Streitereien machen mich fertig, was tun?

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4 Antworten

Aloha,

die schlimmsten Jahre meiner Kindheit waren die Jahre, als mein Vater in den 80ern seine Arbeit verlor und dann eine Stelle annahm, bei der er sehr unzufrieden war, was ich aber als Kind/junger Teen nicht realisiert habe.

Den Druck, die Wut und den ganzen Sch... hat er an uns Kindern, vorallem an mir (Ältester), ausgelassen. Was er alles gemacht hat spielt heute (fast) keine Rolle mehr.

Damals, und in den Jahren die folgten, war ich immer wütend auf ihn. Ich hasste ihn regelrecht. Nach dem Abi flog ich auch zu Hause raus...

Heute habe ich zwar kein herzliches Verhältnis zu ihm, aber ich kann verstehen, wieso er damals so war. Auf der anderen Seite hat es aber auch (in meinen Augen) positive Auswirkungen gehabt: ich habe recht früh mit dem Krafttraining angefangen, damit ich mich (bei Bedarf) hätte wehren können. Ich bin schneller selbstständig/unabhängiger als meine Klassenkameraden geworden, aber vorallem habe ich eins gelernt:

Leute stets so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden würde.

Im Gegensatz zu meinem Vater habe ich enorme Geduld und Ausdauer mit anderen Menschen.

Zurück zu dir: Meine Vermutung ist, dass etwas deinen Vater belastet und er nicht darüber reden kann/will... Ich kann dir leider NICHT empfehlen, mit ihm darüber zu reden, ich hab es (einen Tag vor meinem Abitur) versucht... naja, kurz gesagt, ich hab es verhauen...

Da ich nicht weiß, wie alt du bist, kann ich dir schlecht andere Tipps geben, die deinem Alter entsprechen. Ich bin ihm sooft wie möglich aus dem Weg gegangen...

MfG SF!

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Kommentar von flowerbiene
05.02.2017, 00:43

Ich bin 31. Ja, das Problem kenne ich, mein Vater ist in Pension, seit dem weiß er nichts mit sich anzufangen, außer dem ganzen Tag am und im Haus zu arbeiten, aber das fördert ihn ja nicht. Er ist Profifotograf rührt aber das ganze Equipment seit Jahren nicht mehr an, er sagt, er wolle nicht, da Photoshop jetzt an der Reihe ist in der Branche und er noch nach der alten Methode fotografiert, aber das tut ja nichts zur Sache, ihn selber würde es ablenken. Wir werden da schon eine Lösung finden, notfalls Familientherapie, oder jedes einzeln, Hauptsache es hilft. Denn so geht es nicht weiter. Danke und Liebe Grüße!

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Hallo Flowrbiene, vielleicht würde es helfen, wenn Du Deinen Vater bittest, schöne Bilder von der Natur, dem Hund und sich oder euch zu machen. Zeig ihm, wie sehr Dich seine Arbeit und sein Können begeistern. Viele Leute zeigen durch ihr Verhalten, was sie für Probleme haben. Bei Dir und Deinem Vater klingt das, als sei Dein Vater nicht mehr ausgelastet. Nimm ihn mit auf Spaziergänge, versuch ihn unterwegs zum Fotografieren zu bewegen. Zeig ihm, wie schön alles ist. Ob Photoshop oder was immer, ist doch alles Wurscht. Nimm ihn so, wie er ist. Ich vermute, er fühlt sich nicht mehr genug anerkannt. Und das lässt er an Dir aus.Zusätzlich suche Dir bitte psychologische Hilfe. Vielleicht schaffst Du es ja, auszuziehen. Ich habe den Fehler gemacht: war ausgezogen und als mein Vater 1994 starb, zog ich in das Haus meiner Mutter, die mit meiner Oma alleine war. Damals war ich 28. Nie wieder habe ich etwas so bitterlich bereut !!!! Meine Mutter entwickelte sich zu einer herzlosen Tyrannin, die mich jeden Tag klein gehalten und fertig gemacht hat, wo sie nur konnte. Zum Glück ist die im Dezember 2016 verstorben. Ich habe ausschliesslich negative Erinnerungen an sie. Sie wollte niemals über Dinge sprechen, keine Hilfe annehmen und alles was ich sagte oder tat, war grundsätzlich völlig falsch. Dabei habe ich immer wieder erfolgreich Arbeit gefunden, dabei habe ich drei abgeschlossene Ausbildungen mit IHK-Ürüfung. Alles alles alles war nicht gut genug. Nur meine Geschwister, die beide eigene Familien haben und sehr sehr sehr grosse Egoisten sind, waren die Besten und Tollsten. Ich habe um die Frau, die mich zufällig geboren hat, keine einzige Träne geweint. Mach nicht den gleichen Fehler. Dein Vater wird auch nicht ewig da sein. Versuche, euch die Zeit so erträglich und später vielleicht schön zu machen. Ich wünsche Dir alle Kraft und alles Glück dieser Welt !!!!! P.S. ich habe auch einen Hund, einen Westie, er ist mittlerweile 12 und meine Mutter hat mich 6 Jahre lang betteln lassen. Ich hab sie aus Respekt gefragt, ob es für sie okay ist, wenn ich einen Hund anschaffe. Diese Frau hat den Titel Mutter nicht verdient. Ich wünsche Dir sehr, daß es Dir einmal besser ergeht !!!

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Spannungen und ständiger Streit innerhalb der Familie sind eine ganz ungünstige Voraussetzung zur Hundehaltung. Gerade ein Welpe braucht alle Aufmerksamkeit, Schutz und liebevolle Erziehung. Das kannst Du ihm in Deiner Situation nicht vermitteln, da Du selbst verzweifelt und unsicher bist.

Wer wollte den Welpen? Haben alle Familienmitglieder der Anschaffung vorab zugestimmt? Wie alt bist Du? Wer kommt für die Haltungskosten des Hundes auf?

Hole Dir professionellen Rat für Deine persönliche Situation. Telefonische Seelsorge wäre eine Möglichkeit oder Jugendamt.

Trotz Deiner Verzweiflung informiere Dich bitte um Welpenerziehung und -haltung.

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Kommentar von flowerbiene
05.02.2017, 00:41

Ich weiß, dass das nicht gut ist, ich versuche mein bestes und ich werde schauen da eine Lösung zu finden, sodass es dem Welpen gut geht. Meistens ist ja Ruhe bei uns hier, aber wenn's dann kracht, dann richtig. Ich schließe mich meinem Vorredner an, dass es da beim Vater Probleme gibt und die ausdiskutiert oder notfalls behandelt werden müssen, denn so geht es nicht weiter. Auf jeden Fall werde ich jetzt dafür sorgen, dass der Welpe eine schöne Welpenzeit und auch später noch hat. Danke und liebe Grüße!

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du bist 31 Jahre alt. Zieh aus und werde selbstständig und lebe dein eigenes leben

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