Strafmaßnahmen für einen Mini-Job?

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4 Antworten

Du musst das melden. Tust Du es nicht, kannst Du eine Anzeige wegen Erschleichung von Sozialleistungen bekommen.

Das Geld wird auch angerechnet. Bis 100 Euro sind frei, danach wird es prozentual angerechnet.

Du hast jede Änderung mitzuteilen,die deine wirtschaftliche oder finanzielle Situation betrifft,machst du das nicht,obwohl dir bekannt ist das es zu melden ist,dann geht man von Vorsatz aus und dann gibt es auf jeden Fall eine Anzeige !

Dann muss geklärt werden ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat handelt,bei einer Ordnungswidrigkeit kann ein Bußgeld bis zu 5000 € verhängt werden.

Bei 450 € stehen dir zunächst 100 € Grundfreibetrag zu,von den 350 € Überschuss stehen dir 20 % Freibetrag zu,also 70 € dazu,von ( 100 € - 1000 € Brutto ) 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Es blieben dir dann 170 € ohne Anrechnung,die 280 € anrechenbares Einkommen würden dann zunächst von deinen 404 € Regelsatz abgezogen.

Du würdest dann nur noch 124 € für deinen Regelsatz bekommen,dazu deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und dazu dann deine 450 € Einkommen,macht zusammen 170 € mehr als ohne Beschäftigung.

Ich habe gerade entschieden, keinen Job zu bekommen.

Warum muss ich arbeiten, wenn ich kein Geld bekommen werde !!

Ich bin enttäuscht, dass man nur 20 % Grundfreibetrag bekommen kann.

Ohne Arbeit bekomme ich 404 €, und wenn ich mehr als 50 Stunden Arbeiten will, bekomme ich weniger als 600 € !!!!!!

Ich sehe den Punkt der Arbeit nicht mehr. Vielleicht es ist besser eine Vollzeit Stelle zu bekommen, dann wird die Arbeit wertig, aber jetzt sie ist überhaupt nicht.

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@gengar55

Mit der Einstellung wirst du sehr wahrscheinlich deine Leistungen nicht mehr lange ohne Sanktionen bekommen !

Du bist verpflichtet deine Bedürftigkeit zu verringern oder noch besser ganz zu beenden,soweit es dir möglich ist,du musst dann schon einen wichtigen Grund vorbringen können wenn du z.B. ein Stellenangebot vom Jobcenter ablehnst.

Wenn du deiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommst und dazu zählt auch das du Eigenbemühungen ( Bewerbungen / Absagen ) vorweist ( min. die die in der EGV - vereinbart worden ) ,dann gibt es Sanktionen.

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Du hast dafür unterschrieben, dass du JEDE Veränderung unaufgefordert anzugeben hast.

Wenn du einen Nebenjob verschweigst, ist das bereits Leistungsbetrug. Du müsstest dann die erhaltene Leistung zurück zahlen und bekämst zusätzlich ein Strafverfahren.

Wenn der Arbeitgeber diesen Job an die Minijobzentrale meldet, kommt das sowieso sofort heraus, weil die Arbeitsagentur darüber informiert wird.

Wie viel kann das Strafverfahren sein ?

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@gengar55

Eine Strafe wird immer in Tagessätzen ausgesprochen.

kannst du nicht zahlen, kannst du auch die gleiche Anzahl Tag in den Knast

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@DerHans

Kann man diese Strafe in Raten zahlen ? Als 20 € pro Monat ?

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@gengar55

Das kannst du dann mit dem Staatsanwalt abklären.

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@DerHans

Die letzte Frage, ich bekomme monatlich 404 € vom Jobcenter.
Wann ich einen Mini-Job bekommen, der lohnt 450 €. Wie viel Geld muss ich dem Jobcenter bezahlen ? Also, wie viel bekomme ich vom 854 € ?

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@gengar55

Bei einem ordnungsgemäß angemeldeten 450 € Minijob hast du effektiv 170 € mehr in der Tasche.

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@gengar55

@ gengar

Kann man diese Strafe in Raten zahlen ? Als 20 € pro Monat ?

Das wäre wohl der Wunschtraum aller, die etwas ans JC zurückzuzahlen haben.

Die übliche Rate liegt bei monatlich 10% der Regelleistung, also 40,40 €.

Dazu kannst du - wenn du Glück hast und es keine Strafanzeige gibt - mit einer Sanktion rechnen.

Mildeste Stufe: 30% der Regelleistung für drei Monate. Die Rückzahlung ist damit nicht aufgehoben!

Also, wenn du Pech hast, drei Monate lang 120 € weniger (Sanktion) und 40 € weniger (Rückzahlung).

Wenn du meinst, davon (245€) kann man nicht leben - doch! Immerhin hat das Jobcenter auch die Möglichkeit einer 60%-gen Sperre, da gibts 3 Monate lang 240 € weniger.

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Klar musst Du den angeben. Sonst bekommst Du Schwierigkeiten wegen der Erschleichung von Leistungen. 

Der Verdienst wird angerechnet.  Am Ende wirst Du trotzdem mehr Geld in der Tasche haben, als jetzt. 

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