Stress durch sexuelle Enthaltsamkeit? Flucht in Arbeit?

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Unfreiwillige sexuelle Enthaltsamkeit verursacht beim "geschassten" Partner sicherlich Frust und langfristig Minderwertigkeitskomplexe. Da ist die Bestätigung in der - erfolgreichen - Arbeit ein gutes Ventil. Irgendwann kann dieser Partner vielleicht sogar behaupten, seine stressige Arbeit wirke sich auf seine Potenz aus... und schon ist er nicht mehr Opfer, sondern Täter.

Diese Art der Problemlösung ist natürlich keine Lösung, sondern nur Kompensation. Besser wäre es, dieses Thema mal anzusprechen (ja - es ist schwierig). Aber in einer guten Partnerschaft sollten die Karten offen auf den Tisch gelegt werden: was kann ich - was will ich - was will der Partner - wie kommen wir zusammen?

Es gibt Ehen/Partnerschaften ohne bzw. unbefriedigendem Sex, die durchaus funktionieren können. Aber man sollte darüber gesprochen haben. Unerfüllte Erwartungen sind eine tickende Zeitbombe! Es gibt individuelle Lösungen, die aber nur innerhalb der Partnerschaft festgelegt werden sollten. Heimlichkeiten sind auf Dauer nicht die Lösung.

Nein du mußt unbedingt sex haben.
Ohne Sex ist das ganze Leben doch überhaupt nicht
Lebenswert.Oder kenst du auch nur eine sache die besser ist
als Sex?

Sigmund Freud lässt grüßen:

"Bei der Sublimation handelt es sich um die Fähigkeit, für den Verzicht auf verpönte (abgelehnte) Triebe bzw. Wünsche eine ausgleichende Entschädigung hervorbringen zu können. So kann z. B. eine zölibatär lebende Pianistin ihre Libido gewissermassen verwandeln und sie ganz in den Dienst ihrer musikalischen Gestaltung stellen. Oder jemand kann durch irgendwelche Frustrationen sehr aggressiv gestimmt sein, und statt dass er seine Wut an irgend jemandem ausagiert, stürzt er sich in die Arbeit und stellt dann nach ein paar Stunden fest, dass er in kurzer Zeit etwas geschaffen hat, wozu er sich zuvor kaum in der Lage fühlte. Mit andern Worten: Bei der Sublimation wird die psychosexuelle Energie (Libido) neutralisiert und für differenziertere soziale oder kulturelle Leistungen verwendet.

Der Sublimation haftet eigentlich – im Gegensatz zu allen andern Abwehrmechanismen – kein negativer Anstrich an; insofern gehört sie eigentlich auch nicht zu den übrigen Abwehrmechanismen, auch wenn sie wie die andern ubw geschieht. Jedenfalls von einer Selbsttäuschung kann im Ernst nicht gesprochen werden, denn wenn sich die Libido, die ursprünglich z. B. einer sexuellen Befriedigung dienstbar sein könnte, tatsächlich ‘verwandelt’, so zeigt dies eben, dass es zum Wesen des Menschen gehört, auf der Basis der psychischen Energie sozial und kulturell differenziertere Leistungen hervorbringen zu können.

Mit Blick auf die Möglichkeit der Sublimation lässt sich somit die oft gehörte Behauptung, sexuelle Enthaltsamkeit sei grundsätzlich schädlich und mache einen Menschen ‘verklemmt’, nicht durch die Erkenntnisse der Psychoanalyse rechtfertigen. Das von katholischen Priestern praktizierte Zölibat findet in der Möglichkeit der Sublimation ihre tiefenpsychologische Legitimation." Quelle: bruehlmeier.info

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UUIIIH, Danke für die sehr ausführliche Antwort.

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Was tun beim Burnout?

Hallo community, ich (M, 21J.) bin im 3. Lehrjahr einer Ausbildung als Fotograf und glaube, einen Burnout zu haben. Ich erledige Dinge auf der arbeit, die mich sehr frustrieren, mache aushilfsarbeiten, bekomme ständig zu hören, ich würde alles falsch machen. Ich bekomme jeden Tag zu spüren, dass ich von der chefin gehasst werde (sie ist die einzige person mit der ich jeden tag zusammen arbeite). Ich bin eigentlich belastbar, jedoch macht mich diese Frust und Wut langsam kaputt.

Ich stehe seit Monaten tagtäglich unter sehr starken druck und bin dadurch extrem gestresst. Ich habe keine Motivation mehr, habe keinen Antrieb. Fühle mich sehr hoffnungslos und innerlich "leer". Ich habe mittlerweile die lust verloren, am leben teilzunehmen. Ich unternehme nichts mehr, in der beziehung läuft es auch nicht mehr besonders gut, ich würde mich am liebsten im bett verkriechen und nie wieder aufstehen. Ich kann nicht klar denken, weil ich das positive gar nicht mehr wahrnehme, habe kopfschmerzen, tägliche magenprobleme (Magenschleimhautentzündung, auch stressbedingt). Ich fühle mich wie 'ne maschine, der langsam aber sicher der saft ausgeht. Habe einfach keine kraft mehr.

Das einzige was ich von meinem neurologen zu hören bekam, war "ja und was soll ich jetzt ihrer meinung nach tun??" Und "jaaa da müssen sie jetzt durch" - was mir natürlich super geholfen hat.
Er hat mich für 2 wochen krankgeschrieben, weswegen ich im moment auch ein sehr schlechtes gewissen hab, weil ich in gewisser hinsicht meine chefin "im stich" lasse. Auf meine email, dass ich krankgeschrieben wurde wegen verdacht auf burnout, hat sie mir nicht mal zurückgeschrieben (habe nicht angerufen um unnötige rechtfertigungen zu vermeiden).
Was soll ich eurer meinung nach tun? Wie kann ich besser mit stress umgehen? Wie kann ich wieder "frei" leben?

Antworten wie "lehrjahre sind keine herrenjahre" brauche ich nicht. Das ist nicht die erste arbeit in meinem leben und ich weiß, dass das leben kein ponyhof ist. Jedoch finde ich unmenschliches und respektloses verhalten einfach falsch, und ob ausbildung oder normale arbeit - das darf einfach nicht sein.

Danke im Voraus

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Dieser extreme Drang alles bis ins letzte Detail analysieren zu wollen. Ich konnte und kann mich nicht einfach mit etwas zufrieden geben, bis ich es nicht bis ins letzte Detail verstanden habe. Dadurch hinterfrage ich sehr viel und ständig. Die Folge war, dass meine Eltern sehr gereizt mit mir umgegangen sind. Bei 4 Kindern konnten sie sich natürlich nicht so die Zeit für mich nehmen.

Und auch im Freundeskreis, ich hatte nie wirklich viele Freunde. Ich hatte aber immer eine beste Freundin, die sich zwar im Laufe der Zeit aufgrund von Umzügen gewechselt hat, aber in jeder Stadt hatte ich eine beste Freundin. Ich bin auch emotional nie wirklich an Menschen gebunden. Trennungen fallen mir nicht schwer. Schlimm wird es nur wenn ich sie nicht verstehe, dann wird es zu einem Alptraum. Wenn ich sie nicht analysieren kann. Ich setze meine gesamte Kapazität dann darauf an. Ich muss auf alles eine Antwort oder die Gewissheit, dass es darauf keine Antwort gibt, haben.

Das nimmt dann auch Formen an, dass ich die merkwürdigsten Dinge ausprobiere und kombiniere. Ich bin in unzähligen Vereinen und Organisationen aktiv. Parteimiglied, Fotografieclub, Volleyball, Badminton, Litereaturclub, Künstlerverein, Vegan Gruppe, als Grafikdesignerin für eine politische Hilfsgruppe, Yoga, Fitness, Debbatierclub. Nicht anders sieht es beruflich aus.
Ich springe von Job zu Job und als teenager von Schule zu Schule. Erst Wirtschaftsgymnasium, dann gewechselt zum Allgemeinen. Anschließend weggezogen und eine Ausbildung als Ergotherapeutin, abgebrochen und wieder weggezogen und eine Ausbildung bei der Bank, abgebrochen, weggezogen, Familienunternehmen, wieder weggezogen und Studium Kommunikationsdesign, wieder weggezogen, abgebrochen Studium Publizistik und Geschichte und nun wieder abgebrochen.

Jetzt habe ich mich selbstständig gemacht und arbeite freiberuflich für einen Onlineverlag als Fotografin und Autorin und ehrlich gesagt verspüre ich wieder den Drang nach einem Umzug. Das alles habe ich bisher unbewusst gemacht, nur merke ich langsam, dass es einen roten Faden gibt. Das alles erzeugt natürlich auch enormen Stress bei mir. Dadurch dass ich hin und her springe, ist es natürlich für mich unmöglich allem 100% gerecht zu werden., was wiederum noch mehr Frust erzeugt. Aber einfach umschalten kann ich ebensowenig. Und ich habe extreme Stimmungsschwankungen von am Boden zertsört - meist weil ich irgendwas nicht analysieren kann- bis die Welt ist toll, weil ich sie glaube ich ein Stück mehr verstanden habe. -Teil1-

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