Strafbefehl Einspruch - Dann zurücknehmen? Warensendung!

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9 Antworten

Quote: Nun sagen wir ich nehme den Einspruch zurück - Kann man dann wenigstens darüber informieren (mit Versandbeleg) das der Käufer die Reifen hat aber ich mit der Höhe der Geldstrafe nicht einverstanden bin ? Ich meine es besteht darin ja nicht direkt Betrug es war nur ein wenig zu spät und ich kann den Käufer verstehen. Ich wäre auch sauer.


Wenn Du den Einspruch zurücknimmst wird der Strafbefehl rechtskräftig - Deine Gründe interessieren dann niemanden

wenn Du den Strafbefehl nicht akzeptieren willst, musst Du den Einspruch aufrecht erhalten und zur Verhandlung gehen ...

Warum zurücknehmen, wenn du nicht zu Verhandlung kannst? Mal überlegt, eine Verlegung des Termins zu beantragen? Und am besten dem Gericht auch gleich schildern, dass der Käufer die Reifen mittlerweile hat und evtl. mal den Käufer kontaktieren, dass er dir das bestätigen kann. Du müsstest ja auch eine Versandbestätigung von der Spditionsfirma haben usw... Wenn du den Einspruch zurück nimmst, musst du doch die Strafe bezahlen und vorbestraft bist du dann außerdem.

Außerdem könntest du zur Not die Sache auch deinem Chef erklären. Eigentlich sollte er für sowas Verständnis haben und dir einen Tag Urlaub geben, damit du die Sache mit dem Gericht klären kannst.

Ich würde ganz einfach mal bei der zuständigen Staatsanwaltschaft anrufen oder anmailen und den Sachverhalt schildern. Die sparen sich auch gerne den ganzen Aufwand für einen Prozess.

Das ändert alles weder etwas am Tatbestand, noch an den Rechtsfolgen. Den Strafbefehl hat das Gericht erlassen, nicht der Staatsanwalt.

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Nun bin ich aber am überlegen ob ich den Einspruch zurück nehme, weil ich wegen einem neuen Arbeitsplatz nicht zur Verhandlung kann.

Ach, da nimmst Du dann lieber die Vorstrafe?

Nun sagen wir ich nehme den Einspruch zurück - Kann man dann wenigstens darüber informieren (mit Versandbeleg) das der Käufer die Reifen hat aber ich mit der Höhe der Geldstrafe nicht einverstanden bin ?

Du müsstest Dich schon entscheide, ob du den Strafbefehl nun anfechten möchtest oder nicht.

Ich meine es besteht darin ja nicht direkt Betrug es war nur ein wenig zu spät

Für die Frage, ob es Betrug ist oder nicht, kommt es auf dieses Detail nicht an. Kein Betrug ist es aber vermutlich aus anderen Gründen.

Geh zu einem erfahrenen Strafverteidiger, der wird Dir erklären, dass bei einem Strafbefehl auch ohne Dich verhandelt werden kann. Du gehst arbeiten, Dein Anwalt kämpft um Dein Recht.

und ich kann den Käufer verstehen.

Ich nicht, der hat nämlich nichts davon, dass Du verurteilt wirst.

Ach, da nimmst Du dann lieber die Vorstrafe?

Naja, im Führungszeugnis tauchen Geldstrafen unter 90 Tagessätzen erst mal nicht auf - vorausgesetzt, es war seine erste Straftat. Allerdings im Bundeszentralregister steht die dann schon - ergo ist ein Einspruch sicher sinnvoll.

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@Eichbaum1963

Das mit dem Führungszeugnis ist schon richtig. Aber beim nächsten Geschäft, dass schiefgeht, stünde vielleicht die einschlägige Vorstrafe einer Einstellung des Verfahrens entgegen. Öffentliches Interesse und so.

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Versteh mich bitte nicht falsch. Ich habe einen neuen Job nachdem ich 6 Monate Arbeitslos war. Und nun möchte ich kein schlechtes Bild abgeben. In der Probezeit ist man ohne Grund kündbar!

Dann bezahl ich lieber 500€ und behalte meinen Job als dass ich nichts zahle und muss dann wieder von 350€ im Monat leben.

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@diablo1988
Versteh mich bitte nicht falsch. Ich habe einen neuen Job nachdem ich 6 Monate Arbeitslos war. Und nun möchte ich kein schlechtes Bild abgeben. In der Probezeit ist man ohne Grund kündbar!

Ich verstehe Dich nicht falsch und ich habe Dir den Weg aufgezeigt, wie ohne Deine Anwesenheit verhandelt werden kann.

Dann bezahl ich lieber 500€

Der Strafbefehl lautet aber nunmal auf 50 Tagessätze zu je 20 Euro. Und du darfst gern raten, wie viel du zahlen musst, wenn Du den Einspruch zurücknimmst.

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@jurafragen

Im Schreiben steht: Wird der Einspruch auf die Höhe der Tagessätze einer festgesetzten Geldstrafe beschränkt, kann das Gericht mit Ihrer Zustimmung usw. ohne Hauptverhandlung durch Beschluss entscheiden.

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@diablo1988

Ja, auf die Höhe je Tagessatz. Ich kann Dir schon jetzt sagen, wie der Beschluss aussehen wird. Mit welchem Argument willst Du denn das Gericht dazu bewegen, hier weniger als 20 Euro anzusetzen?

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schon komisch,wenn man nicht liefert,da kann man sich doch nicht rausreden,läßt alles son bischen lahmarschig laufen,vielleicht bringt dich das ja in die spur zurück also sie es positiv,und stell dich deiner verantwortung.

Anzeige hier wegen der Reifen und vorher ähnliches wegen eines Katalysators.

Da kann man schon nicht mehr von einem Einzelfall reden, das geht fast schon in Vorssatz.

Da würde ich nichts mehr alleine ohne Anwalt machen.

Das mit den Kats hatte sich erledigt er hat sie bekommen.

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Was meint der Käufer dazu? Kannst du ihn nicht bitten, daß ihr Euch privat einigt. Natürlich ist er sauer, aber vielleicht kannst du ihn eine andere Lösung anbieten.

Privat einigen hin oder her. Der Strafbefehl wegen Betruges bleibt ja dann trotzdem bestehen.

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Kannst du ihn nicht bitten, daß ihr Euch privat einigt

Worüber soll man sich denn einigen? Über die von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafe?

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass schon nach 3 Wochen ein Strafbefehl ausgestellt wird.

Erst mal gibt es Mahnungen und dann kommt das andere.

Wenn der Käufer ihn direkt angezeigt hat bei der Polizei, kann das durchaus sein. Die Staatsanwaltschaft oder die Polizei mahnt ihn doch nicht an vorher.

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass schon nach 3 Wochen ein Strafbefehl ausgestellt wird.

Sondern?

Erst mal gibt es Mahnungen und dann kommt das andere.

Da geht ja mal wieder Straf- und Zivilrecht munter durcheinander.

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Keine Ahnung. Er hat die Reifen erhalten und hat sich bei mir auch nicht mehr gemeldet. Sehe ich ja im Sendungsverlauf. Genau einen Monat danach kam ein Strafbefehl.

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Stimmt nicht: Was ist ein Strafbefehl?

Ein Strafbefehl ist eine amtsrichterliche Verfügung, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft ohne Hauptverhandlung ergeht. Kurz, Sie sollen durch den Strafbefehl ohne Gerichtsverhandlung bestraft werden.

Diese Methode dient in erster Linie der Entlastung der Strafgerichte.

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