Stromanbieter wechseln,einfach oder nicht?

6 Antworten

Grundsätzlich würde ich immer vom Grundversorger weg wechseln, da diese ein Stromkartell bilden und relativ hohe Tarife haben.

Ansonsten würde ich auch nie einen Anbieter wählen, welcher Atomstrom liefert, Vorauszahlung verlangt und mich mit hohen Bonusangeobten ködert, denn diese holen sie schon irgendwo wieder rein.

Ich persönlich bin zu einem Ökostromanbieter gewechselt -> Hab einfach dort einen Vertrag abgeschlossen (alles übers Internet) und dieser hat sich mit meinem alten Anbieter auseinandergesetzt. Preise vollkommen i.O., Serviceteam total nett und wie gesagt Ökostrom. War mit halt wichtig, dass ich auch ein wenig was für die Energiewende mach. Für alle Interessenten:

http://oekostrom-fuer-alle.de/

Hey crazyRuffy, Ich bin jetzt seit nen paar jahren bei dem Anbieter Flex strom Ag und das spart mir eine menge Geld. Es gab anfangs einige Startschwirichkeiten und der Wechsel an sich dauerte relativ lange. Und seit ich meinen Zählerstand online eingeben kann bin ich echt zufrieden. Lg Stimmtalent

Hi Ruffy, Also ich bin schon seit 3 Jahren Kunde bei yello und bin vollkommen zufrieden mit dem Preis und vor allem mit der transparenten Abrechnung. Zudem find ich die Möglichkeit seine Rechnungen Online abzurufen und den Zählerstand zu übermitteln ganz praktisch. Kannst ja mal unter http://www.yellostrom.de/privatkunden/strom deine PLZ eingeben und schauen, was dir für nen kwh-Preis ausgespuckt wird. Hab bei allen mäglichen Vergleichsportalen geschaut und ich komme kaum billiger weg. Außerdem lohnt sich der Wechsel meist kaum, bzw. ist mit nervigem Kram verbunden und manche Anbieter locken eben auch mit dubiosen Angeboten.

Hallo CrazyRuffy86,

einiges zum Thema Stromanbieterwechsel findest Du nachfolgend. Vorab aber eine Bitte, nicht nur Verivox zu nutzen. Erstens leben die von Provisionen für Vertragsabschlüsse von ihrer Seite, sind nicht immer aktuell und abhänging von den Angaben der Anbieter (welche durchaus auch mal gezielt ausfallen können).

Ich empfehle diese Seite: http://stromanbieterimvergleich.org/

aber auch hier gilt: Nach der ersten Auswahl, auf der Folgeseite, die Kriterien (Boni, Preisgarantie, Vertragslaufzeit, usw.) festlegen. Bitte beachte hierzu auch die Hinweise im nachfolgenden Text.

Wahl des Stromlieferanten: Hier gilt es, vorab genau zu prüfen! Ich halte, nach schlechten Erfahrungen, nichts mehr von Tarifen mit Bonuszahlungen (siehe auch die vielen Forenbeiträge im Internet zu diesem Thema). Der Bonus wir i.d.R. erst auf der Endabrechnung gutgeschrieben. Oft wird aber vorher ein höherer Jahresverbrauch zugrunde gelegt - gern auch gg. die Angaben des Kunden - um so, erhöhte Abschlagsbeträge erheben zu können. Man zahlt also vorab bereits höhere Abschläge und finanziert so den Bonus des Anbieters vor um später seinem Geld, dem Bonus, hinterherzulaufen (siehe Fallstricke unten). Wenn der dann der eigentliche Grund für den Lieferantenwechsel war (niedrigere Abschläge), ist dieser hiermit ad absurdum geführt. Außerdem sind solche Boni oft an umstrittene Klauseln in den AGB gebunden und entfallen z.B. bei einem Umzug komplett, weil die Mindestvertragslaufzeit nicht eingehalten wurde / werden kann.Konkret heißt dies:Habe ich 15 Monate Bezug hinter mir, die Mindestvertragslaufzeit für den Erhalt des Bonus beträgt aber 24 Monate, ich muss aber umzugsbedingt kündigen, erhalte ich keinen Bonus und muss ggf. noch zusätzlich einen Neuvertrag mit gleicher LZ beim selben Anbieter erneut abschließen. Der Bonus bedingte Preisvorteil zu Vertragsabschluss ist dann meist dahin und der Wechsel führt zu höheren statt niedrigeren Jahresausgaben.

Für mich zählt nur ein "wahres" Angebot, bei dem ich weiß, was ich pro Monat zahle.

Laufzeittarife: Tarife mit langer Laufzeit bedingen oben genannte Einschränkungen und sollten, wenn überhaupt, nur abgeschlossen werden, wenn auch für die volle LZ eine Preisgarantie, ohne die Einrechnung von Boni(!), gewährt wird. Alles andere geht immer nach hinten los - höhere Endkosten. Von daher würde ich immer zu Verträgen ohne LZ oder maximal 12 Monaten raten. Wenn schon Mindestlaufzeit, dann aber auch eine Preisgarantie (immer ausgenommen gesetzliche Anpassungen, z.B. EEG, MwSt) für die gesamte LZ!

Besonders abzuraten, ist von Verträgen mit einer Vorauszahlung des gesamten Jahresverbrauchs. Hier läuft man immer dem Geld hinterher. Außerdem erhebt ein seriöser Anbieter bei einem Jahresvertrag immer nur 11 Abschlagszahlungen. Die Kosten für den letzten Monat werden dann mit der Endabrechnung eingezogen. Gleichzeitig werden die Abschlagszahlungen ggf. angepasst.

Die Auswahl: Hier wiederum ist es wichtig, dass die Vergleichsportale fast alle nicht unabhängig sind und entsprechend Auskunft geben, da sie für jede Vermittlung direkt vom Portal eine Prämie vom Stromanbieter erhalten und davon leben. Auch sind die ausgewiesenen Strombezugskosten oft nicht aktuell oder zeigen nur einen Teil der Tarife der einzelnen Anbieter an. Ich empfehle deren Nutzung für eine grobe Vorauswahl von drei bis fünf Anbietern. Die letzte Entscheidung treffe ich nach Durchsicht der Fakten direkt auf den Seiten der Anbieter und/oder telefonische Rücksprache.

Weiteres: Erfolgt eine Preiserhöhung, besteht i.d.R. immer ein Sonderkündigungsrecht. Ausgenommen sind Preiserhöhungen aus Veränderung gesetzlicher Abgaben (Steuern, Gebühren, welche vom Gesetzgeber festgelegt werden), da diese nicht vom Stromlieferanten initiiert und zu verantworten sind. Unbedingt Frist (läuft ab Kenntnisnahme der Erhöhung) beachten!

Viel Glück!

hsb

PS: Abzuraten ist von Flexstrom, Teldafax, Stromio und ähnlichen Angeboten.

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