Stornogebühren in diesem Fall rechtens?

2 Antworten

Über die Höhe einer Stornogebühr kann ich dir nichts sagen, aber dein Schweigen könnte als Annahme gewertet worden sein, siehe dazu https://www.iurastudent.de/content/c-die-annahme unten das Beispiel 4a.

"Beispiel 4: a) Gerd hat vor mit dem Fahrrad bis nach
Süddeutschland zu fahren, um mal richtig auszuspannen. Ein Mobiltelefon
will er deshalb nicht mitnehmen. Kurz vor seiner Abreise bucht er noch
schnell per Fax ein Hotelzimmer in Tauberbischofsheim, einem
Zwischenstopp. Kurz danach fährt er ohne eine Bestätigung los. Ist der
Beherbergungsvertrag zustande gekommen?"

"Lösung zu Fall 4: Im Fall 4 a) ist Gerd schon losgefahren,
bevor das Hotel ihm irgendwie mitteilen konnte, dass es mit dem
Beherbergungsvertrag einverstanden ist. Da Gerd auf seiner Tour nicht
erreichbar ist (er hat kein Handy dabei), muss man in der Buchung einen
konkludenten Verzicht auf den Zugang der Annahmeerklärung sehen. Es
reicht somit aus, dass das Hotel Vorkehrungen trifft, die als Annahme zu
verstehen sind, wie zum Beispiel Gerds Reservierung in den Computer
eingeben. Der Vertrag zwischen Gerd und dem Hotel ist damit zustande
gekommen.
"

Ob das so richtig passt, kann ich als Laie leider nicht ausreichend beurteilen. Aber überlege mal selber: was soll der Campingplatz tun? Du schweigst und was jetzt? Soll er reservieren? Du kommst nicht und der Stellplatz kann anderweitig vielleicht nicht genutzt werden. Es kommt ja auch vor, dass ein Camper sich mal verspätet, also was nun? Oder nicht, dann kann es passieren, dass sich 2 Parteien um einen Stellplatz streiten. Du bestätigst nicht die Reservierung, kommst aber doch zum Platz, auf dem sich gerade kurz vorher jemand niedergelassen hat. Der Platzwart hat sich dann gesagt, keine Thema, ist ja frei, keiner meldet sich, also bekommt's der nächste.

Ausreichend Zeit, rechtzeitig zu stornieren, hattest du doch wahrscheinlich.

Was sagen übrigens die AGB dazu aus?

Der Campingplatz hat keine AGB, zumindest sind die für mich auf deren Homepage nicht auffindbar...

Wenn Reservierung gleich Bestätigung ist, wieso dann die Aufforderung zum bestätigen? 

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@Reyskup

"Wenn Reservierung gleich Bestätigung ist, wieso dann die Aufforderung zum bestätigen? "

Keine Ahnung, manche Buchungssysteme sind vielleicht ein wenig sehr exotisch gestrickt. Wir waren vor einigen Wochen in Berlin und hatten über ein Portal ein Hotel gebucht und ja, unverzüglich bestätigt. ;-) Dennoch kamen dutzende Mails hinterher, ob wir denn schon bestätigt hätten... *grusel*

Abseits aller juristischen Dinge: klare Ansage, man komme nicht. Fertig. Wäre vielleicht hilfreicher für den Anbieter gewesen.

Aber selbst ohne AGB kann man Verträge mit Inhalt abschließen. Wobei ich dir insofern Recht gebe, dass es schon komisch ist, wenn man die Bedingungen nicht klar erkennen oder finden kann. Zumindest hier im Inland sollte es so sein.

Daher kann ich jetzt nachvollziehen, dass du dir gesagt hast: ich halte die Füße still und dann hat es sich.

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So wie ich es verstanden habe könnten mich alle kommen und warum hast du es dann nicht storniert wenn du doch nicht mehr den Platz brauch?

Eigentlich ganz simpel... Weil ich davon ausging das meine Reservierung nach einer Frist ohnehin verstreicht wenn ich nicht bestätige. Ändert der Grund etwas an der Antwort auf meine Frage?

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@Reyskup

"Weil ich davon ausging das meine Reservierung nach einer Frist ohnehin verstreicht wenn ich nicht bestätige. "
Was sagen die AGB dazu?

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@SirKermit

Hatte bei Ihrem Post bereits geantwortet, ich kann keinerlei AGB finden...

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