Strafbefehl - Selbst verteidigen?!

6 Antworten

du kannst dich auch selber "verteidigen" -sinnvoller und oft preiswerter, ist es eine anwalt zu rate zu nehmen. eine gut formulierter widerspruc eins anwaltes kostet meist nicht 450euro -koennte dir aber dei zalung der dieser strafe ersparen...

Hallo Exquisa,

Du benötigst weder einen Rechtsanwalt um den Widerspruch einzulegen, noch um die vor dem Amtsgericht selbst zu verteidigen. Die Notwendigkeit eines Rechtsanwaltes richtet sich nach folgenden Gesetz:


§ 140 StPO - (Notwendige Verteidigung)

(1) Die Mitwirkung eines Verteidigers ist notwendig, wenn

  1. die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet;

  2. dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird;

  3. das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann;

  4. gegen einen Beschuldigten Untersuchungshaft nach den §§ 112, 112a oder einstweilige Unterbringung nach § 126a oder § 275a Absatz 6 vollstreckt wird;

  5. der Beschuldigte sich mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen wird;

  6. zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten seine Unterbringung nach § 81 in Frage kommt;

  7. ein Sicherungsverfahren durchgeführt wird;

  8. der bisherige Verteidiger durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen ist;

  9. dem Verletzten nach den §§ 397a und 406g Absatz 3 und 4 ein Rechtsanwalt beigeordnet worden ist.

(2) In anderen Fällen bestellt der Vorsitzende auf Antrag oder von Amts wegen einen Verteidiger, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach” oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, daß sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann. Dem Antrag eines hör” oder sprachbehinderten Beschuldigten ist zu entsprechen.

(3) Die Bestellung eines Verteidigers nach Absatz 1 Nr. 5 kann aufgehoben werden, wenn der Beschuldigte mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung aus der Anstalt entlassen wird. Die Bestellung des Verteidigers nach Absatz 1 Nr. 4 bleibt unter den in Absatz 1 Nr. 5 bezeichneten Voraussetzungen für das weitere Verfahren wirksam, wenn nicht ein anderer Verteidiger bestellt wird.


Die Frage ist nur, wie sinnvoll es ist einen Widerspruch ohne Rechtsanwalt einzulegen.

Das erste was ein Rechtsanwalt tun würde ist Akteneinsicht nehmen und erst einmal feststellen, welche Beweise vorhanden sind und dann kann er auch beurteilen, ob überhaupt eine Chance auf das Gewinnen eines Prozesses besteht.

Welchen Sinn macht es für Dich, einen Widerspruch einzulegen, wenn davon auszugehen ist, dass Du vor Gericht:

  1. verlierst

  2. Du die Gerichtskosten einschließlich

  1. Prozesskosten an sich
  1. Unkosten der Zeugen, sprich der Polizisten
  1. weiterer Zeugen übernehmen musst

  2. Du evtl. zu einer noch höheren Strafe verurteilt wirst.

Wenn Du schon per Strafbefehl zu einer Zahlung von 450,00 Euro verurteilt worden bist, liegt ja Nahe, dass der Staatsanwaltschaft bereits die Beweise für die Begehung der Beleidigung vorgelegen haben.

Ich sehe da relativ wenig Chancen auf Erfolg.

Aber wir leben Gott sei Dank in einem Rechtsstaat, wo Du selbstverständlich die Möglichkeit hast gegen die Entscheidung des Gerichts bzw. der Staatsanwaltschaft anzugehen und Du hast auch die Möglichkeit Dich selber zu verteidigen.

Nur Du alleine musst aber entscheiden, ob Du nicht vielleicht wirklich die Straftat begangen hast bzw. dass Du weißt, dass Du die Straftat eben nicht begangen hast und dagegen angehst mit den möglichen Folgen, dass wenn Du vor Gericht verlierst, dass Du das doppelte und mehr von dem bezahlst, was auf dem Strafbefehl stand.

Schöne Grüße
TheGrow

In Prozessen vor dem Amtsgericht kann man sich durchaus selbst verteidigen. Ob das jedoch Sinn macht, hängt vom juristischen Kenntnisstand und der Komplexität des Falles ab.

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