Strafe für Hausfriedensbruch & Sachbeschädigung

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3 Antworten

Hi,

Hier ist Jugendstrafrecht maßgeblich.

Jugendstrafrecht ist milder als das „normale“ Erwachsenenstrafrecht. Im Jugendstrafrecht gibt es zwar keine Geldstrafe, aber als Auflage kann bestimmt werden, dass ein Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen ist.
Wegen des Erziehungsgedankens gibt es Rechtsfolgen wie Weisungen, Anordnung einer Hilfe zur Erziehung, Verwarnung, Erteilung von Auflagen und Arrest, aber auch als schärfstes Mittel die Jugendstrafe als Freiheitsentzug.
"Kinder" sind Personen unter 14 Jahren, "Jugendliche" solche zwischen 14 und 18, "Heranwachsende" solche zwischen 18 und 21 Jahren.
Kinder sind grundsätzlich strafunmündig, d.h. sie können nicht nach den Bestimmungen des Jugendgerichtsgesetzes oder Strafgesetzbuches bestraft werden, allerdings können Erziehungsmassnahmen durch das Jugendamt festgelegt werden (z.B. Soziale Gruppenarbeit, Familienhelfer).
Heranwachsende werden noch nach dem milderen JGG bestraft, wenn ihre Persönlichkeit der eines Jugendlichen gleichsteht oder es sich um eine jugendtypische Verfehlung handelt, § 105 JGG. Das ist aber fallabhängig und keinesfalls so, dass jeder Heranwachsende wegen seines bloßen Alters noch darauf hoffen kann, nach dem milderen JGG bestraft zu werden.
Ab dem 21. Lebensjahr ist endgültig die Anwendung des Jugendstrafrechts nicht mehr möglich.

Quelle:

http://www.gangway.de/gangway.asp?cat1id=6&cat2id=43&cat3id=&DocID=85&client=gangway

Ein Hausfriedensbruch,liegt meiner Meinung nach nicht vor,dieser Tatbestand,wäre erst erfüllt,wenn der Eigentümer den Tätern gegenüber vor der Tat,bekundet hätte,das der Zutritt zum Haus für sie (die Täter)nicht erlaubt sei!.

Unter Einbeziehung der vorausgegangen Verurteilungen,könnte es diesesmal ins Auge gehen(obwohl es sich hierbei um ein anderes Delikt handelt(Grober Unfug und Sachbeschädigung)...als die bereits verurteilten....liegt es im Ermessen des Richters,ob er eine "kriminelle Energie" bei der Urteilsfindung berücksichtigt.

Mit Viel Glück gibt es Sozialstunden(so etwa 30-50,(neben einer Wiedergutmachung dem Geschädigten gegenüber)..oder Freizeitarrest,4 Wochenenden....das sind nur mögliche Beispiele....kommt immer darauf an,wie der Richter es sieht,wie das Umfeld der Täter zu berücksichtigen ist,(Eltern?)...ev.sogar Erziehungsmaßnahme über ev.4 Wochen in einer dementsprechenden Einrichtung....

Zu berücksichtigen ist hier auch noch,das es sich,Du schreibst:

Zitat:sie und ihre FreundeZitat Ende

um eine,im juristischen Sinne , Bande handelt,(3 und mehr Täter)..was bedeutet,das die gemeinschaftlich begangene Tat,einen "Anführer/Rädelführer hat,der mit einer höheren Strafe,als seine Mittäter zu rechnen hat.

In einem solchen Fall wäre es durchaus angebracht,sich untereinander zu einigen,dass es keinen Anführer gab, und die Tat spontan aus z.B.Langeweile erfolgte....(ebenso..muss ein rasisstischer Huntergrund (zwingend von den Tätern) ausgeschlossen werden!! (sonst wird es ganz haarig!!)..(Asylantenheim)

Eine Geldstrafe wird wohl nicht in Betracht kommen...gab es bei den früheren Verurteilungen,Bewährungsauflagen,werden diese warscheinlich wiederufen...

mfg.

Erstmal vielen Dank für deine ausgiebige Antwort.

Zu der 'Frage' über ihre Eltern, sie lebt bei ihrer allein erziehenden Mutter, könnte sich das in etwa auch auf das Urteil auswirken?

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@SammyKnz

Hier wird bei einer Verhandlung immer die Jugendgerichtshilfe gefragt...und die wird es berücksichtigen...(das Häusliche Umfeld)

mfg.

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Es ist auf sie Jugendstrafrecht anzuwenden. Es kommen also Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel oder Jugendstrafe in Betracht. Das Herbeiführen einer Überschwemmung ist ein "Verbrechen" http://dejure.org/gesetze/StGB/313.html und ist in Abgrenzung zu einem "Vergehen" schon eine Straftat der härteren Art. Ihr steht deshalb in jedem Fall ein Pflichtverteidiger zu, den sie sich lieber heute als morgen suchen sollte.

Als Strafe zu erwarten ist hier ein Dauerarrest von 1 - 4 Wochen oder auch schon eine Bewährungsstrafe. Da gehts dann bei 6 Monaten los, die aber nicht verbüßt werden müssen, wenn jetzt nix neues mehr nachkommt.

Hi skyfly71

ich denke nicht,das das "unter Wasser setzten"eines Kellers,mit dem "§ 313 Herbeiführen einer Überschwemmung" geandet werden kann....hier ist doch wohl eher eine Tat mit anderen Ausmaßen gemeint.

(Bedrohung von Leben)

mfg.

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@klausyv8

Wenn die Bausubstanz dadurch gefährdet wird, dann in jedem Fall^^ Mehr sagt mein Kommentar, den ich aber erst wieder morgen zur Hand hab.

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Meine Freunde und ich bekamen letztens ne Anzeige wegen Sachbeschädigung obwohl nur die eine was kaputt Gemacht hat.Also bekommen wahrscheinlich alle die dabei Waren ne Anzeige und vielleicht noch ne Geldstrafe.

Ok, nur da sie unter 18 ist wird sie eigentlich keine Geldstrafe bekommen können, wenn muss man halt ja den enstandenen Schaden bezahlen..

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@Michael67FKB

Ja,die die es wirklich war,muss den Schaden zahlen,trotzdem bekamen wir auch Ärger ^^ (:

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Ja das weiß ich.

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