Strafe auf Bewehrung

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4 Antworten

In § 56f StGB heißt es:

(1) Das Gericht widerruft die Strafaussetzung, wenn die verurteilte Person

  1. in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, daß die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat,
  2. gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung der Bewährungshelferin oder des Bewährungshelfers beharrlich entzieht und dadurch Anlaß zu der Besorgnis gibt, daß sie erneut Straftaten begehen wird, oder
  3. gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.

Wann die Tat angezeigt wird, spielt überhaupt keine Rolle. Einzig der Tatzeitpunkt (Abschluß eines Vertrages, Bestellung etc.) ist entscheidend.

Es heißt Bewährung und nicht Bewehrung. Es kommt von "sich bewähren" und nicht von der "sich wehren".

Aber wenn DU in Bewährung bist, und es kommt eine neue Anzeige hinzu, verstößt Du, egal wegen was, gegen die Auflagen und bei einer neuen Verhandlung kann sogar der Weg direkt in den Knast führen.

Dabei ist es egal, wann der Tattag war, sondern wann de Anzeige einging. Das Anzeigedatum ist entscheidend. Auch wenn der Tattag entsprechend vor dem beginn der Bewährung beginnt.

Unsinn

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es heißt BewÄhrung - das hat NICHTS damit zu tun, dass du dich wehren sollst!

Und wie der Name schon sagt: Dir wird eine Chance gegeben, zu beweisen, dass du etwas gelernt hast und nun ein besserer Mensch bist. Das du das NICHT bist, beweist die Anzeige.

Ergo: Aus BewÄhrungsstrafe wird Haftstrafe. Ofen aus, fertig.

Wenn du dir den Bock vor Anlauf der Bewährungszeit geleistet hast, beeinflusst das diese nicht.

Sorry ja BewÄhrung.....die anderen schreiben es anderst. Ich meinte ja wenn die Tat vor der Bewährung war und die Anzeige kommt in der Bewährungszeit??? LG

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