Stress bei Kampffischen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, leider hast du es nicht richtig gemacht.

Es muss klar gestellt sein, dass, egal wie gross ein Aquarium auch ist, man niemals mehr als ein Männchen ohne Weibchen darin halten kann, da sie in freier Wildbahn Einzelgänger sind und es für die Fische nur zu ungewollten Stresssituationen führen würde. Nur zur Fortpflanzungszeit finden sich die Paare zusammen, danach geht aber wieder jeder seinen eigenen Weg.

Du kannst also nur ein laichbereites Weibchen zu einem Männchen setzen - ist sie noch nicht willig, so wird sie gehetzt und gejagt und leidet entsetzlich unter Stress - und Stress ist mit die häufigste Todesursache bei Fischen (denn dadurch werden viele Krankheiten ausgelöst).

Ein laichbereites Weibchen wird auch nur so lange geduldet, bis es der Funktion der Eiablage ins Schaumnest nachgekommen ist - danach wird es verjagt und nicht geduldet.

Also mach dir bitte Gedanken darüber, was du nun mit deinen Weibchen machst - lange geht das nicht gut.

Viele Grüße

Daniela

danke und warum hat ein weibchen noch stressstreifen und das andere nicht?? Gestern hatten die noch Laichstreifen

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@JellyBeans98

Lies dir meine damalige Antwort noch mal genau durch, ich habe geschrieben, dass es, je nach Zuchtform, gut gehen kann!, wenn das AQ dschungelmäßig bepflanzt ist. Ich habe aber auch darauf hingewiesen, dass es Einzelgänger sind, die Weibchen eigentlich nur zur Laichzeit dulden.

Es ist in der Aquaristik leider immer so, dass vieles bei manchen gut geht, bei anderen nicht. Wir hatten gerade vorletzte Woche einen sehr interessanten Vortrag gerade über Kampffische im Verein, wo der sehr erfahrene Vortragende (selbst wohl erfolgreicher Kampffischzüchter) noch einmal explizit darauf hingewiesen hat, diese Tiere nie auf Dauer gemeinsam zu halten. Andererseits haben viele Vereinsmitglieder mit einer gemeinsamen Haltung wohl recht gute Erfahrungen gemacht - aber eben nur in AQ, die völlig zugewachsen sind, so dass die Weibchen sich nicht ständig im Blickfeld des Männchens befinden.

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@dsupper

Oh entschuldigung dachte habs wohl etwas falsch verstanden

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@JellyBeans98

Versuch doch einfach mal, ganz ganz ganz viele Pflanzen (auch Schwimmpflanzen wie Hornkraut, Wasserpest etc.) in dein AQ einzubringen, damit sich die Weiber verstecken können - vllt. wird es dann ja tatsächlich besser

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@dsupper

das könnte sein aber ich denke nicht das es nur daran liegt. Die Weibchen verstecken sich auch in den Pflanzen aber das Männchen spürt sie immer auf. Es auch angefangen ein Nest zu bauen aber wie kann ich die Webchen in Paarungsstimmung bringen?

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@JellyBeans98

die weibchen kriegen auch immer vom gejagt werden so schwarze streifen was sind das für Streifen? Ein Weibchen hatte am anfang Laichstreifen aber es ist dann trotzdem abgehauen woran kann das liegen?

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@JellyBeans98

Hallo, mir scheint, dass das Verhalten völlig normal ist. Dein Kampffischmännchen betrachtet das Aquarium als sein Revier. Nun dringen zwei Weibchen in sein Revier ein und müssen erst einmal vertrieben werden.

Stell dir vor, du hast eine 1-Zimmer Wohnung und dann wollen zwei hässliche Mädchen bei dir einziehen. Dann würdest du nicht viel anders handeln.

Gut, dass das Becken gut bepflanzt ist. Dann können sich die Weibchen auch verstecken, bis „er“ die Rangfolge geklärt hat.

Laichstreifen sind senkrecht verlaufende helle Streifen, die die Laichbereitschaft des Weibchens anzeigen, verlaufen die Streifen horizontal, dann sind es Stress-Streifen, das Weibchen ist noch nicht soweit.

Laichbereitschaft zeigt auch ein dickerer Bauch und ein heller Punkt zwischen den Brustflossen.

Zum Paarungsverhalten scheint aber auch zu gehören, dass das Männchen das Mädel zuerst noch jagt, da er womöglich mit dem Nestbau noch nicht fertig ist. Dem soll das Führungschwimmen folgen, also er schwimmt vor und das Mädel folgt ihm zum Schaumnest, wo dann die Paarung stattfindet.

Versuch mal die Fische gut zu füttern, wenn es geht mit Lebendfutter, das ist immer gut für einen Laichansatz.

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@dsupper

Vielen Dank für die ausführliche Antwort ich hatte schon befürchtungen das es was gefährliches ist. Es kann gut sein das er noch nicht Laichbereit ist weil er immer unterm Nest ist Blasen dazu setzt. Sind die StressStreifen vielleicht schwarz udn verlieren die fische anfarbe? Ein Weibchen hat eine rötlich braune Farbe aber das andere ist hellbraun mit schwarzen Streifen. DieFlossen selber sind aber farbig. Ist Frostfutter auch Lebendnahrung odermüssen sie sich bewegen ? Ich habe nähmlich nur gefrorene rote Mückenlarven.

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@JellyBeans98

Falls ich das Weibchen mit den Streifen trennen muss, dann hab ich die möglichkeit sie in der Schule abzugeben. Aber leider erst nach den Ferien. Soll ich vielleicht mal Fotos von den Fischen und vom Aquarium stellen damit du mir besser helfen kannst?

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@JellyBeans98

Fotos sind immer hilfreich.

Lebendfutter, das sich bewegt, ist immer sehr laichfördernd. Rote Mückenlarven solltest du gar nicht verfüttern, weder frisch noch gefroren - das ist kein gutes Fischfutter, auch wenn sie es sehr gerne fressen.

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@dsupper

Wie kann man Bilder einfügen? Kann ich rote Larven überhaupt irgendwie verfüttern oder gehts gar nicht? Und warum sind die nicht gut?

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Du solltest wissen das du eigentlichnur 1 Kampffisch im Aquarium haben darfst, da die sonst auf einander los gehen.. Wie du beschrieben hast verjagt das Männchen die Weibchen, die kommen so leider nie zur ruhe und haben die ganze Zeit einen Stress, das Männchen natürlich genau so

Das was das Männchen macht ist tatsächlich Balzverhalten. Nur die Weichen sind nicht laichreif und verdücken sich deshalb. In einem 54 l-Becken ist ein solcher Besatz nicht artgerecht. Wo sollen denn die wahrscheinlich noch zu jungen Weibchen hin ???

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