Strom der Nachbarn mit am Zähler

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3 Antworten

Entscheidend ist der Mietvertrag. Wenn in diesem nicht auf die Kostensituation und die angehängten Stromverbraucher (Flurlicht, Heizung) für die gesamte Wohnanlage hingewiesen ist, so ist der Vermieter verpflichtet, entsprechende Messeinrichtungen auf seine Kosten anbringen zu lassen. Keinesfalls sollte man sich mit einer sog. Schätzung eines dem Vermieter bekannten Installateurs zufrieden geben und dem Vorschlag zu folgen, die geschätzte Summe bei den Mitmietern direkt zu kassieren. Es ist Sache des Vermieters, diese geschätzten Kosten auf die anderen Mieter umzulegen und in deren Mietzins bzw. Nebenkosten einzurechnen. Im Gegenzug muss der Vermieter bei Ihren Miet- bzw. -nebenkosten die entsprechende Summe reduzieren. Allerdings sollte man bei der Schätzungssumme äußerst misstrauisch sein, denn wer kann schon so genau kalkulieren, was an Strom im Hausflur und bei der Heizungsanlage verbraucht wird.

Fazit: Vermieter alternativ bitten, entweder einen gesonderten Zähler für diese Verbrauchsstellen installieren zu lassen oder durch einen Gutachter die Verbrauchskosten kalkulieren zu lassen und die Kosten anteilig pro qm Wohnfläche aufzuteilen und bei bei den jeweiligen Mietparteien in die Nebenkosten aufzunehmen. Desinteresse oder Sparsamkeit des Vermieters kann nicht die Mieter belasten.

Kann man da nicht irgendwo einen Zähler zwischenschalten, der den Stromverbrauch misst?

Der Vermieter ist aber verpfichtet euch getrennte Zähler anzubringen, wenn ihr darauf besteht. Frag mal beim Mieterbund nach.

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