Strafbefehl erhalten. Darf ich Bekannten bevollmächtigen mich zu vertreten?

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3 Antworten

Da kannst Du mal sehen wie gut sich dein Schwager in juristischen Dingen auskennt wenn er schon an solchen Sachen scheitert. Ob es eventuelle Gerichtsurteile zu dem Thema gibt ist unerheblich, und wenn, sind sie zu Ungunsten des Kägers ausgegangen. Durchforste mal die Strafprozessordnung danach wie man sich im Strafrecht vertreten lassen kann. Da ist ausschliesslich von Anwälten die Rede und nicht von halbwissenden Möchtegernjuristen. Kein Gericht und kein Staatsanwalt lässt sich gerne hinterher ans Brett nageln weil er mist gebaut hat und sich auf solchen Unsinn eingelassen hat.

Die Sache ist doch ganz einfach und das kannst Du selbst bewerkstelligen zumal Du ja auch eine recht ordentliche Fragestellung hinbekommen hast. Schreib einfach das Du gegen die Höhe der Tagessätze Wiederpruch einlegst, da Dein Einkommen deutlich niedriger ist als das zugrunde gelegte. Dafür fügst Du die entsprechenden Belege in Kopie bei und fertig.

Da ist ausschliesslich von Anwälten die Rede

Nö. In § 138 StPO ist auch von Hochschullehrern und anderen Personen die Rede.

Schreib einfach das Du gegen die Höhe der Tagessätze Wiederpruch einlegst, da Dein Einkommen deutlich niedriger ist als das zugrunde gelegte. Dafür fügst Du die entsprechenden Belege in Kopie bei und fertig.

Die Frist dürfte abgelaufen sein.

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@jurafragen

Das steht auf einem anderen Blatt und war nicht Gegenstand der Frage.

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Vertreten darf dich nur ein Rechtsanwalt.

naja,erst muss man mal wissen was dein schwager da reingeschrieben hat

Die Antwort war laut Amtsgericht juristisch völlig korrekt. Da gabs nix dran zu bemängeln. Die Antwort war so, als hätte sie ein Rechtsanwalt formuliert. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft den Einspruch nicht akzeptiert, da er von einem von mir Bevollmächtigten verfasst wurde, der kein Rechtsanwalt ist.

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@fiedler99085

Das hätte dein "ausgefuchster" Schwager aber wissen müssen. Kannst dich jetzt bei ihm bedanken. Ganz davon abgesehen hätte der Einspruch auch nicht begründet werden müssen.

Du kannst es mit einem Antrag auf Wiedereinsetzung gem. § 44 ZPO versuchen und den Einspruch selbst einlegen. Aber große Chancen sehe ich da nicht.

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@jurafragen

Warum hat dein Schwager nicht einfach den Brief mit deinem Namen geschrieben und du hättest doch einfach selber unterschreiben und wegschicken können?? Versuche trotzdem noch einmal, dem Gericht zu schreiben, wenn die Tagessätze tatsächlich zu hoch sind, mache es nicht als Einspruch, sondern als Bitte. Dazu mußt du aber dein Einkommen und auch Ausgaben nachweisen. Versuchen kannst du es ja ! Vielleicht hast du Glück! Aber bitte selber schreiben und selber abschicken. (aber echt schlauer Schwager und das ist der Unterschied zwischen "ausgefuchst" und echte Kenntnis!)

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@Rosengarten

Versuche trotzdem noch einmal, dem Gericht zu schreiben, wenn die Tagessätze tatsächlich zu hoch sind, mache es nicht als Einspruch, sondern als Bitte

Das wird nicht funktionieren. Der Strafbefehl ist rechtskräftig und für die Vollstreckung ist nicht das Gericht, sondern die Staatsanwaltschaft zuständig.

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