Strafe bei nicht Angabe der Änderung des Arbeitsstatus bei der Krankenkasse?

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3 Antworten

Hallo,

für Selbständige gilt nach § 240 SGB V grds. immer die Beitragsbemessungsgrenze von 3938 Euro monatlich als Ausgangswert für die Beitragsberechnung. Eine niedrigere Einstufung kann nur für die Zukunft beantragt werden. Es besteht somit ein hohes Risiko, dass für die beiden betreffenden Monate ein Beitrag von ca. 670 Euro (inkl. PV) monatlich zu zahlen ist.

Gruß

RHW

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Kommentar von dina78
29.04.2013, 10:22

Hallo RHWWW,

Danke für die Antwort.

Ich bin bisher nur vorläufig eingestuft und meine Beträge werden nach Einreichen der Steuererklärung von 2011 rückwirkend festgesetzt. Problematisch: Teilt man das Einkommen durch die offiziell angegebenen Monate als Selbstständiger muss ich den Höchstbetrag rückwirkend für 1.5 Jahre zahlen. Teil man das Einkommen durch 2 zusätzliche Monate, in denen ich schon aktive an meiner Selbstständigkeit gearbeitet hatte, aber als arbeitssuchend gemeldet war, muss ich "nur" 550 Euro pro Monat zahlen...das rechnet sich auch noch, wenn ich für die beiden Monate nach zahlen muss.

Ich möchte aber nicht Gefahr laufen wegen Falschangabe in 2011 eine Geldstrafe oder eine Anzeige zu bekommen (wegen Meldung als arbeitssuchen - obwohl die Selbstständigkeit vorbereitet wurde).

Ich bin sehr verunsichert was ich machen soll...

Grüße

Dina

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Also, es gibt ja "Anfängertarife" bei den gesetzlichen; aber ob es diese rückwirkend gibt, ersehe ich nicht aus meiner Literatur. Viel Glück. Auszug: Bei gesetzlich krankenversicherten Selbstständigen richtet sich die Höhe der Beiträge nach dem Einkommen. Hierzu gibt es ein fiktives Mindesteinkommen, das für die Beitragsberechnung angesetzt wird. Das wurde mit der Gesundheitsreform von 1.837,50 Euro auf 1.225 Euro gesenkt (§ 240 Abs. 4 Sozialgesetzbuch V). Theoretisch könnten geringverdienende Selbständige dadurch bis zu 100 Euro monatlich bei ihren Beiträgen sparen. Einen Rechtsanspruch auf den verringerten Mindestbeitrag gibt es jedoch nicht.

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Kommentar von DerHans
25.04.2013, 17:49

Existenzgründer können auf Antrag zum verringerten Beitrag eingestuft werden. Sie müssen dann während dieser Phase grundsätzlich ihre Einnahmeüberschussrechnung und ihren Steuerbescheid am Ende des Geschäftsjahres vorlegen. Dabei läuft man Gefahr nachzahlen zu müssen.

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Wenn du noch weiterhin beim JobCenter als arbeitssuchend gemeldet warst, war deine Meldung ja nicht direkt falsch. Wenn du dort allerdings abgemeldet warst, erfährt deine Krankenkasse das sowieso durch den Datenträgerabgleich.

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Kommentar von dina78
29.04.2013, 10:16

Guten Tag,

Danke für die Antwort. Ich war nie bei Jobcenter gemeldet.

Ich bin Mitte des Jahres aus dem Ausland nach Deutschland gekommen, habe ich zuerst als "arbeitssuchen" und nach 2 Monaten dann als Selbstständig bei der KK gemeldet. Rückblickend war dies vielleicht ein Fehler. Ich hatte schon kurze Zeit nachdem ich mich als arbeitssuchend gemeldet hatte angefangen mir über eine Selbstständigkeit Gedanken zu machen. Nun wird mein Einkommen in diesem Jahr jedoch nur durch die Monate geteilt in denen ich offiziell als Selbstständig gemeldet war. Daher meine Frage, kann ich dies rückwirkend ändern oder würde ich Gefahr laufen wegen Betrugs (Nicht Meldung als Selbstständiger in den 2 Monaten) eine Anzeige/Geldbuße zu bekommen?

Viele Grüße

Dina

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