Streng genommen dürften doch gar keine Flüchtlinge nach Deutschland kommen, warum kommen trotzdem so viele?

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8 Antworten

Aber erst in Deutschland, in dem am weitesten entwickelten Land in Europa, haben sie erst eine Chance, wirklich zu bleiben. In anderen Ländern, wie Ungarn oder in der Slowakei geht es den Menschen auch sehr schlecht - diese Staaten nehmen keine Flüchtlinge mehr auf, versuchen diese sogar abzuschrecken und "abzuwehren". Sicherlich wird hier kein Flüchtling mehr umgebracht, aber wie sollten sie in Ländern bleiben, in denen sie nicht bleiben dürfen? Noch dazu können sie in Deutschland, unter Umständen, wegen der Verfassung relativ sicher leben und evtl. bald arbeiten und sich somit ein neues Leben aufbauen - dies ist in den wenigsten anderen Staaten der Fall.

Wichtig zu wissen ist, dass dies immer Kriegsflüchtlinge sind und die fliehen ganz bestimmt nicht, weil es so viel Spaß macht und den Familienzusammenhalt fördert. Sicherlich wird dir auch der Begriff "Wirtschaftsflüchtling" irgendwo mal aufgefallen sein. Dieser bezieht sich in der Regel abwertend auf die Flüchtlinge auf den Balkanstaaten, aber auch Ungarn etc. - besonders Kosovo und umliegende Staaten. Dazu vllt. ein Doku-Ausschnitt: 

Jemanden als "Sozialschmarotzer" zu diffamieren ist nämlich zu einfach, niemand verlässt seine Heimat einfach so aus Spaß. Nicht einmal die deutschen Wirtschaftsflüchtlinge nach dem Mauerfall aus Osten nach Westen.

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Kommentar von OhneRelevanz
05.10.2015, 23:41

Wenn wir die Flüchtlingskrise bewältigen wollen, brauchen wir Solidarität in allen europäischen und umliegenden Ländern. Polen, Ungarn und viele andere Staaten weigern sich (fast vollständig) Flüchtlinge aufzunehmen, während diese Last auf Deutschland und Schweden u.a. abgelegt wird. Dies kann auf Dauer nicht funktionieren. Wir müssen die Flüchtlinge verteilen und gemeinsam als Europa agieren - dann wird man auch einiges an Flüchtlingsströmen bewältigen können.

Abschottung und Rassismus ist sicherlich einfacher, ist aber in einer ernsthaften Diskussion fehl am Platz.

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Kommentar von ThomasAral
05.10.2015, 23:45

es geht jetzt nicht darum denen zu unterstellen, dass sie wegen wirtschaftsproblemen geflohen sind. Sondern einzig die bisherige Definition von Flüchtling in Deutschland zu verwenden. Und da steht klipp und klar "Leib- und Leben" gefährdet. Sind die schon ein Jahr in der Türkei (und das sind viele), dann müsen die aber ganz schön Beweise anbringen damit sie da sagen können unter dem Erdugan ist mein Leib und Leben gefährdet.

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Das liegt unter anderem daran, dass die Abkommen nicht wirklich durchdacht sind.

"Fein heraus" wären Staaten in Europa, die keine Grenzen nach außen haben, die restlichen Staaten aber je nach Flüchtlingsaufkommen überfordert werden können (z. B. Griechenland, Italien).

Auch geht es nicht darum, dass die Menschen in diesen Ländern verbleiben müssen, sondern der Status überprüft werden soll, bevor andere Länder sie aufnehmen. Diese Überprüfung kann sich über Monate oder Jahre hinziehen.

Abseits des Hyps der "Willkommenkultur" geht es den Menschen in Deutschland nicht wesentlich besser als in den Staaten, die sie auffangen sollten. Sie werden in Lager gesperrt, Ende offen ...

Die Argumentation erinnert mich an Menschen, die an einem Bettler der vorübergehen dem es sichtlich elend geht, über die Mittel verfügen dessen Not zu lindern, aber es nicht tun, weil die Passanten davor es auch nicht getan haben ...

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Eigentlich streng genommen wissen Wir hier in Deutschland so gut wie gar nichts von den Ländern woher die Leute Flüchten. Wir bekommen zwar ein paar Informationen von Nachrichtendiensten, doch das zeigt nur ein kleines Fenster und überprüfen können wir die normalen Bürger sowieso nichts. Wir wissen nicht wie es ist dort leben zu müssen woher diese ganzen Menschen kommen, wir wissen nicht wie es sich anfühlt.

Doch eins kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand aus Jux und Dollerei aus seinem Land flieht. Diese Menschen wandern ja nicht einfach aus, sondern sie riskieren ihr Leben in der Hoffnung auf ein besseres Leben irgendwo anders anzufangen. Und was ist ihr erste Wahl? Länder in denen sie für sich die besten Zukunftsperspektiven sehen und dazu gehört neben Amerika eben Deutschland.

Ich sehe auch dass Europa der Massen nicht gewachsen ist, doch das was dort drüben gerade abgeht, ist das Resultat was die westlichen Länder in aller erster Front Amerika vor Jahrzehnten da drüben angerichtet hat. Genau das fliegt uns gerade um die Ohren, diese "gottverdamte" Weltpolizei die überall auf der Welt ihre Finger im Spiel haben mussten.
Ich bin mal gespannt wie die selbsternannten Weltmächte das wieder ausbügeln wollen.

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Kommentar von ThomasAral
06.10.2015, 00:18

übrigens die Boko Haram jagt auch Afrikaner und bringt sie um --- trotzdem kommt kein Flüchtlingsstrom aus Zentralafrikanern zu uns --- evtl. einzelne. Was ich damit sagen will: die Flüchtlinge die kommen waren eigentlich schon in Sicherheit. Wenn eienr wirklich Flüchtling ist und noch nicht in Sicherheit wird er nur ganz zufällig es überhaupt schaffen .... weniger als 1%. Und der ist dann auch mit dem Nachbarland zufrieden ... Hauptsache keine Killer die hinter dir her sind. Und so ähnlich ist die Definition von Flüchtling in Deutschland auch ... Diese syrischen oder afghanischen Flüchtlinge waren schon weit vor Deutschland in Sicherheit.

Und USA hätte einfach im Irak bleiben müssen. In sofern ist Obama daran schuld. Und der Typ hat den Friedensnobelpreis bekommen. Klar er wollte das nicht und war wohl unfähig. Aber warum gibt man den Typ den Friedensnobelpreis wenn er sowas wie die ISIS entfesselt.

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nach der GFK( Genfer Flüchtlingskonvention)  ist es einem Flüchtling freigestellt, in welchem Staat der Welt er sein Asylgesuch stellt!.. Wo er sich eine neue Zukunft aufbauen möchte.

Die Dublin II + III Verordnungen sind nur EU- Absprachen!

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Kommentar von ThomasAral
07.10.2015, 01:54

und warum kommen die dann erst her und stellen das Gesuch nicht von der Botschaft eines anderen Landes aus ?

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Ja, nicht nur streng genommen. Es muss eigentlich so sein, nach dem Dublin Abkommen. Der Flüchtling muss dort bleiben, wo er zum Ersten Mal die EU betritt.

Aber eine gerechte Verteilung sollte es ja schon geben, aber wirklich nur für Kriegsflüchtlinge!

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Ganz richtig. Sie sind auch streng genommen keine Flüchtlinge mehr, weil sie in der Türkei, in Österreich oder in irgend einem anderen Nachbarland schon in Sicherheit und nicht mehr auf der Flucht sind!

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Kommentar von Hypnos27899
05.10.2015, 23:37

Ja, aber Deutschland braucht natürlich noch mehr "Fachkräfte"

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Weil man sie nicht aufhalten kann.

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Das ist wahr aber sie werden hier aufgenommen weil sie verzweifelt sind

Viele warten ob die Antwort auf ein recht hier zu leben ja oder nein ist...

Wir sind aberüberlastet aber das wissen natürlich nicht die Flüchtlinge

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Kommentar von ThomasAral
07.10.2015, 02:09

ich denke mal wir sind nicht überlastet ... wir wollen nur nicht Geld ausgeben wie viele Politiker meinen "sinnlos". Beispiel: in einer Kleinstadt in Bayern sind vor ca. 1 Jahr die ehemals stationierten US-Soldaten abgezogen. Es waren 12000 Wohnungen ehem. US-Mitarbeiter frei. Der Bürgermeister hat es erfolgreich durchgesetzt, dass keine 12000 Flüchtlinge dort aufgenommen werden.

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