Streaming Gesetz gilt nur für deutsche Streaming Anbieter?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist nach wie vor nicht verboten Filme lediglich anzuschauen, die illegal auf einer Seite eingestellt worden sind. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird völlig falsch aufgefasst.

Es ist im Übrigen auch juristisch kompletter Müll. Denn ob ich nun mit einem Pc oder einem Abspielgerät auf die Streamingseite gelange, ist rechtlich völlig irrelevant. Das bloße Anschauen von Filmen ist keine Urheberrechtsverletzung.

Ob der gestreamte Film zwischengespeichert wird oder nicht. Ohne Zwischenspeicherung kann kein Film abgespielt werden. Das ist technisch gar nicht möglich.

Strafbar machen sich die Betreiber von Seiten wie Kinox ( Beihilfe ) und vor allem die direkten Anbieter wie Streamcloud. Aber wer Filme nur anschaut ( nicht runterlädt ) macht sich keines Gesetzesbruchs schuldig.

Eine rechtliche Grauzone ist es nicht. Das ist Schwachsinn.

Vom EuGH wurde ein neues Gesetz einberufen das das blosse abspielen schon strafbar macht. Vor ein paar tagen gemacht worden

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Welche Anwaltskanzlei vertrittst du an die man sich bei Problemen mal wenden kann? 

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Wie interpretierst dann du das Urteil?

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@Falkenpost

So das man beim Abspielen eine Kopie des Werks erstellt, ob auch nur eine Teilzeit Kopie, einen Cache, sie ist kopiert worden und das gilt als Illegal

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@Falkenpost

Diesen Kölner Selbstdarsteller ( Solmecke ) kann man knicken.

Beim Streaming wird keine Kopie erstellt, sondern der Film wird kurz zwischengespeichert. Genauso wie bei einem YouTube Video.

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@JuraPrimus

Welche ist denn besser? Welche vertrittst du? Oder hast du gar eine eigene Kanzlei? 

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@JuraPrimus

Im ersten Punkt geben ich dir recht.

Beim zweiten Punkt allerdings nicht, da es bei der Begründung eben nicht mehr um die technische Untersscheidung "Download vs. temporärer Datei im Zwischenspeicher"  geht. Das ist Geschichte von gestern. Das ist eben das neue.

Selbstdarsteller hin oder her. Es geht um eine richtige Interpretation des Urteils und hier liegt Solmecke auf einer Linie mit allen bis dato Kommentaren von Zeitschriften, Zeitungen oder Anwälten.

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@Falkenpost

Filme anzuschauen die auf einer illegalen Seite angeboten werden, ist weiter völlig legal, mitunter nirgends ausdrücklich verboten.

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@JuraPrimus

Dies ist falsch!

"Beim Streaming aus illegalen Quellen wie im Fall des „Filmspelers“ greife auch keine Ausnahme vom Vervielfältigungsrecht für flüchtige Kopien, wie sie die EU-Urheberrechtsrichtlinie vorsieht. "

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Meiner Auffassung nach hat sich der Gerichtshof hier total lächerlich gemacht. Illegal wäre es angeblich nur, wenn man wusste das die Seite illegal ist. Was für ein Müll.

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18512037.html

Auch wenn man das weiß, ist das anschauen weiter nicht illegal.

Solange es in Deutschland kein entsprechendes Gesetz gibt, bleibt alles beim alten.

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@JuraPrimus

Welch ein Wandel in deinem Wissen. Na endlich! Ob er sich damit lächerlich gemacht hat, kann ich nicht beurteilen. Ich denke mal nicht. Folgegerichte werden dies sicherlich in enstprechenden Urteilen weiter ausbauen und konkretisieren.

Und ob das Angebot illegal ist... da machst höchstens du dich lächerlich wenn du so vor Gericht stehst und so tust, als wüßtest du dies nicht.

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@JuraPrimus
  1. Weil das von dir verlinkte vom 07.01.2014 stammt und damit in die Tonne gehört. (PS: Wir haben heute den 30.04.2017)
  2. Weil sich der Beitrag auf die Porno-Abmahnwelle von RedTube bezieht und diese einen komplett anderen Hintergrund hatte.
  3. RedTube zwar nette Frauen drauf hat, aber letztendlich keine illegale Quelle darstellt.
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@Falkenpost

Nochmal:  Solange es keine ständige Rechtsprechung von mindestens 2 verschiedenen Oberlandesgerichten oder ein Gesetz gibt, bleibt alles beim alten. Hast du das verstanden?

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@JuraPrimus

Urteile des EuGH dienen zunächst dazu, dem vorlegenden nationalen Gericht die Entscheidung im Ausgangssachverhalt zu ermöglichen. Grundsätzlich bindet die EuGH-Entscheidung durch die Auslegung des Rechts der Europäischen Union nur das anfragende Gericht, dessen Urteil wiederum theoretisch nur für den entschiedenen Einzelfall gilt. Somit gilt das Urteil primär für die beiden betroffenen Parteien in diesem einen expliziten Fall.

Die faktische Wirkung eines EuGH-Urteils ist jedoch ungleich größer, sie geht weit über den einzelnen Sachverhalt, der zur Vorlage geführt hat, hinaus. Da der EuGH für alle Mitgliedstaaten verbindlich das Recht der Europäischen Union auslegt, gilt die Norm des Recht der Europäischen Union, so wie sie durch die im Urteil verkündete Auslegung zu verstehen ist, für alle Mitgliedstaaten und − in der Regel − ex tunc, d. h. rückwirkend. Anders formuliert: Der EuGH stellt fest, wie eine Vorschrift des Recht der Europäischen Union immer schon und von allen hätte verstanden werden müssen. Aus diesem Grund sind ja auch die zahlenden Premiumnutzer im Visier, deren Daten den Betreibern vorliegen - auf für die vergangene Zeit.

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Seit dem neuen Gesetz bzw Urteil vom Europäischen Gerichtshof ist nun auch das bloße anschauen von Filmen aus illegalen Quellen (Kinox, Movie4k, Hdfilme, wie sie nicht alle heißen) eine Urheberrechtsverletzung und damit Mahnbar.

Ob du also nun Auf einer Amerikanischen Seite oder EU-inland Seite schaust ist egal.


Achso.. eins noch.. "Streaming" an sich ist nicht (unbedingt) illegal.
Netflix ist Streaming.. YouTube ist Streaming.. Twitch ist Streaming.. etc.

Nur das streamen (ansehen) von Urheberrechtlich geschützen Filmen ist illegal.

Wo hast du denn den Unsinn her? Der Gerichtshof hat lediglich festgestellt, dass das verwenden eines speziellen Abspielgerätes zum einwählen einer illegalen Streamingseite nicht legal ist.

Streaming an sich hat er nicht pauschal oder ausdrücklich verboten.

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@JuraPrimus

Richtig. Nicht pauschal! Allerdings sind Angebote aus eindeutig illegalen Angeboten verboten. Auch wenn es sich um ein Stream handelt:

"Beim Streaming aus illegalen Quellen wie im Fall des „Filmspelers“ greife auch keine Ausnahme vom Vervielfältigungsrecht für flüchtige Kopien, wie sie die EU-Urheberrechtsrichtlinie vorsieht. "

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@JuraPrimus



Wo hast du denn den Unsinn her?


Urteil samt Kommentaren dazu lesen, kapieren, und dann erst posten. Google sollte dabei helfen (beim Finden, nicht beim Denken^^)

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