Storno Ferienhaus, Vermieter will im Nachhinein den kompletten Mietpreis, ist das legitim?

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10 Antworten

Du hast einen Mietvertrag abgeschlossen für den es kein gesetzliches Rücktrittsrecht gibt. Das Ferienhaus ist durch fehlendes Telefon und Internet nicht unbewohnbar und ein Mangel wäre es nur, wenn dir beides vertraglich zugesichert wurde. Und selbst dann wäre kein Rücktritt vom Mietvertrag möglich, sondern allenfalls eine Minderung, weil die Mietsache nicht dem vertraglichen Zustand entspricht.

Je nachdem wie kurzfristig die Absage war, war es dem Eigentümer nicht mehr möglich, das Ferienhaus anderweitig zu vermieten und du bist entsprechend schadenersatzpflichtig. Sollte das Haus doch noch vermietet werden, aber wegen der Kurzfristigkeit nur ein geringerer Mietpreis erzielt werden kann, bist du für die Differenz ersatzpflichtig.

Das einzige, was dir der Vermieter nicht berechnen darf, sind Kosten, die ihm durch die Nicht-Anreise nicht entstanden sind, also z.B. Endreinigung (sofern sie durch ihn und nicht durch dich durchgeführt worden wäre), Strom, Wasser, Heizung, Müll etc. Mehrere Gerichte haben entschieden, dass dafür ca. 10% pauschal angemessen sind, die restlichen 90% des vereinbarten Mietpreises dem Vermieter aber zustehen und zu bezahlen sind. Wenn erst am Tag der Anreise abgesagt wird, kann sich die Summe auch erhöhen, wenn der Vermieter bereits Vorbereitungen zu deiner Ankunft durchgeführt hat (z.B. Heizung aufgedreht, Kühlschrank eingeschaltet).

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Die Forderung nach einem Wertersatz des Vermieters ist rechtens, jedoch kann er nur 90% der Miete fordern aber keine Endreinigungsgebühren.

Empfehlung: zahle 90% der vereinbarten Fewo-Miete

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Der Vermieter ist absolut im Recht. Du bist angereist. Damit ist die vereinbarte Miete fällig.Die Anmietung kann mündlich, schriftlich, per E-Mail, per Brief oder Fax erfolgen. Das ist grundsätzlich egal.Wenn die diese Punkte wichtig sind, hättest Du das vor Anreise klären müssen!

Du kannst ja auch nicht anreisen und dann sagen: halt, stopp. Hier hatte ich aber mit einem Chauffeur plus Cabrio gerechnet. So funktioniert das nicht.Heutzutage hat jeder ein Handy u. wenn Dir das so wichtig ist, reise mit Laptop plus Stick. Du kannst nicht verlangen, dass andere Menschen jedwede Annehmlichkeiten für Dich bereithalten.

Hättest Du gebucht und vor Anreise abgesagt, hätte der Vermieter 90 % (Empfehlung des Deutschen Tourismusverbandes) in Rechnung stellen können, eben jene Kosten abziehen, die er nicht hatte, wärst Du vor Ort gewesen.

Du bist angereist. Er hatte auch Unkosten (z.B. vor Ort zu sein, um die Heizung anzustellen vor dem Anreisetag, am Anreisetag vor Ort sein, um den Schlüssel zu übergeben) und daher sind 100 % vollkommen gerechtfertigt.

http://www.deutschertourismusverband.de/service/recht-im-tourismus/reservierung-buchung.html

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Irgendwie verständlich , für diese von Dir gebuchte Zeit , findet er keinen neuen Mieter ! Ihr solltet Euch einigen .Seine Ansprüche sollte man im Vorfeld klären.

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Nun, wenn Du so kurzfristig stornierst, besteht durchaus die Gefahr, dass Du den kompletten Preis bezahlen musst. Im Gegensatz zu Dir hast Du allerdings den großen Vorteil, dass Dir der unterzeichnete Vertrag bzw. die Vertragsunterlagen bekannt sind... 

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Kommentar von womaddi
05.04.2016, 10:37

Ich habe keinen Vertrag unterzeichnet. Es stützt sich alles auf Email Konversation.

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Kommentar von triopasi
05.04.2016, 10:44

Das ist in dem Fall wohl rechtskräftig! Auch mümdliche Verträge sind Verträge.

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Wenn es dir so wichtig ist, dass das Ferienhaus Telefon und Internet bietet,  dann hättest du dich vor der Anmietung darüber informieren müssen.

Es gibt immer noch Gebiete, die nicht derart erschlossen sind.

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Gibt es keine Unterlagen zur Unterkunft? Keine Vertragsunterlagen? Da stehen die Stornogebühren drin. Im übrigen sind die 100% nicht unüblich, wenn man bedenkt wie kurzfristig deine Stornierung erfolgte. Machen fast alle Veranstalter so.

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Kommentar von womaddi
05.04.2016, 10:35

Privatvermieter, kein Mietvertrag und auch keine Unterlagen.

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Wenn du Pech hast, musst du zahlen weil du halt erst am ersten Tag abgesagt hast.
Dem Vermieter entsteht ja ein Schaden (Ausfall der Miete, da er ja anderweitig hätte vermieten KÖNNEN)

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Klar. Zahle, der Vermieter ist im Recht.

Du hättest dich schon vorher informieren müssen.

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Was steht im Vertrag? Wieso ist dir das nicht alles vorher aufgefallen??

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Kommentar von womaddi
05.04.2016, 10:34

Einen Vertrag in dem Sinne gibt es nicht. Es stützt sich alles auf Email Konversation und der Vermieter beruft sich aufs BGB.

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Kommentar von triopasi
05.04.2016, 10:36

Habt ihr die Stornogebühr vorher abgemacht?

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Kommentar von triopasi
05.04.2016, 10:41

http://dejure.org/gesetze/BGB/651i.html Durch den Ausfall darf er eine Entschädigung fordern. Da er so schnell keinen neuen Mieter auftreiben kann, kann er die 100% vermutlich auch vor Gericht rechtfertigen!

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