Stornierung Möbelbestellung

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5 Antworten

§ 355 BGB Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen

(1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so sind der Verbraucher und der Unternehmer an ihre auf den Abschluss des Vertrags gerichteten Willenserklärungen nicht mehr gebunden, wenn der Verbraucher seine Willenserklärung fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Unternehmer. Aus der Erklärung muss der Entschluss des Verbrauchers zum Widerruf des Vertrags eindeutig hervorgehen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

(2) Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Sie beginnt mit Vertragsschluss, soweit nichts anderes bestimmt ist.


die erste Frage ist, wann der Vertrag der Vertrrag geschlossen wurde .... das heißt, ob der Widerruf (nicht Stornierung) überhaupt noch möglich ist ....

wenn der Wideruf noch möglich ist, solllte dieser schriftlich erklärt werden (Frist beachten)

nur bei fristgerechtem Widerruf wäre auch das verbundene Geschäft (Darlehen) hinfällig ...


§ 358 BGB

Mit dem widerrufenen Vertrag verbundener Vertrag

(1) Hat der Verbraucher seine auf den Abschluss eines Vertrags über die Lieferung einer Ware oder die Erbringung einer anderen Leistung durch einen Unternehmer gerichtete Willenserklärung wirksam widerrufen, so ist er auch an seine auf den Abschluss eines mit diesem Vertrag verbundenen Darlehensvertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden.

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Kommentar von DerCAM
04.09.2014, 02:35
Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt ...

BGB 355 kann man sich hier also im Hinblick auf den Kaufvertrag sparen weil es im stationaeren Handel kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt.

nur bei fristgerechtem Widerruf wäre auch das verbundene Geschäft (Darlehen) hinfällig

Umgekehrt! Ausgehend davon, dass es sich um ein Verbraucherdarlehen im Sinne des BGB 491 handelt, gibt es fuer den Darlehensvertrag sehr wohl ein gesetzliches Widerrufsrecht nach BGB 495. Das mit diesem verbundene Geschaeft ist dann der Kaufvertrag.

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Kommentar von jurafragen
04.09.2014, 08:49
nur bei fristgerechtem Widerruf wäre auch das verbundene Geschäft (Darlehen) hinfällig ...

Nur,mdass beim Kaufvertrag eben gerade kein Widerrufsrecht erkennbar ist. Wie DerCAM schon richtig schrieb, das Darlehen kann ggf. noch widerrufen werden, der damit verbundene Kaufvertrag wäre dann aber ebenso weg.

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ja, wenn du den Darlehensvertrag noch widerrufen kannst (§ 495 BGB), dann bist du auch an den Kaufvertrag nicht mehr gebunden, § 358 (2) BGB.

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Bist du schon in Vorkasse getreten? Aber trotz allem würde ich es auf jeden Fall versuchen

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Kommentar von jurafragen
04.09.2014, 08:46
Bist du schon in Vorkasse getreten?

Warum sollte es darauf ankommen?

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Klar ist das möglich - viele Händler verlangen aber Stornokosten.

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