heizperiode.Gerade beim Heizgas ist es nun mal so, dass man im Sommer den gleichen Abschlag zahlt wie im Winter aber keinen bzw. nur einen sehr geringen Verbrauch hat und man damit ein kleines Plus aufbaut. Ansonsten würdest Du im Sommer nur einen geringen und im Winter einen höheren Abschlag zahlen.

876 kWh Strom für 6 Monate sind sehr gut. Wäre hochgerechnet 1.752 kWh im Jahr. Wir haben auch nur 1.800 kWh im Jahr. Lt. Statistik ist das für einen 2 Personen Haushalt gering, aber durchaus normal - vor allem wenn man nicht mit Strom heizt oder Warmwasser bereitet.

Euer Gasverbrauch ist lt. Statistik etwas höher als die Norm. aber wie gesagt, es sind nur die Heizmonate abgerechnet. Und es könnte auch ein geschätztetr Wert sein.

Nun meine Frage was können wir machen gibt es eine Möglichkeit in Revision zu gehen oder wo könnte der Fehler liegen ?
Hat jemand schon einmal Erfahrungen damit gemacht ?

Was könnt Ihr machen? Wurden Zählerstände geschätzt / rechnerisch ermittelt, dann schnellst möglichst die korrekten Zählerstände mitteilen und Korrektur der Rechnung einfordern.

Ansonsten Verbrauchsverhalten überprüfen. Heizt man viel? Oder dreht man die Heizung zu hoch? Stoßlüften oder Fenster auf Kipp dauerhaft. Nachts die Heizung ausgedreht, wenn man die Fenster im Schlafzimmer auf hat etc.

Bei Strom könntest Du, die Sicherung raus nehmen (natürlich könnte man auch ALLE Stecker ziehen) und nach einer angemessenen Zeit schauen, ob der Zähler stehen geblieben ist, also kein Verbrauch mehr anliegt.

Oder man leiht sich ein Strommessgerät und überprüft die Verbräuche der einzelnen Normalerweise könnte man dann bei hohem Verbrauch die Anlage auf einen Defekt durch einen Elektriker prüfen lassen, aber das verursacht Kosten und Dein Stromverbrauch scheint normal zu sein.

Bitte beachte, dass für die Anlage ab dem Zähler Dein Vermieter verantwortlich ist. Kommt durch einen Defekt oder eine Abzweigung der hohe Verbrauch muss Du trotzdem den Verbrauch ggü. dem Anbieter zahlen. Nur bei Defekten am Zähler ist der Netzbetreiber (als Eigentümer und Unterhalter des Netzes und Zähler) bzw. Dein Anbieter verantwortlich.

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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 18:30

Hallo, Vielen Dank für deine ausführliche und informative Antwort. In unserem Mietvertrag wurde kein Zähler Übergabe Protokoll festgehalten, die Felder sind einfach lehr geblieben. Die Vermieterin meinte nur "ich lass die Rewag zum ablesen kommen" In unserem Jugendlichen Leichtsinb war das natürlich in Ordnung für uns... Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich werde jetzt um Zahlungspausierung wegen Prüfung bitten und mir den Vebrauch nochmal genauer anschauen

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Noch ein Nachtrag:

macht Euch eine Liste, in die Ihr jeweils am Monatsende die Zählerstände getrennt für Strom und Gas eintragt sowie Euren Verbrauch. Und auch für Wasser, wenn Ihr Wasseruhren habt.

So seid Ihr immer auf dem Laufenden über Eure monatlichen Verbräuche und könnt, wenn Ihr gut im Rechnen seid, Eure Strom- , Gas- und Wasserkosten am Ende des Ablesezeitraumes selber ausrechnen und wisst, ob Ihr nachzahlen müsst oder ein Guthaben erwirtschaftet habt.

Danach richtet sich ja auch Euer monatlicher Abschlag, den Ihr mitbestimmen könnt.

Und außerdem könnt Ihr die Anbieter wechseln, wenn die Preise Euch zu hoch erscheinen. check24 gibt Euch einen Überblick über günstigere Anbieter.

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Kommentar von EinGast99
11.03.2016, 18:26

Und man kann bei regelmäßiger Kontrolle der Zählerstände kurzfristig erkennen, ob der Verbrauch ansteigt und kurzfristig den Fehler suchen und ggf. beseitigen und somit Kosten vermeiden.

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Bei sovielen Details weiss man ja gar nicht, wo anfangen.

Welcher Abrechnungszeitraum ist hier überhaupt betroffen?

Was ist mietvertraglich über Nebenkosten etc. vereinbart worden?

Wurden die Zählerstände bei Einzug notiert?

Wurden denn in den 6 Monaten Abschlagszahlungen an den Versorger geleistet? Wenn ja, in welcher Höhe?

Bei 60m² sollten die monatlichen Beiträge an den Versorger in etwa bei € 100.-- bis € 120.-- liegen, wobei das die gemittelten Zahlen über 12 Monate sind. Wenn man im Herbst einzieht, dann ist das insofern zu wenig, weil in den Wintermonaten während der Heizperiode logischerweise man mehr verbraucht als man bezahlt, wohingegen man in den Sommermonaten mehr bezahlt als tatsächlich verbraucht.

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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 18:03

Es handelt sich um den Zeitraum von 1.9 - 31.3 Im Mievertrag wurde geregelt, dass der Mieter selbständig Strom und Gas zahlt. Also wir überweisen direkt an die Rewag. Unsere Monatlichen Abschlagszahlungen betrugen 74 €. Die Rewag ist der "Regensburger Erst und Basis Versorger " Das heißt wir sind nicht auf ein besonders billiges Angebot gesprungen sondern , das wurde uns von der Vermieterin empfohlen.

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Euer Gasverbrauch ist extrem hoch. man rechnet für eine 60qm Wohnung ca. 6000 kWh im Jahr!

Strom ist sehr wenig, bei 2 Personen durchschnittlich 3500 p.a.

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Hallo. Wenn ihr erst vor 6 Monaten da eingezogen seid, habt ihr ja keinen Überblick und Vergleich. Als ihr da eingezogen seid muss ja Irgendjemand den Zählerstand durchgegeben haben. Ihr könnt beim Anbieter anrufen. Fragt nach dem Zählerstand vom Einzug. Vllt hat er auch noch gespeicherte Angaben vom Vormieter. Dann könnt ihr es errechnen. Da man den Zählerstand ja selber durch gibt, kann es sein, dass der Vormieter immer weniger angegeben hat. Und wenn ihr jetzt das richtig angebt, geht es euch zu lasten. Des Weiteren könnt ihr einen Fachmann des Anbieters in Anspuch nehmen, der die Leitungen und Geräte checkt. 

Hoffe etwas geholfen zu haben. 

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Kommentar von EinGast99
11.03.2016, 18:32

Ihr könnt beim Anbieter anrufen. Fragt nach dem Zählerstand vom Einzug.
Vllt hat er auch noch gespeicherte Angaben vom Vormieter.

Den Zählerstand vom Einzug wird dem Anbieter vom Mieter oder Vermieter gemeldet, also wird es derselbe wie im Mietvertrag sein. Woher sollte der Anbieter auch sonst den Zählerstand haben.

Wenn der Vormieter einen anderen Anbieter hatte, hat der Anbieter diesen Zählerstand nicht.

Nur der Netzbetreiber hat alle Zählerstände, da dieser für die Erfassung und Weiterleitung zuständig ist. Aber aufgrund Datenschutz wird keiner den Zählerstand vom Vormieter rausgeben.

Des Weiteren könnt ihr einen Fachmann des Anbieters in Anspuch nehmen, der die Leitungen und Geräte checkt. 

Warum sollte das der Anbieter machen? Geräte gehören dem Mieter und sind dem Anbieter egal. Die Anlage gehört dem Eigentümer und sind dem Anbieter egal. Sollte hier ein Defekt sein, muss der Strom / Gas trotzdem bezahlt werden, da diese entnommen wurden.

Nur der Zähler und die Anlage (=Netz) davor sind interesant, aber für den Netzbetreiber. Eine Zählerprüfung kostet Geld insofern der Zähler korrekt misst und sollte die letzte Möglichkeit sein.

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1. Wie hoch war Euer Stromverbrauch in der alten Wohnung?

2. Hattet Ihr schon einmal Gas? Wie hoch war damals der Verbrauch?

Fragt doch auch mal bei den Nachbarn nach deren Verbrauch.

3. Stimmen die Zählerstände auf der Rechnung für die neue Wohnung vom Datum des Einzugs bis zum Ablesetag? Stimmen die Preise?

4. Holt Euch einen kostenlosen Energieberater oder ein Meßgerät von den örtlichen Versorgern und messt selber Euren Verbrauch.

12 kW Strom/ Monat für 2 Personen und 60 qm ist im normalen Bereich. Habt Ihr Stromfresser?

Zum Gasverbrauch kann ich nichts sagen; hatte nie Gas.


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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 18:07

Das ist die erste "eigene Wohnung" von uns beiden. Deshalb haben wir keinen direkten Vergleich. Aber meine Eltern meinten sie zahlen 1500€ im Jahr für Strom und Heizung. Allerdings bewohnen sie ein 200qm Einfamilienhaus mit 4 Personen. Wir haben eigentlich keinen direkten Stromfresser nur "normale" Alltagsgegenstände. Vielen Dank für den Tip mit dem Vebrauchmeser diesen werde i h mir gleich besorgen.

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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 18:34

Ich habe noch eine Frage dazu in der Rechnung stand das bei der erst Ablesung 22.712 war und bei der letzen 23.695 was ja einen Unterschied von 983 macht dies wird dann mit einer komplizierten Formel verechnet wobei dann die 10.000 kW rauskommen. Der Zähler zeigt also nicht die kW an ?

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Ihr könnt erst mal schriftlich widersprechen. Habt ihr die Zähler beim Einzug abgelesen?

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Na ja, Nachzahlungen sind ja gerade bei einem Einzug nichts ungewöhnliches.

Interessant auch deine Aussage "anscheinend beträgt unser Verbrauch...". Was heißt denn hier "anscheinend"? Wenn man wo einzieht, dann notiert man sich die entsprechenden Zählerstände. Wenn dann abgelesen wird, notiert man sich den aktuellen Stand.

"Revision" ist sicher der falsche Ausdruck. Aber sicher kann man gegen alles vorgehen. Nur sollte man vorher einen Grund haben.

Kleiner Tipp der mir nur einfällt. Ihr scheint ja offensichtlich in einer Wohnung zu leben. Das bedeutet, da wird es ev. noch andere Mieter geben. Ist das der Fall, könntet ihr euch ja mit diesen unterhalten. Da könnte man dann die Verbrauchswerte entsprechend vergleichen.

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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 17:57

Vielen Dank schon mal. Leider haben wir beim Einzug den Zählerstand nicht kontrolliert und den Zahlen im Mietvertrag Vertrauen geschenkt. Gerade wollte ich die neue Ablesung kontrollieren nur sind die Zähler sehr unübersichtlich, da werde ich mich noch einmal an den Vermietet wenden. Der Rest des Hauses zahlt circa 100- 200 Euro nach, aber auf ein Jahr. Und wir sind ja erst seit 6 Monaten hier

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Kommentar von Bitterkraut
11.03.2016, 17:58

Warum sind Nachzahlungen beim Einzug nicht ungewöhnlich? Der angebliche Verbrauch hier ist extrem hoch. Besonders angesichts des milden Winters. Die müßten schon zum Fenster raus geheizt haben. Ganz unabhängig davon, wie hoch die Vorauszahlung war.

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Habt Ihr beim Einzug die Zählerstände selbst abgelesen?

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Lasst es doch mal vom Mieterverein checken.

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Du kannst alles überprüfen lassen.... Mieterschutzvereine o.ä.... und und und. Mieter oder Vermieter? Gas und Strompreise sind gestiegen und werden weiter steigen...wie wird bei Dir denn über wen abgerechnet?

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Kommentar von Biancaneve96
11.03.2016, 17:52

Zusatzinfo: Ich bin bei der Rewag und habe im Haus nachgefragt dort sind Nachzahlungen zwischen 100- 200 Euro Normal

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