Streamen ab jetzt verboten- Gilt das auch für nicht lizensierte?

7 Antworten

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Ich zitiere meine Antwort aus einer ähnlichen Frage:

Alle Animes sind urheberrechtlich geschützt. Ob eine Anime in Deutschland lizenziert worden ist oder nicht, spielt absolut keine Rolle. Dass eine Lizenz etwas an der Legalität ändert, ist eine hartnäckige Irrglaube in der deutschen Anime-Community. Selbst auf Gutefrage.net wirst du auf User stossen, die immer noch glauben, dass eine Lizenz etwas über die Legalität aussagt.

Das deutsche Urhberrecht schreibt Folgendes:

§ 44a UrhG

"Zulässig sind vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die

1. flüchtig oder begleitend sind, ...
2. ...
3. ...
4. die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben"


Der EuGH hat beim Urteil vor ein paar Tagen entschieden, dass Streaming aus rechtswidrigen Quellen eben "eine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung" haben. Der Richter begründet damit, dass die Absatzchancen von legalem Streaming oder sonstiger Auswertung ansonsten geschwächt werden.

Seit daher darf man nur noch Streamingdienste nutzen, die nicht offensichtlich illegal sind. Seiten, die nicht offensichtlich illegal sind, sind zum Beispiel

- YouTube
- Myvideo
- Clipfish
- Crunchyroll
- Akiba Pass
- Anime on Demand
- Filmconfect
- Viewster
- Daisuki.net
- Amazon Prime Instant Video
- Netflix
- Netzkino
- maxdome
- ProSieben Maxx
- viki.com

Wenn du aber dennoch auf illegalen Seiten Animes streamst, liegt die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, bei weniger als 1%. Dafür muss man zuerst gegen den Seitentreiber ermitteln und ihn dazu drängen, deine IP-Adresse herauszugeben, was als nahezu unmöglich erscheint, weil der Hoster praktisch im Untergrund lebt.

Wie teuer kann eigentlich eine Abmahnung sein? Die Anwaltskanzlei WBS schätzt eine Mahngebühr von 150 €.

Animes sind eine ganz andere Sache als "normale" Filme,da Japan (und China) kein Urheberrecht in unserem Sinne haben,weswegen die auch kopieren können,wie sie lustig sind.

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@Pennywize

Dein Kommentar hat weder Hand noch Fuss.

Spielt es eine Rolle, ob Animes normale Filme sind oder nicht? Nein.

§ 2 UrhG

"(1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

...

6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;

..."

Das japanische Urheberrechtsgesetzt betrifft uns nicht.

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Das Urteil bezieht sich auf jegliches unerlaubte Streaming. Lizenziert oder nicht, spielt keine Rolle.

Es gibt legale Streaminganbieter wie z.B. Crunchyroll, Viewster, Anime on Demand, usw. Die sind teilweise kostenpflichtig und haben auch nicht die große Auswahl, die "illegale" Animeseiten haben.

Es gibt jedoch auch Aussagen von Rechtsexperten, dass jetzt keine Abmahnwelle folgt bzw sich nicht wirklich viel ändern wird, da es ein Riesenaufwand wäre jeden einzelnen Nutzer von diesen Animeseiten abzumahnen...

Was sich aber auf jeden Fall ändert: Illegales Streaming ist keine Grauzone mehr, wie früher gerne argumentiert wurde, sondern eindeutig verboten.

"Vor ein paar Tagen ist ein Gesetz erschienen, dass Streamen ganz verbieten soll."

Meine Herren, die Aussagen werden ja immer kruder hier ! Ihr versteht scheinbar einfachste Worte nicht, aber seid wahlberechtigt.

Es gibt kein GESETZ, es gibt ein neues Urteil. Das ist auch nicht ERSCHIENEN, es wurde vor einem Gericht gesprochen, in dem Falle vor dem EuGH. Streamen wird nicht verboten. Es wird nur bestätigt, dass das Streamen von illegalen Inhalten strafbar ist. Lizenzierte Inhalte sind nicht illegal.

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