Streiten sich der Amerikaner und der Russe um sie Weltmacht?

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6 Antworten

Wer ist das "Römische Reich und wer ist Karthago? " ist zeitlich unpassend aber was Machtanspruch und militärisches Handeln betrift? Hie und dort spielen die Amis den Weltpolizisten oder versuchen Machtstrukturen zu ihren Gunsten zu verändern.Wer kannte noch Präsident Jelzin? Er verstand sich sehr gut mit der US Administration und US Berater sollen laut eines ARD Berichtes schon an einer neuen russischen Verfassung mitgeschrieben haben.Der Putin passt da nicht ins Weltbild da er sich nicht in seine Karten sehen lässt oder Wünsche des Onkel Sam erfüllt ohne Gegenleistung wie eine gewisse " Mutti" .

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Jain!

Den US-Amerikanern geht es darum, die Weltordnung, in der sie als einzige Supermacht an der Spitze stehen zu erhalten.

Im letzten Jahr (2014) hat Obama in seinen Reden in West Point und im australischen Brisbane deutlich gesagt, dass die USA ihre Rolle als alleinige Führungsmacht in der Welt beanspruchen und mit allen (!) Mitteln verteidigen werden.

Russland geht es nicht darum, die USA in dieser Rolle abzulösen. Russland geht es aber um eine multipolare Welt, in der es mehrere Machtzentren gibt und in der ein global Player allein nicht die Spielregeln bestimmen kann. Das ist aber nicht nur im Interesse von Russland, das ist z. B. auch im Interesse von China und wird von Indien und einer ganzen Reihe anderer Staaten auch mit Sympathie gesehen.

Dabei geht es aber Russland nicht nur um die eigene Neupositionierung, sondern auch darum, nicht irgendwann selbst zum wehrlosen Zielobjekt US-amerikanischer Regime-Change-Aktivitäten zu werden. Washington sähe Russland nämlich gerne wieder so schwach und hilflos wie zu Jelzins Zeiten.

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Klar geht es um die Macht. Der Begriff "der Russe" ist ein Jargon der Nazis, sollte daher leiber unterbleiben.

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Kommentar von Modem1
31.12.2015, 01:44

Mach doch mal ein Wörterbuch mit dem Thema:" Wörter die man nicht sagen darf" Die "Russen" durfte man in meiner Jugend nicht sagen .. Das waren unsere Freunde oder "die Freunde" Ich glaube in dieser Zeit würdest du dich richtig wohlfühlen. Oder beim Bäcker: der Amerikaner... no ,no  "das Amonplätzchen", Bismarkhering .. der Bismark war damals ein Bösewicht, da sagte man "Saure Heringe".War doch eine gute Zeit,.. gelle!

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Es geht nie um "Macht" als Selbstzweck. Es geht im Wesentlichen um Bodenschätze und die dazugehörigen Transportwege.

Beispiel:

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Kann es sein das sich die USA und Russland um die Weltmacht streiten?

Tatsache ist: beide Länder sind "Weltmächte", jedenfalls militärisch gesehen. Auch China ist eine militärische Weltmacht. Dagegen ist die EU weniger eine militärische Weltmacht, obwohl sie es sein könnte, wenn sie müsste, sondern eine wirtschaftlche Weltmacht, wie auch die USA und Russland, mittlerweile auch China.

Worum es wirklich geht, ist weniger der militärische, sondern vielmehr der wirtschaftliche und damit eng einhergegehend der politische Einfluss auf der Welt. Es ist für die wirtschaftliche Beeinflussung kontraproduktiv, auf "Unruhen" wie Bürgerkriege oder religiöse Kriege zu setzen.

Die historische Erfahrung hat alle großen Mächte gelehrt, dass die politische Machtausdehnung mittels militärischer Bedrohung nicht gelingen kann und angesichts der vorhandenen atomaren Waffen für alle aggressiven Mächte selbstmörderisch wäre. Effektiver ist die "Waffe" wirtschaftlicher Sanktionen, jedoch ist es sinnvoll, weil auch die sanktionierenden Mächte wirtschaftliche Einbußen erleiden, sich nach einer gewissen Zeit der insbesondere innenpolitisch wirkenden Großmachtdemonstration auf dem Verhandlungswege, der in einen allerseits tragbaren Konsens mündet, wieder zu einigen und die Sanktionen beizulegen.

Das Ziel solcher Verhandlungen und Konsensfindung ist, die wirtschaftlichen und damit die politischen Interessen aller Großmächte langfristig zu befriedigen. Keine Großmacht will eine andere "in die Enge treiben", weil das viel zu gefährlich wäre!

MfG

Arnold

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Russland ist wirtschaftlich schwächer als das viel kleinere Italien, hat mit seiner rückwärts gewandten Politik fast alle früheren Satellitenstaaten in die europäische Gemeinschaft getrieben und ist aktuell in großen wirtschaftlichen Nöten. Im Gegensatz zu anderen Schwellenländern ist das Land in Bezug auf Landwirtschaft und Technik vollkommen auf das Ausland angewiesen.

Die aktuelle Politik scheint mir eher die Minderwertigkeitsgefühle nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion politisch auszunutzen um das System der Oligarchen im Inneren zu festigen.

Außer dem Potential einer Atommacht dürfte es auch militärisch trotz relativ hoher Verteidigungsausgaben kaum nennenswerte Bedeutung haben.

Den Amerikanern ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Gegner ausgegangen und sie haben unter Bush mit ihren erfolglosen Experimenten im Nahen Osten begonnen. Die sind mittlerweile auch gescheitert.

Durch die Einigung Europas und den Aufstieg Chinas zu einer wirtschaftlichen Großmacht sind aber hier neue Konkurrenten auf dem Gebiet der Wirtschaft entstanden.

Die Größe und Macht von Ländern hängt nicht mit deren Wohlstand zusammen, wie man an der Schweiz und Luxemburg sieht.

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