Strafe bei Taubenmord?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man kann dafür bestraft werden, weil man damit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Die Anklage würde dann auf § 17 TierSchG gestützt werden, wonach mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm aus Rohheit oder über einen längeren Zeitraum Schmerzen oder Leiden zufügt.

Insoweit besteht auch kein Unterschied zur Tötung eines Haustiers, außer dass dann die Anklage auf Tierquälerei in Tateinheit mit Sachbeschädigung (§ 303 StGB) lauten wird, weil das Tier jemandem gehört hat und deshalb eine fremde Sache (aber keine herrenlose Sache wie eine Wildtaube) im Sinne der Vorschrift ist. Tötest du dagegen dein eigenes Haustier, würde der Vorwurf der Sachbeschädigung wieder entfallen.

Bei meinem eigenen Haustier würde es wieder nach §17 des TierSchG gehen?

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@MadXMario

§ 17 TierSchG ist immer einschlägig, wenn kein "vernünftiger Grund" (z.B. Schlachtung, Einschläfern wegen schwerer Krankheit) für die Tötung vorliegt, sowohl bei eigenen als auch bei fremden Tieren. Die Sachbeschädigung liegt nur daneben in Tateinheit (§ 52 StGB) vor, wenn das Tier einem anderen gehört.

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Also bei der Polizei läuft das alles (politisch unkorrekt) unter Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. 

Quälerei ist es nicht, wenn du die Taube betäubst, bevor du ihr den Hals umdrehst. Das ist gängige Praxis. Es wäre Quälerei, wenn du ihr unnötige Schmerzen zufügen würdest. (Katzen dürfen das, Menschen nicht)

Wenn du ein Haustier z.B. deines Nachbarn umbringst, dann kommt es darauf an wie dein Nachbar tickt und was es für ein Haustier ist. Pferde, Hunde und Katzen stehen idR. höher als Hühner und Hamster oder Fische. Rein hypothetisch.

Äußerst interessant. Danke für die Antwort.

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"Tötung eines Wirbeltieres" und je nach Taubenart und Eigentumsverhältnis können auch noch "Jagdwilderei" oder "Sachbeschädigung" hinzukommen.

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