Hilft die Strahlentherapie [Röntgenreizbestrahlung] bei Fersensporn?

5 Antworten

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Ja, eine sog. Reizbestrahlung (auch als "Entzündungsbestrahlung" oder -älter- als Röntgentiefentherapie bekannt) ist eine sehr wirksame Therapiemethode (u.a.) beim schmerzhaften Fersensporn.

Dabei geht es nicht darum, den evtl. vorhandenen Fersensporn zu beseitigen, da dieser fast nie das Problem ist (sehr viele Menschen haben Fersensporne, ohne jemals damit Beschwerden zu haben), sondern die Behandlung richtet sich gegen die lokale Entzündung der dort ansetzenden Sehne ("Plantaraponeurose", falls die Schmerzen unten sind, Achillessehne, wenn die Schmerzen hinten an der Ferse sind).

Und WENN die Indikation stimmt (also ein Strahlentherapeut nach Sichtung der Röntgenbilder UND kurzer Untersuchung / Anamnese die Bestrahlung für sinnvoll hält), dann ist die Erfolgsquote deutlich über 80%(!!)

(Erfolg definiert als: keine- oder keine behandlungsbedürftigen Beschwerden mehr am bestrahlten Fuß, auch nach 6 und 12 Monaten)

Prinzipiell soll selbstverständlich eine Strahlenbelastung so gering wie vernünftig möglich (ALARA-Prinzip) gehalten werden.

Dennoch sollte / muss immer abgewogen werden, welche Therapiealternativen es gibt - und welche Folgen diese haben (können), bzw. was bei deren Versagen getan werden kann.

(z.b. was tun, wenn - wie so oft - die Stoßwellen eben keinen Effekt haben (außer den Geldbeutel zu erleichtern)); antientzündliche Medikamente z.B. können - insbesondere längerfristig eingenommen, zahlreiche Beschwerden bis hin zum Nierenschaden verursachen.

Da die Strahlendosis bei dieser Therapie vergleichsweise sehr gering ist, und insbesondere die Belastung der (hier) Hoden wirklich sehr gering ist,
solltest du dich erneut von einem Strahlentherapeuten beraten lassen. Das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen ist hierbei extrem gering.

Ich betreue seit ca. 25 Jahren (nicht nur) solche Patienten, und sowohl in der Literatur, als auch in der eigenen und kollegialen Erfahrung konnte -bei richtiger Indikationsstellung und Behandlung, nie(!) eine gravierende Nebenwirkung nachgewiesen werden, das (zusätzliche) strahlenbedingte Tumorrisiko bewegt sich in der Größenordnung der Strahlenbelastung von einigen längeren Reisen in einem Verkehrsflugzeug.

Hallo Beamer,

Zunächst einmal möchte ich mich recht herzlich für deine Antwort bedanken !

Ich hatte an meinem linken fers ebenfalls einen Sporn, welches mit einer Röntgenreizbestrahlung behandelt wurde - mit Erfolg ! Nun habe ich auch am rechten Fers einen Sporn der unheimlich schmerzt. Ich wollte es zunächst einmal mit einer Stoßwellentherapie versuchen ( hatte 2 Sitzungen ) doch ohne Erfolg - wie du es bereits erwähnt hast dient nur der Bereicherung der Krankenkassen !!!! Dann hat mir mein Orthopäde wieder die Strahlentherapie geraten. Der die Strahlung betreuende Arzt meinte auch das dies die sinnvollste Methode wäre ..

Wie bereits beschrieben bin ich 22 Jahre alt und dies wäre dann meine 2. Strahlen Therapie am Fers. Habe halt höllisch Angst da ich ja noch Kinder möchte :D  doch anderseits ist ja die zu bestrahlen Stelle am Fers und ziemlich " weit " von den Hoden entfernt ( bekommt ja während der Bestrahlung Schutz für die Hoden ). Habe halt Angst das sich die stahlen im Körper verteilen und und und ....

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@9733emre

Habe halt Angst das sich die stahlen im Körper verteilen

Das tun sie nicht, und in einer typischen Strahlentherapie-Einrichtung erhalten die Patienten im Falle einer Bestrahlung wg. Fersensporn noch nicht mal einen Hodenschutz.Warum?Weil er nicht benötigt wird (es kommt praktisch kein messbare Dosis am Hoden an) Die Strahlenbelastund deiner Hoden resultiert im Wesentlichen aus der natürlichen Strahlung, eine Bestrahlung mit der in Rede stehenden geringen Dosis an einem so weit entfernten Ort (hier eben der Fuß) spielt hingegen praktisch keine Rolle.

Anders ist das, wenn z.b. (aus anderen Gründen) die Leiste bestrahlt werden muss.

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Also da musst du dir keine Gedanken drüber machen. Es ist wie der Arzt sagt. Die Strahlung ist gebündelt und ausschließlich auf den Fuß fokussiert. Dein restlicher Körper bleibt absolut unberührt, zumal Strahlung nicht wie ein Stoff durch den Körper transportiert werden kann.

Zunächst einmal möchte ich mich für deine Antwort bedanken !

Hast du diesbezüglich Quellen oder selber Erfahrung damit gemacht ? Die Damen an der Rezeption beim Radiologen haben während dem prüfen meiner Unterlagen :" was so jung " gemeint.  Hat mich abgeschreckt ^^ wie gesagt bin erst 22

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@9733emre

Eigne Erfahrung ist das zwar nicht, aber zum Einen üben diverse Verwandte medizinische Tätigkeiten, darunter auch im radiologischen Bereich, aus. Zum Anderen bin ich persönlich als Naturwissenschaftler beschäftigt und habe Grundkenntnisse im Teilgebiet Strahlenphysik - und ich kann dir getrost sagen; Strahlung (vorzugsweise Teilchenstrahlung wie Neutronenstrahlung) lässt sich wirklich gezielt einsetzen, dein restlicher Körper -ja auch dein Samen- bleibt mit Garantie verschont. Also, keine Angst ;)

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@9733emre

Es gibt aus strahlenhygienischen Überlegungen die allgemeine Empfehlung, (zusätzliche) Strahlenbelastungen um so mehr zu vermeiden, je jünger ein Mensch ist. Dies resultiert daraus, dass ein Mensch, der z.b. 95 Jahre alt ist, ein sehr geringes Risiko hat, z.B. eine Tumorinduktion, die 20 Jahre nach Strahlenbelastung zum tragen kommen könnte, auch wirklich zu erleben.

Bei einem 20-jährigen ist das anders.

Dennoch ist das tatsächliche Risiko - wie beschrieben - sehr gering und muss natürlich immer auch gegenüber dem Risiko anderer (oder auch keiner) Behandlung abgewogen werden.

Daher wird man insbesondere bei jungen Menschen zunächst mal andere Behandlungsmethoden anwenden, bei deren Versagen sollte man dann aber durchaus die Möglichkeit einer Reizbestrahlung prüfen.

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Vielen Dank ! Ich hoffe du verstehst meine Sorge .. :)

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Hallo,

habe gerade Deinen Beitrag gefunden, da ich ähnliche Probleme und "Leidensweg" habe ...

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Danke für eine Antwort!


...wo muss ich denn die Bestahlung machen lassen? Macht das auch ein Hausarzt?


Nein, der Hausarzt kann allerdings die Überweisung zum entsprechenden Facharzt - dem Strahlentherapeuten ausfüllen.

Bestrahlungen führen primär eben Strahlentherapeuten oder - mittlerweile seltener - Radiologen durch, die entsprechenden Geräte hat kein Hausarzt zur Verfügung.

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