Stottern und Polizist werden?

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6 Antworten

Ich habe einmal als Logopäde für einen stotternden Patienten, ohne seinen Namen zu nennen, bei der Polizei angerufen und mit einem Psychologen gesprochen, der in die Auswahlverfahren einbezogen ist. Er sagte mir etwa Folgendes (nicht wörtlich, sondern aus dem Gedächtnis zitiert):

"Grundsätzlich spricht Stottern nicht gegen eine Tätigkeit im Polizeidienst. Aber, es darf nichts dagegen sprechen, dass der Kandidat sich in schwierigen Situationen durchsetzen kann. Die Polizei ist Inhaber des Gewaltmonopols in unserem Staate. Da ist es manchmal nicht damit getan, jemandem gut zuzureden, sondern es muss mit Worten und mit Taten auch hart zugegriffen werden. Und der Kandidat muss in der Lage sein, sich jederzeit, auch unter Stress, präzise auszudrücken."

Ich habe ihm dann erzählt, dass der junge Mann, auch meiner Meinung nach, ziemlich romantische Vorstellungen vom Polizeiberuf hatte: In der Abendsonne Streife gehen, alte Damen vor Betrügern schützen, Handtaschendiebe verfolgen, beliebt und geachtet sein ... Da wurde der Polizist deutlich: "Den Kandidaten würden wir nie nehmen."

Mit anderen Worten: Flüssiges Sprechen ist letztlich nicht so wichtig wie realistische Vorstellungen von der Arbeit der Polizei.

Und Dir würde ich raten, mal etwas für Deine Rechtschreibung und Ausdrucksweise zu tun. Als Polizist musst Du ja auch Berichte schreiben ... ;-)

Es steht zwar nicht als Ausschluß bei den Voraussetzungen, aber Taubheit und ähnliches ist dort auch nicht erwähnt. Frag dich mal selbst: kann es sich ein Polizist leisten, nicht schnell und verständlich sprechen zu können?

Also ich stelle mir das schwierig vor. Dann musst du dich sehr gut durchsetzen können und ein selbstsicheres Auftreten haben. Manche Situationen werden sicher schwierig werden, wenn irgendein De*pp vor dir steht, der sowas lustig findet und dich deswegen nicht richtig ernst nimmt. Ein Freund von mir stottert auch und in solchen Situationen, wird es bei ihm nur noch schlimmer. Also wenn er verunsichert ist.

Ich würde es trotzdem versuchen. Im Streifendienst wird es sicher nicht einfach werden aber es gibt zich andere Aufgaben im Polizeidienst. Nur Mut. Deswegen solltest du deinen Traum nicht aufgeben.

Andreas Starke 10.06.2013, 19:24

Auf diese "anderen Aufgaben" im Polizeidienst würde ich nicht hoffen. Das würde ja bedeuten, dass man von vornherein nur beschränkt einsetzbar ist. Von speziellen Arbeitsplätzen für Behinderte bei der Polizei ist mir nichts bekannt - was natürlich nicht heißt, dass es das nicht gibt. Aber wenn unser Fragesteller auch am Telefon Probleme hat und ihm das Schreiben auch nicht so liegt, bleibt nicht mehr sehr viel übrig (Türen auf- und zuschließen, Bleistifte und Radiergummis verwalten, Post verteilen ...).

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klar,hhhhhhalt ppppolilizei

gigobyte 26.10.2012, 17:45

du bist echt Tolerant

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Klar, must nur bei den Kontrollen dann den Rowdy´s einen vorsingen (da stottert man bekanntlich nicht) ! ;D

Na klar, du kannst alles werden, solange du an sdich selber glaubst

Andreas Starke 10.06.2013, 19:29

Das wird den Kandidaten bei DSDS eingeredet, hat aber mit dem wirklichen Leben nicht viel zu tun. Man kann sich allerhand einreden, ohne dass das irgendwelchen Einfluss auf das Ergebnis hat. Umgekehrt gilt die Regel allerdings: Wer sich nichts zutraut, wird auch nichts erreichen (außer vielleicht durch einen Lottogewinn, aber auch der ist, wie das meiste im Leben von Glauben oder Unglauben nicht abhängig).

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