Stressfaktoren für Kleinkinder?

14 Antworten

"Alles" (so könnte man es zusammenfassen um nichts zu vergessen).

Neue fremde Umgebung/ neue fremde Menschen während Mama/ Papa aus dem Sichtfeld sind bzw. ganz weg sind.

Verhaltensregeln die einem aufgedrückt werden (die die Erwachsenen genau jetzt vom Kind erwarten), obwohl man grade mit etwas völlig anderem gedanklich oder aktiv beschäftigt ist.

Wenn einem unangenehme oder "nicht so gut bekannte" Menschen gegenüber viel zu aufdringlich werden "Komm, gib Tante Martha einen Kuss ..... Schmatzzzzzzz".

Völlig andere Situation abseits der Gewohnheit (beispielsweise soll zum ersten Mal woanders übernachtet werden, ohne Mama und oder Papa).

Erwartungsdruck durch andere: "Hast du schon schwimmen gelernt"/ "Kannst du schon Fahrradfahren"/ "Kannst du bis X zählen".... etc.... mit dem Anschlusskommentar "Warum denn nicht? Andere Kinder können das auch schon in deinem Alter und das ist doch soooooooo wichtig".

Hat man ein Kindergartenkind das noch nicht trocken ist (beispielsweise mit 3 odr 4 Jahren), und die Eltern schaffen es nicht die Kommentare seitens der älterne Verwandten abzuschirmen, wird durch "Dein jüngerer Cousin braucht keine Windeln mehr, bist du etwa noch ein Babyyyy? Wenn du in die Schule kommst lachen dich alle aus" auch DrucK/ Stress verursacht.

Stress/ Druck verursacht durch andere Kindergartenkinder... "Wenn du/ wenn du nicht.... dann bist du nicht mehr mein Freund/ dann lade ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein".

In der Grundschulzeit kommt dann noch der Lernstress hinzu, Erwartungsdruck seitens mancher Lehrer "bis dann und dann muss ein Kind das und das beherrschen".... Notendruck durch Verwandte.....

Edit: Das waren jetzt so einige Punkte die mir (als Mutter) spontan einfielen.

Als Eltern hat man wirklich einiges zu tun um mit diesen Ängsten/ Sorgen/ den Fragen/ dem Stress des Kindes umzugehen. Man muss hier und da erklären, um Druck abzumildern, man muss hier und da abschirmen um zu vermeiden das Verwandte unbewusst Druck aufbauen.

Stimme dir in allen Punkten zu 100% zu! Klasse, dass du die Gefühle und Sorgen deiner Kinder so im Blick hast.

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@xMarisax930

Danke. Für mich ist das völlig normal das man sich als Eltern damit auseinandersetzt (täglich).

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Ich denke über die Eltern wenn sie sich Sorgen machen.

Die Kinder in diesem Stadium sind 100% abhängig von den Eltern
und eben wie diese entsprechend auf Ereignisse reagieren.

Reagieren Eltern ruhig, gelassen und mit lachen
dann werden auf Dauer auch die Kinder ruhig und gelassen sein und viel mehr lachen als andere - das bedingen die sogenannten "Spiegelneuronen".

Wer meint das ist jetzt absoluter esoterischer Blödsinn,
soll mal ausprobieren was Ruhe,Gelassenheit und viel Lachen
mit den Kindern in Vorbildwirkung macht ...

  • Konkurrenzkampf/Neid/Eifersucht unter Geschwistern
  • wenn sich die Eltern streiten
  • gewaltvolle Erziehung/Missbrauch jeglicher Art/Vernachlässigung
  • schwere Krankheiten bei Bezugspersonen
  • Angst vor bestimmten Tieren
  • Angst vor Dunkelheit
  • Angst vor dem Alleinsein
  • das Gefühl nicht verstanden zu werden und dass niemand einen ernst nimmt
  • keine Freunde oder Verlust von Freunden/Ausgrenzung/Mobbing
  • Angst vor Spritzen, Zäpfchen oder sonstigen medizinischen Anwendungen
  • Angst vor großen, lauten, stinkenden oder schnellen potenziell gefährlichen Dingen (z.B. Motorrad oder Achterbahn)

Vielen Dank, auf so eine konkrete Antwort hatte ich gehofft :D

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Ich bin längst kein Kind mehr, aber ich kann mir vorstellen, dass Kinder den Urinstinkt des Beschütztwerdens als Sorge immer in sich tragen. Ich finde es Aufgabe der Eltern, ihren Kindern zu vermitteln, dass sie sich geborgen fühlen können - aufgefangen in jeder Situation, geliebt um ihrer selbst willen. Viele viele Kinder dürfen dies nicht erfahren oder nur in geringem Maße. Viele Eltern sind damit schlichtweg überfordert oder sehen gar nicht die Notwendigkeit, ihren Kindern zu vermitteln, dass sie nicht nur was wert sind, sondern tatsächlich geliebt werden ohne Bedingungen. Wenn ein Kind so geliebt wird, wird es auch jeden Kindergeburtstag überstehen (sogar genießen!) sowie im Dunkeln keine Angst haben. Alles ist machbar mit elterlicher Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit und Herausforderungen, die das Kind stärken.

Stimmt, ist aber nicht wirklich eine Antwort auf meine Frage.

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@TinyFox

Ähm ... doch: Jeder Stressfaktor wird gemildert bzw. existiert erst gar nicht, wenn Eltern sich so verhalten!

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@AriZona04

Ich möchte allerdings keinen Erziehungstipp, sondern wollte konkrete Situationen, die für Kleinkinder stressig sein könnten. Und als Fragesteller werde ich ja wohl am besten wissen, ob mich deine Antwort in meiner Frage weiterbringt oder nicht.

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Konkret sind das bei einem Kleinkind (Zahn-) Arztbesuche, fremde Menschen, die das Kind ansprechen, laute Geräusche, der Kindergartenalltag (zu laut, zu hektisch...)usw.

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