Streichung Urlaubsgeld wegen Krankheit

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4 Antworten

Freiwillige Leistungen darf der Arbeitgeber streichen. Sie soll rausgeekelt werden, damit der Arbeitsplatz nicht frei gehalten werden muß.

Zwei Dinge stechen mir ins Auge, zum ersten wenn Du krank bist bist Du krank und keiner hat Dir das vorzuwerfen, zum anderen und wir sind uns sicher einig, ist Schwangerschaft keine Krankheit, durchaus kann es aber halt zu gewissen Komplikationen kommen die zu Fehltagen führen, bis hin zu einer Risikoschwangerschaft bei der eben dann Schluss mit Arbeit für die Zeit ist.

Das Streichen des Urlaubsgeldes aus diesem Grund würde ich als Willkür ansehen und damit als nicht statthaft, zumal solche Leistungen ja in der Gesamtheit, also Urlaubs. und Weihnachtsgeld das Gesamtjahreseinkommen ausmachen und man zurecht mit dem Erhalt rechnet.

Stellt sich die Frage ob bei den Zahlungen in den Vorjahren immer der Vermerk "freiwillige Leistung" ausgewiesen war. Nach vier Jahren und wenn die anderen Kolleginnen und Kollegen diese Bezüge weiterhin bekommen, ist für mich aber Dein Anspruch gerechtfertigt.

Es gibt nur einen "Mitarbeiterbrief", der am Jahresende verteilt wird. Dort steht drin, dass es sich bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld um freiwillige Leistungen handelt. Das einzige was ich weiß, dass der Chef willkürlich die Höhe von Jahr zu Jahr und von Mitarbeiter zu Mitarbeiter variiert. Weiß z.B. von einer Kollegin, die nach vielen Wochen Krankheit wegen eines Bandscheibenvorfalls ebenfalls kein Weihnachtsgeld erhalten hat.

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@Quasimo

Kein Kommentar ;-) aber die genannte Mitarbeiterin hat ja nur noch eine begrenzte Anzahl Tage bis zum Mutterschutz...

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Wenn das vertraglich so vereinbart ist, darf er das...

Im Arbeitsvertrag werden weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld angesprochen. Es gibt nur einen "Mitarbeiterbrief", der am Jahresende verteilt wird. Dort steht drin, dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt.

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@mandypsilon

Und der Tarifvertrag?

Ohne vertragliche Vereinbarung hat man auch keinen Anspruch auf Urlaubsgeld, wie der Arbeitgeber schreibt ist das eine freiwillige Leistung...

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@Mephisto2343

Von einem Tarifvertrag ist mir leider nichts bekannt. Ich dachte nur es gäbe so eine Art "Gewohnheitsrecht" bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld

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@mandypsilon
Ich dachte nur es gäbe so eine Art "Gewohnheitsrecht" bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Das gibt es auch. Deswegen weisen die Arbeitgeber bei jeder Zahlung darauf hin, dass es eine freiwillige Leistung ist, denn so wird es nicht zum Gewohnheitsrecht...

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@Mephisto2343
Das gibt es auch. Deswegen weisen die Arbeitgeber bei jeder Zahlung darauf hin, dass es eine freiwillige Leistung ist

Dieser Hinweis "freiwillige Leistung" ist völlig belanglos!

Dieser Hinweis alleine verhindert nicht, dass nach mindestens dreimaliger Zahlung eine verbindliche betriebliche Übung entsteht, die den Arbeitgeber zur Zahlung dieser Leistungen auch weiterhin verpflichtet.

"Freiwillige Leistung" ist eine banale Selbstverständlichkeit, die der Arbeitgeber nicht gesondert betonen muss.

Er kann sich nutr dann gegen das Entstehen einer betrieblichen Übung absichern, wenn er bei jeder Zahlung betont, dass darauf keine rechtsanspruch entsteht under die Zusage einer solchen Zahlung jederzeit widerrufen kann!

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