Strichpunkte richtig setzen?

4 Antworten

Es ist durchaus zulässig, eine Liste als Liste zu schreiben:

a
b
c
d

  1. a
  2. b
  3. c
  4. d
  • a
  • b
  • c
  • d
- a
- b 
- c 
- d

Ich mach's irgendwie ungerne in einer wissenschaftlichen Abfassung.

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@worldsmind

Hm? Gerade in einer wissenschaftliche Abhandlung solllte man eine Liste benutzen statt einer Aneinanderreihung.

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@StkKlaus

Ich mag sie stilistisch einfach nicht :) Das sieht für mich immer so stichwortartig aus.

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@worldsmind

Das sollen sie ja auch. Weil sie es sind.

Hast du so deinen Korrektor behandelt? Mit "Ich mag das aber nicht!"?

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@StkKlaus

Ja, mein Korrektor ist ja auch irgendeine unbekannte Person auf gutefrage.net, die sich irgendwie darüber aufzuregen scheint, dass ich einen eigenen Schreibstil habe und diesen auch gerne verfolge.

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@worldsmind

Deinem eigenen Schreibstil kannst du bei deinem ersten Roman frönen.

Entschuldige dich bei deinem Korrektor und sag ihm, dass du dich in Zukunft mit deinem "eigenen Schreibtil" zurückhältst.

Ok - das war jetzt etwas hart ausgedrückt, aber dein Korrektor tut mir leid. Es gibt nicht viel Schlimmeres als wenn der Klient auf "stilistische Freiheit" besteht.

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@StkKlaus

Ich habe ihm nichts dergleichen geschrieben. Ich dachte, dass man die offensichtliche Ironie hinter diesem Kommentar verstehen würde. Ich habe mich darum an gutefrage.net gewendet, weil ich herausfinden wollte, ob ich mit den Strichpunkten falsch liege, und das tu ich wohl. Aber es gibt keine Regel, die eine Notwendigkeit einer solchen Aufzählung über einen Fliesstext stellt. Deswegen bleibe ich hier bei meinem Schreibstil. ich verstehe nicht, was dich daran so stört.

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@worldsmind

Dein Kommentar war sehr glaubwürdig, weil diese Verhaltensweise oft vorkommt: Der vom Autor als gut empfundene Stil ist höherrangiger als die vom Korrektor vorgeschlagene Änderung.

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@StkKlaus

Aber du bist nicht mein Korrektor. Euch habe ich nur darum gebeten, mir detailliert zu erklären, warum ich meine wirklich sehr lieb gewonnen Strichpunkte aufgeben soll. Und ich habe akzeptiert, dass ich da wohl falsch liege. Ich habe meinem Korrektor nie etwas dergleichen gesagt, und würde so etwas auch nie tun gegenüber jemandem, der eine ganze Arbeit liest und korrigiert. Dir habe ich lediglich geschrieben, dass ich keine Aufzählungen mag. Was hat der Korrektor mit dir zu tun? Was hat mein Stil und die Tatsache, dass ich meinen Stil beibehalten möchte, mit dir zu tun? Warum fühlst DU dich angegriffen, obwohl nichts dergleichen an dich gerichtet war?

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@worldsmind

Sieht so aus, als ob einem der Moderatoren unser Geplänkel zu viel wurde und gelöscht hat. Schade - ich hatte ne schöne Replik geschrieben. Natürlich nur meiner Meinung nach schön. Kam das Wort "Standesdünkel" drin vor, benutzt man nun ja auch nicht so häufig.

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@StkKlaus

Hochmut ist ein sehr gutes Stichwort, das du dir unbedingt merken solltest. Unbedingt. Adieu.

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Strichpunkte zu setzen, wie Du es aufzeigst, ist tatsächlich nicht üblich. Das solltest Du schon besser mit Kommasetzung ändern. Auch der Beginn eines neuen Satzes nach einem Strichpunkt, habe ich noch nie irgendwo so gelesen. Am Ende eines Fragesatzes kann ein Fragezeichen stehen, ein Ausrufezeichen nach einem Befehlssatz, ansonsten endet ein Satz mit dem Punkt.

Sorry, das liegt wohl daran, dass ich mir merken sollte, dass man nach einem Strichpunkt klein schreibt. Aber ich mag mich eben an eine Regel erinnern:

"Das Semikolon kann – ebenso im Duden nachzulesen – zwischen gleichrangigen Sätzen oder Wortgruppen stehen, wo der Punkt zu stark, das Komma zu schwach trennen würde. Es kann auch verwendet werden, um zusammengehörige Gruppen in Aufzählungen zu markieren."

Ist das denn falsch?

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@worldsmind

Falsch sicher nicht wie Du schreibst, aber unüblich! In Büchern, Zeitungen usw. kaum angewandt!

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@Liesche

Auch in wissenschaftlichen Artikeln? Wirkt denn die Kommasetzung hier nicht zu "kurzatmig"? Ich hab das Gefühl, dass der Satz mit Kommas viel länger wirkt als mit Strichpunkten?

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@worldsmind

Ich kann da Deiner Auffassung nicht folgen, ich finde sogar, es liest sich nicht flüssig.

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Das war so noch nie üblich, zwischen Aufzählungen macht man ein Komma, und nach einem Semikolon wird auch klein geschrieben.

Hinter "erstens, zweitens" würde ich kein Komma, sondern einen Doppelpunkt machen oder

1.

2.

...

Stimmt, ich muss mir das merken, dass nach einem Strichpunkt kleingeschrieben wird, Das mit dem Komma nach erstens, zweitens, etc. war aber mehr hier gedacht als in der Arbeit selbst. Ich finde es jedoch für einen Fliesstext nicht so stilistisch, Aufzählungen zu setzen.

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Bei Aufzählungen würde ich nur dann Semikolons verwenden, wenn innerhalb eines oder mehrerer Begriffe schon mindestens ein Komma vorkommt.

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