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Tierschutz und Naturschutz sind oft und gerade beim Thema Katzen zwei vollkommen gegensätzliche Dinge, die nicht vereinbar sind.

Entweder hat man freilaufende Katzen oder man möchte die Natur und ihre Bewohner schützen. Beides zusammen geht nicht (es sind nicht nur Vögel, sondern auch andere Kleintiere wie Reptilien, die unter den Katzenpopulationen leiden).

Freilaufende Hauskatzen sind invasive Neozoon und müssten - wenn man sie wie andere invasive Arten behandeln würde - aus Naturschutzgründen massiv bejagt werden.

Katzen haben damit nichts zu tun. Laut Nabu ist der Vogelbestand in Städten Stabil. In Landwirtschaftlich genutzten Gebieten, da geht der Vogelbestand zurück, weil es dort kaum noch Insekten gibt, und Felder kaum noch brach liegen.

Laut dieser NABU Aussage wohl nicht.

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@StRiW

In dem gesamten Artikel steht EIN Satz zu Katzen, und die in dem Artikel aus der Frage ist nicht vom NABU.

Hier die Aussage auf die ich mich beziehe:

Aber man muss das Gesamtbild sehen: Nur im menschlichen Siedlungsbereich sind Katzen ein ernstzunehmender Faktor, der partiell zu einem Rückgang von Vogelpopulationen führen kann. Tatsächlich steigen die Vogelbestände dort aber eher an, während sie vor allem in der Agrarlandschaft, aber auch im Wald eher abnehmen. Diese Rückgänge den Katzen anlasten zu wollen, wäre daher viel zu einfach. Die größte Bedrohung für die Artenvielfalt ist und bleibt die fortschreitende Verschlechterung von Lebensräumen durch den Menschen.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html

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Vögel zählen nicht zur bevorzugten Beute von Katzen, sondern Nagetiere. Wenn sie Vögel erwischen, dann meistens die noch unvorsichtigen Jungvögel, oder wenn beispielsweise rund um einen Futterplatz genug Deckung vorhanden ist. Futterhäuschen und Silos sollten deshalb frei stehen mit mehreren Metern Platz zu den nächsten Hecken oder Gebüschen, in denen Katzen sich auf die Lauer legen könnten. "Meine" Gartenvögel haben ihr Futter an der Wäscheleine hängen. Die Nachbarkatzen haben kaum eine Chance, sich unbemerkt zu nähern.

Meine eigenen Katzen sind Wohnungskatzen und können entsprechend keine Vögel jagen. Hätte ich einen eigenen Garten zur Verfügung, würde ich ihn so sichern, dass die Katzen ihn nicht verlassen können. Der Trend geht inzwischen mehr zur Wohnungshaltung und gesichertem Freigang, weil die Außenwelt für Katzen gefährlicher wird und freilaufende Stubentiger immer häufiger immer kleinere Reviere miteinander teilen müssen, was auf Dauer für Stress sorgt. Dennoch ist die reine Wohnungshaltung von allen Haltungsformen die am wenigsten artgerechte, weil die Katze ihre Natur als Jäger nicht ausleben kann und das Revier sehr klein ist.

Eine Katzensteuer halte ich für Unsinn. Wie will man kontrollieren, wem welche Katze gehört? Im Endeffekt trifft es doch dann hauptsächlich die Halter, die ihre Katzen drinnen halten. Ich würde da eher auf Aufklärung setzen und zum kontrollierten Freigang (katzensicher eingezäunter Garten oder ein am Haus angeschlossenes Gehege) raten, wenn es umsetzbar ist. Das ist vor allem auch sicherer für die Katze.

Es sind die Ästlinge, die keine Chance haben und die zum spaß erlegt werden, weil sie flattern

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Von Katzensteuer habe ich da grad beim Überfliegen nichts gelesen. Ist aber auch irrelevant. Fakt ist ja, die Befragte sagt ja zunächst, dass Katzenbesitzer darauf achten sollen, ihre Katzen im Frühjahr nicht rauszulassen, da sie Jungvögel naturgemäß jagen. Und damit hat sie völlig recht. Insofern sind auch Katzen ein Mitgrund für das "Vögelschwinden". Sie deutet nicht daraufhin, dass dieser nur ein kleiner Mitgrund ist. Es gibt weitaus größere Probleme für Singvögel. Wie zum Beispiel das Insektensterben, begünstigt unter anderem durch den Klimawandel. Sowie fehlenden Lebensraum durch Bebauung zum Beispiel. Womit sie aber nun mal de facto recht hat: Eine Hauskatze (der Name sagt es ja schon) ist ein domestiziertes Haustier, das in unserer heimischen Natur nichts zu suchen hat und kein Teil unseres funktionierenden Ökosystems ist. Insofern zieht das Argument der Katzenbesitzer ("dass die Vögel fangen ist halt Natur") eben nicht. (Ich bin selbst Katzenbesitzer und kann nicht verstehen, dass einige Katzenbesitzer dieses Fakt bis heute nicht verstanden haben.)

Ja sind sie.

Überall dort wo Hauskatzen auftreten geht auch der Bestand an gewissen Tieren zurück. Eben auch Singvögel.

Niemand will eine Hauskatzensteuer, da diese noch schlechter durchzusetzen ist wie die Hundesteuer.

Man will aber durchaus den Freigang der Katzen einschränken oder gänzlich aufheben.

Nein Katzen sind nicht die allein Schuldigen aber man dagegen am einfachsten vorgehen.

Angepasste Gärten sind nur bedingt umsetzbar, da jeder Hauseigentümer machen kann was er will. Viele wollen auch einfach keine Insekten oder gar eine große Vogelschar auf dem eigenen Grundstück haben. Macht halt auch einfach Arbeit und bei den Insekten gibt es ja auch einige die man nicht haben will, aber auch wichtig.

In der Landwirtschaft macht man ja schon einiges, aber auch einiges falsch , so waren viele Blühstreifen der ersten Generation einfach falsch angelegt, falsche Blumen und Pflanzen helfen den hier vorkommenden Insekten wenig. Auch hat man sie oft entfernt wenn sie ausgeblüht waren, gilt im übrigen auch für die Städte. Sieht halt nicht schön aus und der Bürger will doch eine schöne Stadt.

In der Landwirtschaft ist aber am Ende auch ein Produkt was verkauft werden muss gefragt, so sind auch dort gewisse Zwänge gegeben.

Dieses ist bei der Hauskatzenhaltung aber nicht vorhanden. Die müssen und sollen auch nicht raus.

Gerade auf dem Land ist es eine erhebliches Problem, da immer mehr Menschen in die ländliche Fläche eindringen. So findet man in manchen Gegenden keine Flächen mehr die nicht regelmäßig von Katzen durchstreift werden. Man vergisst oft das Revierverhalten der Hauskatzen die sich so durchaus über 1 000 Meter ums Haus gut bewegen und einige auch deutlich weiter.

Überall dort wo Hauskatzen auftreten geht auch der Bestand an gewissen Tieren zurück. Eben auch Singvögel.

Laut Nabu ist die Vogelpopulation in Siedlungsgebieten stabil, während sie in Agrarbereichen ständig abnehmen...

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@Deamonia

Stabil niedrig.

Wo nicht ist kann auch nichts mehr vermindert werden.

In der Landwirtschaft geht einfach durch die neuen großen Einheiten vieles zurück, weil die kleinen Feldränder und Flurwege weggefallen sind seit der 50 Jahren.

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