Störung in der Pause!

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du in Deiner geregelten Pause gestört wirst und diese mit Arbeit unterbrechen oder gar beenden musst, gilt sie als nicht genommen und Dir steht diese Pause erneut in voller Länge zu.

Die in § 4 Arbeitszeitgesetz vorgeschriebenen Ruhepausen muss der AG nicht nur zulassen, es ist sogar seine Pflicht, die Einhaltung des Gesetzes sicherzustellen.

Wenn Du krank bist, bist Du krank. Da solltest Du Dich um "böse Blicke" oder unsachliche Bemerkungen nicht kümmern. Wenn Du durch diese Verschleppungen ernsthaft krank wirst und damit für längere Zeit ausfällst, wird wahrscheinlich niemand kommen und Dir beistehen. Im Gegenteil, man wird schauen, dass man Ersatz für Dich findet.

Nach Feierabend, am Wochenende, im Urlaub und auch während einer Arbeitsunfähigkeit ist kein AN verpflichtet bei Tag und Nacht erreichbar zu sein und das Telefon abzunehmen. Private Handy-Nummern muss man dem AG nicht geben, wenn er die Festnetz-Nr. für Notfälle (wirkliche Notfälle) hat und dort ggf. auf einen AB sprechen kann.

Es gibt mittlerweile schon sehr viel Betriebe (u.a. VW, Telekom, BMW, Daimler usw.), die ihren Angestellten verbieten in der Freizeit E-Mails zu bearbeiten und bei denen nach einer festgelegten Zeit nach Feierabend automatisch keine Mails mehr eingehen. Auch sollen Vorgesetzte ihre Angestellten in der privaten Zeit nicht geschäftlich anrufen.

Man hat dort erkannt, dass das ständige "Standby" krank macht und auch die Motivation nicht gerade fördert. Weltweites Unternehmen hin oder her, die deutschen Arbeitsgesetze müssen auch von diesem beachtet werden und für Arbeit in der Freizeit und auf Abruf wirst Du (wahrscheinlich) nicht bezahlt.

Die beste Lösung, da schließe ich mich den anderen Antwortgebern an, wäre ein neuer Job. Gute Besserung und lass das Telefon dieses Wochenende ruhig klingeln.

Darf er nicht! Nur viel wirst Du dagegen nicht machen können, wenn es in der Firma so üblich ist und die Kollegen da mitmachen. Such Dir einen anderen Arbeitgeber! Denn wenn Du eines Tages zusammenbrichst, wird man Dir Deinen Einsatz dort nicht danken sondern Dich achtkantig feuern. Nur dass Du dann so kaputt bist, dass Du entweder nicht mehr arbeiten kannst oder niemand Dir einen Job gibt. Die bessere Lösung ist, sich vorher neu zu orientieren.

Du hilfst deinem Arbeitgeber am meisten, wenn du dich auskurierst. Lieber ein paar Tage fehlen und dann gesund weiterarbeiten, als durchgehend krank sein und kaum etwas leisten, weil die Kraft und Motivation fehlt. Wenn dein Chef dich nicht gesund werden lässt, würde ich mir mal Gedanken über einen evtl Job- oder Arbeitgeberwechsel machen.

Das Ganze endet nur in Depressionen und noch schlimmeren Krankheiten.

Viel Glück und gute Besserung.

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