Strafverfahren während Bewährung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, ein Bewährungswiderruf ist nicht möglich.

Aber da die Tat vor dem Prozess lag, wäre es (wenn es überhaupt eine Verurteilung geben sollte) Gesamtstrafenfähig.

Also für den Fall einer Verurteilung würde für die Tat eine Strafe gefunden und dann mit den 6 Monaten, die Du schon hast, eine Gesamtstrafe gebildet. Aber Du hast dabei den gleichen Status wie vor der anderen Verurteilung, also nciht vorbestraft. Somit wäre eine Gesamtstrafe mit Bewährung sehr wahrscheinlich.

Um es anschaulich zu machen. Angenommen es gibt eine Verurteilung (scheint ja unklar zu sein), und Du würdest zu 1 Jahr verurteilt, so würde aus der Strafe udn den 6 Moanten eine Gesamtstrafe gebildet. Die müsste dann mehr als das eine Jahr sein. Vermutlich 13-15 Monate. Würde aber mit 99 % Sicherheit wieder zur Bewährung ausgesetzt.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)

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Aber Du hast dabei den gleichen Status wie vor der anderen Verurteilung, also nciht vorbestraft

DAS ist falsch, der Rest allerdings korrekt. 6 Monate Freiheitsstrafe - ob nun mit oder ohne Bewährung - geben einen fetten Eintrag im Führungszeugnis und gelten damit landläufig als Vorstrafe. Und dass die 6 Monate nicht berücksichtigt werden können, ist so auch nicht richtig. Denn DA muss man allerdings eine Gesamtschau anstellen und darf Taten, die nach der abzuurteilenden Tat und vor dem Urteil liegen, nicht außer acht lassen,

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@skyfly71

Natürlich stehen die im Strafregister, aber für die Urteilsfindung bei einem gesamtstrafenfähigen Urteil werden die eben nicht als Rückfalltäter gezählt.

Wenn nämlich beide Taten, was ja zeitlich möglich gewesen wäre, in einer Verhandlung abgeurteilt worden wären, so wäre die Verurteilung einer Person ohne Vorstrafe erfolgt. Daher ist hier die Gesamtstrafe wie bei einem nicht vorbestraften zu bilden (natürlich nur wenn nicht eine alte Verurteilung, von der ncihts im Sachverhalt steht, vorliegt). §§ 53 ff StGB

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Bevor Du hier noch mehr Antworten von unglaublich qualifizierten Menschen bekommst...

Nein, die Bewährung kann natürlich NICHT widerrufen werden. Das geht nur wegen Straftaten innerhalb der Bewährungszeit. Denn Deine Auflage ist ja, IN der Bewährungszeit keine neuen Straftaten zu begehen.. Entsprechend haben Taten, die davon begangen wurden, keinen Einfluss auf die Bewährung.

ABER: Auch bei der anstehenden Verhandlung ist erneut zu prüfen, ob eine Strafaussetzung zur Bewährung in Betracht kommt. Und wenn es keine positive Prognose gibt, dann gibt's auch keine Bewährung. Dann wird die andere Sache zwar nicht widerrufen, in den Knast geht's dann aber trotzdem. Aber Du scheinst ja eine positive Prognose zu haben.

Das ist möglich, wenn er dich verurteilt.

Wie lange ist man der Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers unterstellt?

Ich habe folgende Frage:

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  1. Die Strafaussetzung erfolgt mit einer Bewährungszeit von 3 Jahren unter der Auflage, dass der Angeklagte eine Geldbuße von X Euro an den Verein Y zahlt.

  2. Der Angeklagte wird der Aufsicht und Leitung eines hauptamtlichen Bewährungshelfers seines Wohnsitzes unterstellt.

Im Januar 2011 erhielt ich ein Schreiben vom zuständigen Gericht, dass besagtes Urteil seit dem 22.1.2010 rechtskräftig sei und ich Kontakt zum Bewährungshelfer aufnehmen solle. Die Kontaktaufnahme erfolgte dann allerdings seitens des Bewährungshelfers.

Meine Frage lautet nun: Gehe ich recht in der Annahme, dass meine Bewährungszeit am 21.1.2013 abläuft?

Oder noch wichtiger: Endet am diesem Tag auch die Unterstellung zum Bewährungshelfer? Beziehungsweise anders gefragt: Muss ich nach dem 21.1.2013 noch bei meinem Bewährungshelfer erscheinen?

Erwähnen möchte ich noch, dass alle Auflagen, insbesondere die Zahlung der Geldbuße, vollends erfüllt wurden.

Ich danke für Eure/Ihre Antworten!

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