Strom-endrechnung rechtens?

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7 Antworten

Du bist nicht in der Pflicht den Zählerstand zum Ende eines Jahres zu melden, allerdings schätzen die dann den üblichen Verbrauch für eine Wohnung deiner Größe. Abgelesen wird bei vielen Versorgern erst zum Ende des Vertrages. Gerade die Billiganbieter haben kein Personal zum Ablesen, sondern regeln das nach dieser Methode. Abgerechnet wird zum Schluss.

Wenn du dann weit drüberliegst, ist das nicht die Schuld des Versorgers, sondern das liegt an deinem Verbrauch.

Davon abgesehen hättest du ja zum Ende eines jeden Jahres dem Versorger den aktuellen Zählerstand mitteilen können. Dann hätten die in den letzten Jahren einfach den monatlichen Abschlag erhöht und fertig.

Versorger fordern ihre Kunden zum Ende eines Jahres per Postkarte oder per Mail auf, die Zählerstände mitzuteilen. Zudem wird diese Möglichkeit bei Vertragsabschluss erwähnt.

Die Zählerstände werden auch bei uns nicht mehr jedes Jahr abgelesen. Man bekommt jährlich eine Nachricht (bei uns Mail), den Zählerstand abzulesen und zu übermitteln. Falls man das nicht tut, wird eben hochgerechnet und dann fallen die Abweichungen beim nächsten Ablesen durch den Stromanbieter auf, wie in deinem Fall.

Wieviele Personen leben denn in deinem Haushalt? Falls die Rechnung rechtmäßig ist, wovon ich ohne weitere Kenntnisse ausgehe, kannst du mit dem Anbieter vllt. eine Ratenzahlung vereinbaren.

Du könntest auch zur Caritas gehen und einen kostenlosen http://www.stromspar-check.de/ beantragen. Die messen dann deinen Verbrauch und ermitteln die größten Stromfresser. Außerdem gibt es gratis Energiesparlampen u.ä. Gerade mit Hartz4 hast du einen Anspruch darauf.

winniepooh111 17.10.2016, 09:52

1 Zimmerwohnung nur ich!

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Seit wann bin ich in der Pflicht das zu tun? Sie lesen die doch ab.

Seit § 11 StromGrundVersorgungsVerordnung (StromGVV).

Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die
Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit
Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz
(Stromgrundversorgungsverordnung - StromGVV)
§ 11 Ablesung


(1) Der
Grundversorger ist berechtigt, für Zwecke der Abrechnung die Ablesedaten
zu verwenden, die er vom Netzbetreiber oder vom Messstellenbetreiber
oder von dem die Messung durchführenden Dritten erhalten hat.(2)
Der Grundversorger kann die Messeinrichtungen selbst ablesen oder
verlangen, dass diese vom Kunden abgelesen werden, wenn dies
1.
zum Zwecke einer Abrechnung nach § 12 Abs. 1,
2.
anlässlich eines Lieferantenwechsels oder
3.
bei einem berechtigten Interesse des Grundversorgers an einer Überprüfung der Ablesung
erfolgt.
Der Kunde kann einer Selbstablesung im Einzelfall widersprechen, wenn
diese ihm nicht zumutbar ist. Der Grundversorger darf bei einem
berechtigten Widerspruch nach Satz 2 für eine eigene Ablesung kein
gesondertes Entgelt verlangen.(3) Wenn der
Netzbetreiber oder der Grundversorger das Grundstück und die Räume des
Kunden nicht zum Zwecke der Ablesung betreten kann, darf der
Grundversorger den Verbrauch auf der Grundlage der letzten Ablesung oder
bei einem Neukunden nach dem Verbrauch vergleichbarer Kunden unter
angemessener Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse schätzen.

Dasselbe gilt, wenn der Kunde eine vereinbarte Selbstablesung nicht oder
verspätet vornimmt.

Dadrin steht sogar das der Wert für die Abrechnung geschätzt werden darf. Dein Anbieter hat alles korrekt gemacht. Denn er konnte erst jetzt zum Auszug Deinen tatsächlichen Zählerstand erfahren und hat diesen dann auch abgerechnet.

Du hattest vielmehr die Pflicht Deine Rechnung zu prüfen und ggf. Widerspruch einzulegen.

Jetzt kannst Du nicht viel machen. Außer vielleicht fragen, ob der Verrbauch über die Jahre verteilt werden kann und Du so vielleicht ein paar Cent sparst, da die Tarife in der Vergangenheit etwas preiswerter waren. Aber Achtung für Rechnungskorrektur die länger her sind, darf der Anbieter Kosten erheben.

Allgemein, kannst Du Dir nur finanzielle Hilfe bei Familie oder Freunden suchen oder Du fragst beim Amt nach einem Darlehen.

Ob Dein Verbrauch hoch oder gerig ist hängt stark davon ab was Du wie verbrauchst. Ob Du z.B. mit Strom heizt oder Warmwasser zubereitest. Ob Du Stromfresser in der Wohnung hast etc.

"Dann müsste ich ja im Schnitt 2280kWh pro Jahr (gerade ausgerechnet) verbraucht haben...angeblich."

Welche Verbraucher hast du denn so am laufen? Mal als Idee: wenn du einen Verbraucher hast, der 100 Watt Leistung aufnimmt (ein Desktop PC kann mit Monitor so 200 Watt aufnehmen) und dabei 24 Stunden das ganze Jahr über läuft, dann sind das schon 876 kWh. Ein einziger Verbraucher mit 100 Watt.

siehe http://www.stromverbrauchinfo.de/stromverbrauchsrechner.php

Ein Stromklau könnte auch sein, aber man selber hat meist nicht die Übersicht, welche Verbraucher wie lange laufen und wie viel Leistung sie benötigen.

winniepooh111 17.10.2016, 10:25

PC mit Monitor laufen im Schnitt 15 Std pro Tag....Kühlschrank (etwas älter) lief halt 24Stunden....1 mal die Woche Waschmaschine (ca 7 Jahre alte Siemens), jeden Tag Ofen, 2 mal die Woche Herd, Licht nur im Wohn/Schlafzimmer (wenn überhaupt nachts)

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Ich habe mit 0€ Nachforderung gerechnet. Wieso?

Keine Ahnung wieso Du mit 0,-€ gerechnet hast, vielleicht weil Du dich nie um deinen tatsächlichen Verbrauch gekümmert hast ?

Seit wann bin ich in der Pflicht das zu tun?

Naja in der Pflicht bist Du nicht, wenn Du diese nicht mitteilst wird ein durchschnittlicher Wert genommen, bei der Endabrechnung der tatsächliche Wert, die Überraschung ist nun plötzlich groß auf deiner Seite, liegt aber allein an deinem tatsächlichen Stromverbrauch.

winniepooh111 17.10.2016, 09:45

Cool hatte ja in allen Jahren davor auch 1400kWh Verbrauch und NIE Nachzahlungen. Dann muss das ja auch alles geschätzt gewesen sein.

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Antitroll1234 17.10.2016, 09:52
@winniepooh111

Und nun ?

Ich kenne deinen Verbrauch nicht, und der Stromanbieter rechnet mit der Endrechnung nach dem aktuellen Zählerstand ab, was Du irgendwelche Jahre vorher verbraucht hast ist dem Stromanbieter egal.

Dann muss das ja auch alles geschätzt gewesen sein.

Spätestens bei Vertragsablauf wird eine Endabrechnung erstellt, diese beinhaltet den Verbrauch von aktuellen Vertragsbeginn und dessen Zählerstand bis zum Zählerstand bei Vertragsende.

In deinem Fall liegt dein tatsächlicher Verbrauch höher als der ermittelte Durchschnittswert.

Zeigt auf das Du dich nie wirklich um deinen Verbrauch und Zählerstand gekümmert hast.

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winniepooh111 17.10.2016, 11:07
@Antitroll1234

Ich denke mal am Ende des Tages muss ich das so akzeptieren. In meiner neuen Wohnung, wo ich die Tage Schreiben bekomme gebe ich meinen Verbrauch dann lieber gleich mit ca 2000kWh an...auch wenn ich dann ca 50€ zahlen muss. Man lernt nie aus....trotzdem wars ein Schock.

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Antitroll1234 17.10.2016, 11:12
@winniepooh111

Vor allen notiere den aktuellen Zählerstand bei Einzug.

Und vergleiche die jährliche Rechnung des Stromanbieters mit dem dann aktuellen Zählerstand.

Wenn Du dann ebenfalls dem Stromanbieter nicht den aktuellen Stand mitteilst wird der Wert wieder geschätzt bis zur Erstellung einer Endabrechnung nach dem tatsächlichen Zählerstand.

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privatfoerster 17.10.2016, 11:53
@Antitroll1234

Und nicht nur beim Einzug. Ich mache es an jedem ersten des Monats. Wasser, Gas und Strom.
Meinem Nachbarn habe ich auch gesagt, dass er es so machen soll und einem Bekannten auch. Dazu habe ich bei meinem Nachbarn eine Tabelle an den Zählerkasten geklebt. Manchmal ist er nachlässig.
Mein Nachbar bekam einige Zeit später eine horrende Neurechnung nach wechsel des Stromanbieters und er konnte genau erzählen wie hoch der Stromzähler zu welchem Zeitpunkt stand.
Dem anderen Bekannten haben die nicht nur Strom, sondern auch Wasser geklaut. Durch das kontrollieren und die Analyse kam er mit der Zeit darauf, dass er sich beides doch wohl selbst klaut.
Er hat dann nämlich auch einige Zeit täglich abgelesen und das dann verglichen mit dem was an Wasser etwa durchging.

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Schätzungen werden auf jeder Rechnung ausgewiesen bzw. auch als solche gekennzeichnet. Guck Dir diese mal genauer an.

Du hattes damals die Möglichkeit, die Rechnung zu prüfen und ggf. Zählerstände richtigzustellen.

Wenn Du versäumt hast dem Messdienstleister Zugang zur Messeinrichtung zu gewähren oder alternativ nicht selbst abgelesen hast, ist das eigenes Verschulden.

Wirst wohl oder über alles bezahlen müssen.

Günter

"Sie lesen die doch ab."

Wenn Du einen Vertrag mit "Selbstablesung" hast, was ich vermute, dann haben die nicht abgelesen. Dann bist Du "geschätzt"worden, und deshalb die hohen Nachforderung. Bevor Du jetzt antwortest, dass Du so einen Vertrag nicht hast, ruf' bitte Deinen Versorger an und frag' dort. Die "schätzen" nicht grundlos...

Bleibt Dir nur, beim Jobcenter einen Antrag zu stellen.

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