Strafe für Steuerbetrug für Steuerberater?

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6 Antworten

Der Steuerberater hebt nicht die Steuern für den Mandanten vom Konto des Finanzamtes ab, er bekommt sie auch nicht vom Finanzamt erstattet. Der Steuerberater hat keine Möglichkeit, die Steuern dem Mandanten vorzuenthalten. Den von dir geschilderten Fall gibt es gar nicht. 

Außerdem bekommt der Mandant doch immer seinen Bescheid, da sieht er doch, was er zu bekommen hat.

Ich kann jetzt nicht ganz nachvollziehen, wie das funktionieren soll. Der Steuererater ist ja nur der Berater, der einem eben bei der Steuer hilft. Dafür bekommt er ein Honorar.

Er kann den Mandanten schlecht beraten, bzw. Fristen versäumen, dafür ist er ggf. haftbar. Steuerbetrug wäre das aber nicht. Aber was ist abgehobene Steuer, wo soll die denn hinfliegen, wenn die abhebt. Übertrieben hohe Steuer?

Dafür wäre dann ja das Finanzamt verantwortlich. Denn dieses berechnet ja die Steuer und fordert sie ein oder zahlt überzahlte Steuer aus an den Steuerpflichtigen, da hat der Steuerberater ja nichts am Hut.

Zudem erhält der Steuerpflichtige ja auch einen Bescheid, wo alles genau aufgeführt ist.

Ich verstehe die Frage gar nicht.

Was sind "abgehobene Steuern"? Meinst du "erhobene Steuern", also Steuern, die an das Finanzamt bezahlt werden müssen?

Ein Steuerberater behält keine Steuern ein. Er ist nicht befugt, für das Finanzamt Steuern einzukassieren, oder habe ich das falsch verstanden? Steuerberater haben im Normalfall gar keinen Zugang zum Geld des Mandanten. Der Mandant überweist die fälligen Steuern direkt an das Finanzamt.

Der Steuerberater haftet nicht für seinen Mandanten. Wenn der Mandant die Steuern nicht bezahlt, wird der Steuerberater deshalb nicht bestraft.

Das ist Unterschlagung oder Untreue

die Zumessung der Geldstrafe ist eine Einzelfallentscheidung bei derverschiedene Faktoren zu Grunde zu legen sind

z.B. höhe des Betrags, Vorstrafen, Einlasung des Beschuldigten, Schadenswiedergutmachung

es könnte auch ein Strafbefehl erlassen werden ... kommt eben drauf an ...

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 266 Untreue


(1) Wer die ihm
durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte
Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu
verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen
Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende
Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch
dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft
.(2) § 243 Abs. 2 und die §§ 247, 248a und 263 Abs. 3 gelten entsprechend.

Danke und was wäre eine geschätzte Geldstrafe ?

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@LordPeter7

kommt drauf ....

Höhe des Betrags, Vorstrafen, Einlassung des Beschuldigten ....

also eine Einzelfallentscheidung ....

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Das kann man nur per Orakel beantworten, es kommt auf die genauen Umstände der Tat an.

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