Stark autistische Züge haben, aber kein Autist sein. Wer kennt dies noch?

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4 Antworten

Das nennt man auch Normalität.

Jeder Mensch hat ein paar Züge aus dem Autismus-Diagnosekatalog. Solange sie einzeln auftreten oder nicht behindernd stark sind, ist das völlig normal.

Erst wenn jemand eine Mindestmenge dieser Züge gleichzeitig hat und diese so stark ausgeprägt sind, dass sie ihn im Alltag behindern, nennt man das Autismus.

welche eigenschaften denn genau? die symptome von (asperger) autismus überschneiden sich ja mit anderen sachen. es kann also sein, dass nicht autismus die ursache ist, sondern eine andere "störung". man müsste also wissen, um welche symptome es geht.

Regulus123 24.08.2015, 08:34

Vermutlich geht es Richtung Hochsensibilität. Also Gesichtserkennung und das Erkennen von Gefühlen sowie den Absichten und Motiven Anderer als auch bei einem selbst ist deutlich ausgeprägt. Hinzu kommt eine stark ausgeprägte Detailwahrnehmung, sozusagen Adleraugen. Im Kontakt den Menschen im Gespräch nicht in die Augen sehen können, wenn man selbst spricht, ansonsten aber schon. Es fließt dabei einfach zuviel Information. Wert auf Ehrlichkeit legen. Starke Tendenz zu Rückzug, aber im Grunde darunter leiden, dass man keine zufriedenstellende Kontakte findet. Misstrauen in Kontakten, da man die Unehrlichkeit erkennt.

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halbsowichtig 24.08.2015, 11:24
@Regulus123

Dazu fallen mir zwei Dinge ein:

  1. Normale Introvertiertheit plus Hochsensibilität. Mit genug Ruhe und der richtigen Subkultur findest du irgendwann auch Kontakte. Der grell-laute Mainstream passt nur nicht zu dir.
  2. So wie du es beschreibst, äußert sich häufig Asperger bei Mädchen. Weil die Empathie voll bis überstark ausgeprägt ist, werden sie im Standard-Diagnoseverfahren oft übergangen. Insofern würde ich Asperger bei dir nicht unbedingt ausschließen.
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issle 25.08.2015, 01:45
@halbsowichtig

würde mich dem anschließen, wobei ich sponatn auch eher zu ersterem tendieren würde, als zu letzterem, den für asperger sind das gefühlsmäßig zu wenig anzeichen.

hochsensibilität und allein schon introvertiertheit erklärt hier einiges. so ist es durchaus typisch, dass introvertierte sich von sich aus zurück ziehen, aber unter dieser isolation leiden. wobei ich teilweise vemute, dass es etwas mit unseren gesellschaftsidealen zu tun hat, denn unsere gesellschaft suggeriert uns, dass es erstrebenswert sei möglichst viele freunde zu haben und so denken introvertierte, dass ihnen etwas fehlt. ich weiß nicht, wie alt du bist, regulus, aber ich vermute mal noch in den teenager-jahren? meine erfahrung ist, dass man, wenn man das gröbste der pubertät hinter sich hat, besser in der lage ist zu unterscheiden, was für die dinge die gesellschaft einem quasi als "gut" aufzwingen will und was den eigenen bedürfnissen entspricht. und dann ist man auch zufrieden, wenn man nur 5 freunde hat, denn diese anzahl reicht einem vollkommen aus. außerdem sind diese freundschaften oft tiefer als die vielen oberflächlichen "facebook"-freundschaften.
auch deine detailwahrnehmung ließe sich durch introvrtiertheit erklären (evtl. sogar ganz ohne hochsensibilität), denn introvertierte gelten als gute beobachter. sie sind nicht ständig damit beschäftigt im mittelpunkt zu stehen und dinge von sich preis zu geben und haben entsprechend mehr zeit, um ihre umgebung unter die lupe zu nehmen.
selbst der aspekt mit der ehrlichkeit wäre abgedeckt, denn introvertierte sind einfach schlechte schauspieler. es entspricht nicht ihrem naturell und so sind sie (zwangläufig) der ehrlichkeit zugeneigt.
dass, du leuten während eines gesprächs nicht in die augen sehen kannst, begründest du ja selbst: zu viele informationen. du versuchst dich einfach zu konzentrieren auf das, was du als nächstes sagst. und da würde dir deine ausgeprägte visuelle aufnahmefähigkeit einfach eine reizüberflutung bescheren. diese suchst du zu vermeiden. aber ob das jetzt autismus-spezifisch ist? klingt doch eher nach dopamin-überflutung, wie sie bei introvertierten typisch ist (https://www.sein.de/10-mythen-ueber-introvertierte-menschen/).

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Ich kenne solche autistische Züge wie Unflexibilität und Repetitivität. Mit diese bist du nicht Autist, aber ähnelst daran.

wenn man sich nicht getestet hat.Aber das kann nur ein Psychologe der auf Autismus spezi. ist dir sagen ob du welche hast oder nicht

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