Streit um Erbe? Gehört einer Person alles?

6 Antworten

Hallo.

Die noch lebenden Kinder erben zu gleichen Teilen, nach Abzug der Kosten für die Beerdigung usw. Wenn kein Testament, dann die gesetzliche Erbfolge. Leer kann eigentlich keiner.

Eines der Kinder muss einen Erbschein beantragen.
Wenn Vermögen da ist, bekommen das alle. Ob eine Extrasumme für die Vollmacht gibt müsste im 'Testament stehen, oder im Grundbuch.

Könnt ihr euch nicht einigen würde ich das einem Rechtsanwalt mit Notar übergeben, ggf, muss geklagt werden.
Deine Tante muss auch alle Ein und Ausgaben nachweisen.

Wenn nur Schulden da sind, kann das Erbe ausgeschlagen werden, aber der RA wird euch informieren.

Mit Gruß  -- ohne Gewähr--

Bley 1914

Wenn es kein Testament gibt, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Damit kann deine Tante gar nicht mehr Alleinerbin sein, da es noch weitere Kinder gibt. Wenn der Ehemann deiner Oma bereits verstorben ist, erben die Kinder zu gleichen Teilen. Die Betreuung für deine Oma ist mit ihrem Tod beendet, d.h. deine Tante ist auch nicht mehr ihre Betreuerin. Greift sie dennoch auf Geld zu oder verwendet sie es gar für sich, kann sie sich schadensersatzpfichtig und eventuell strafbar machen.

Um das Erbrecht nach außen nachweisen zu können, kann ein Erbschein beim Nachlassgericht beantragt werden. Rückt sie das Geld nicht heraus, helfen nur gerichtliche Schritte.

Okay danke für deine aussage. Kann ich als Enkel auch einen beantragen? Mein vater ist da etwas anders gestrickt. Ihn interessiert das Geld nicht (mich eigentlich auch nicht) und will einfach nur in ruhe trauern. Wiederrum, sehe ich aber auch nicht ein, dass sie alles alleine für sich hat, denn das hätte meine Oma definitiv nicht gewollt da sie immer alle gleich behandelt hat. 

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@xevo93

Da du kein gesetzlicher Erbe bist, hast du leider kein Antragsrecht. Dieses steht nur den Erben zu. Aber vielleicht kannst du ja eine/n Tante/Onkel dazu bringen, einen Antrag zu stellen.

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Okay, dann hoffe ich mal, dass ich meinen onkel oder tante überzeugen kann, diesen schritt zu gehen. Danke vielmals 👍

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@xevo93

Als Enkel ist man durch die gerade Linie erbfähig. Wenn dein Vater das Erbe vor dem Nachlassgericht ausschlafen würde, dann würde der Teil der Erbschaft an dich gehen (§ 1924 BGB).
Erst wenn dein Vater ausschlägt, kannst du einen Erbschein beantragen. Bedenke aber, das dafür auch Gerichtskosten anfallen.

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meine Tante hat seit ca. 7 Jahren die Vormundschaft oder so ähnlich für sie.

Hier muß man unterschieden zwischen einen gerichtlich eingesetzen Vormund bzw. Betreuer und von der Oma bei voller Geschäftsfähigkeit erteilten Vollmacht.

Ein gerichtlich eingesetzer Betreuer unterliegt der Rechenschafts- und Treuepflicht. Er muß den Gericht und den Erben Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben legen. Die Betreuung endet mit den Tod des Betreuten. Somit kann dann die Erbengemeinschaft nur noch gemeinsam handeln.

Eine Vollmacht kann auch über den Tod hinaus erteilt werden. Kann aber von den Erben widerrufen werden. Bei einer Vollmacht kann die Rechenschafts- und Treuepflicht im Einzelfall geringer ausfallen als bei einen bestellten Betreuer.

Es dürfte sinnvoll sein, die Bank über den Tod zu informieren und vorsorglich alle Vollmachten zu widerrufen.

Geht denn sowas automatisch oder muss man zum gericht? Meine tante will ja nichts offenlegen ausser dass es insgesamt 5 stellig ist. Sie ist der
festen überzeugung, dass alles ihr gehört.

Wenn sie vom Gericht bestellt wurde, muß sie Rechnung legen. §1840 Abs 2.

https://dejure.org/gesetze/BGB/1840.html

Die Rechnungen können von den Erben eingesehen werden. Die Schlussrechnung erfolgt gegenüber den Erben.

Die Erben könne sich von der Bank gegen ( erhebliche ) Gebühr die Kontoauszüge der lezten mindestens 10 Jahre anfordern.

Bei einen Vollmacht hängt es vom Einzelfall ab, in wieweit Rechnungen zu legen sind.






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