Straffreie Fälle der Nachstellung - ist das möglich?

3 Antworten

Ja, natürlich kann man dann hoffen, straffrei zu bleiben. Es muß eben tatsächlich zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung kommen. Das ist ja noch mehr als ÜBERHAUPT eine Beeinträchtigung. Wenn die nicht nachweisbar ist, dann ists auch keine Straftat.

Der Vollständigkeit halber: Ist vom Stalker die schwerwiegende Beeinträchtigung gewollt, wäre es trotzdem strafbar. Es würde sich dann hier um eine versuchte Tat, ggf. auch um einen "untauglichen Versuch" handeln. Das wäre strafbar, auch wenn die Strafe natürlich entsprechend zu mildern wäre.

Es gibt die erfolglosen,ungeeigneten Versuche (bei Straftaten). Die sind straflos. Beispiel: versuchtes Tötungsdelikt durch Totwünschen (oder totbeten). Oder unerlaubte Abtreibung: wenn sich Oma Günter als Selbststellerin auf der Polizeiwache meldet und sich einer illegalen Abtreibung besichtigt und jetzt richtig mal verhört werden will. Dabei hat sie sich aber schlecht belesen, und man erklärt ihr, dass dazu das Lösen eines Paddelbotes nicht ausreicht, auch wenn es 10 m abgetrieben ist (Abtreibung).

Genau so ist das beim Stalking. Wenn Du Deinen Nachbarn (Rocker, komplett schwarz tätowiert, Einlasser in der härtesten Szenekneipe) ganz toll findest und ihm als Mann immer Liebesbriefe schreibst, ist das erst Stalking, wenn ihm das auf den Keks geht. Das merkst Du in diesem Fall, wenn morgens Deine Zahnbürste ins Leere greift und Deine Augenfarbe von braun auf rot blau gewechselt ist. Dein Nachbar müsste sich belästigt fühlen!

Also, Du musst jemanden auf den Keks gehen. Anders sieht das bei gesellschaftlich besonders geschützten Bereichen aus. Wenn Du ständig eine Schülerin beobachtest, blöd vor der Schule stehst, und so den Schulbetrieb störst und das Sicherheitsgefühl tangierst, bekommst Du (Ausnahmen bestätigen die Regel) von Amts wegen eine Anzeige.

Selbst "auf den Keks gehen" reicht nicth aus. Es muß eine schwerwiegende Beeinträchtigung sein.

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...eine "straffreie Nachstellung" wäre ein schwarzer Schimmel. Entweder man erfüllt den Tatbestand des § 238 StGB widerrechtlich und schuldhaft, dann wird man bestraft oder nicht, dann nicht. Dabei könnte die Widerrechtlichkeit der Handlung(en) z.B. durch die Einwilligung des Adressaten o. durch einen staatlichen Auftrag (z.B. Polizei oder Gerichtsvollzieher) aufgehoben werden und damit die Strafbarkeit entfallen. Auch kann die Schuld entfallen, wenn man z.B. gezwungen ist ständig Kontakt zu einem Menschen zu haben (Lehrer, Linienbusfahrer...). ..

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  2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,
  3. unter missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem Kontakt aufzunehmen,
  4. ihn mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht oder
  5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahe stehende Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, eines Angehörigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahe stehenden Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(4) In den Fällen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Das Ideale wäre den Punkt abzustreiten: "und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt," oder?

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