Stört euch das Kopftuch bei Muslimas?

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27 Antworten

Das Problem ist, dass das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung nicht von einem Zeichen der Selbstbestimmtheit, wer was von einem sehen darf, zu unterscheiden ist.

Rational ist immer das Schlimmere anzunehmen. Wenn alle Muslima das Kopftuch als Zeichen ihrer Selbstbestimmung tragen, wäre ja auch kein Gegensteuern notwendig. Handlungsbedarf besteht, wenn auch nur eine Muslima darunter leidet.

Leider ist es ganz klar belegt, dass das Kopftuch in (zwar sehr wenigen) anderen Ländern Pflicht ist, ansonsten gibt es schwere Strafen, sowohl für die Frau als auch für den Mann, der seine Frau so rumlaufen lässt.

Das Kopftuchtragen macht aber nicht vor Grenzen halt und so ist es üblich, dass einige Familien diese repressionalen Gepflogenheiten nach Europa bringen und dort ihre Frauen unter starkem sozialen Druck das Kopftuch tragen lassen.

Aus meiner persönlichen Sicht sollten Menschen frei entscheiden dürfen, wie sie sich kleiden wollen. Und dies sollte auch ihrer beruflichen Laufbahn nicht im Wege stehen.

Tatsache ist aber, dass man mit dem Kopftuch ein ambivalentes Symbol trägt.

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Kommentar von Awngr
21.04.2017, 12:09

Wie willst du gegensteuern? Doch nicht mit Kopftuch-Verbot! Damit unterdrückst du ja gerade die Muslimas noch mehr, du stösst sie in ein double-bind.

Du kannst sie unterstützen durch gute Ausbildung, Möglichkeit, sich scheiden zu lassen und in Deutschland zu bleiben, Alimentenbevorschussung, gratis Schülerheime für Muslimas, die nicht zu hause leben wollen, Polizeischutz für Frauen, die bedroht werden, gut ausgestattete Frauenhäuser, schnelle Überbrückungshilfe für Frauen, die ihren Mann verlassen wollen, nicht-diskriminierung bei der Einstellung, Visa für Mädchen, denen Zwangsheirat droht...

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Kommentar von oopexpert
21.04.2017, 12:31

Den Begriff "Kopftuchverbot" hast du ins Spiel gebracht. Tatsächlich wäre ich nur in Ausnahmefällen dafür und präferiere genau wie du indirekte Steuerungen.

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Stört euch das Kopftuch bei Muslimas?

Nein. Warum sollte es mich stören? Es stört mich ja auch nicht, wenn ein Jude mit einer Kippa herumläuft, wenn jemand so aussieht, als bräuchte diese Person dringend mal wieder einen Friseur oder gar ein Bad.

Ein Kopftuch dürfte auch kaum gegen das Vermummungverbot verstoßen, da das Gesicht ja immer noch zu sehen ist.

Mir ist allerdings noch keine Muslima begegnet, die sich ihrem Brauch entsprechend mit mehr verkleidet hätte, als mit einem Kopftuch und üblicher Kleidung. Soll heißen, dass mir beispielsweise noch keine Muslima mit Burka, Niqab oder ähnlichem begegnet ist. Das würde ich als etwas befremdlich ansehen, aber stören würde es mich nicht grundsätzlich.

z.b wenn eine Frau mit Kopftuch Lehrerin werden will.

Es gibt auch christliche Lehrer und Lehrerinnen. Wo ist da das Problem? Einzig eine ausreichende Neutralität sollte gegeben sein und bleiben. Für mich gibt es da erst ein Problem, wenn eine solche Lehrerin andere Personen, insbesondere ihrer Schüler entgegen ihrem Willen zu missionieren versuchen würde.

Was ich auch nicht richtig finde, sind Religionslehrer, die für eine bestimmte Religion Partei ergreifen, indem sie nur eine bestimmte Religion bzw. Konfession als anstrebenswert darstellen. Ein Physiklehrer favorisiert ja auch nicht nur ein Themengebiet und stellt dieses als einzig interessantes dar, ein Mathematiklehrer macht dies nicht mit einer bestimmten Rechenoperation und ein Geschichtslehrer favorisiert sicher auch nicht absichtlich auf Kosten anderer eine bestimmte Epoche. Ebenso sollte auch ein Religionslehrer eine entsprechende Neutralität in seinem Lehrstoff aufzeigen.

Wenn sie studiert und Arzt oder Anwältin werden willl?

Wenn sie entsprechend tätig werden möchte, sollte sie auch den entsprechenden Anforderungen gewachsen sein und sich auf die entsprechenden Erfordernisse uneingeschränkt einlassen, wie es zu dem Berufsbild gehört. Da sehe ich weder eine Bevorzugung noch eine Benachteiligung aufgrund einer Religion, eines Brauchs, einer sonst irgendwie begründeten Tradition.

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Hallo Arabia Princess,

ich finde, in öffentlichen Berufen hat das Kopftuch, das ja auch ein politisches Signal ist, keinen Platz. 

Ich kenne die Türkei, als sie noch ein laizistisches Land war, und auch wenn  der größte Teil der Bevölkerung aus Muslimen besteht, in Schulen, Universitäten, Behörden, Banken und in Hotels war in Berufen mit repräsentativer Funktion bei Frauen das Kopftuch tabu. 

Auch im Koran ist es nicht zwingend vorgeschrieben.

Wenn eine Muslima im Privatleben ihr Kopftuch trägt, kann ich damit leben, auch wenn ich persönlich finde, daß man seine Religion auch dezenter, z.B. mit Schmuck, wie z. B. einem Halbmond aus Gold, ausdrücken kann. 

Ich lebe in Deutschland in einem Land, in dem die Toleranz sehr groß ist. 

Die Menschen hier dürfen ihre Meinung sagen, und sich auch mal über die Regierung ärgern, ohne Repressalien und Verfolgung befürchten zu müssen. 

Für mich hat diese Toleranz aber Grenzen, wenn Menschen diese Freiheit dazu benutzten, anderen zu schaden, indem sie zu Hass und Gewalt aufrufen.

Ein großer deutscher Politiker hat schon vor fast hundert Jahren gesagt: "Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden."

Giwalato 

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Kommentar von vonGizycki
20.04.2017, 21:13

Nur so zur Info:

Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden

Der Politiker war eine Politikerin, es war Rosa Luxemburg.

Aus Breslauer Gefängnismanuskripte zur Russischen Revolution

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Kommentar von Awngr
21.04.2017, 13:19

Sorry, aber für sich selber ein Kopftuch tragen hat nichts zu tun mit "zu Hass und Gewalt aufrufen".

Du vermischst da Sachen.

Und wenn "Freiheit immer auch die Freiheit der Andersdenkenden" ist, dann solltest du den Andersdenkenden zugestehen, sich ihre Haare zu bedecken, wenn sie das richtig finden.

Genau durch diese Vermischungen: Kopftuch = Unterdrückerin = Hass & Gewalt erlaubst du es, dass die Intoleranz sich den Kampf gegen die Unterdrückung der Frau als Feigenblatt nimmt, um Frauen und Fremde zu diskriminieren und zu unterdrücken.

Besonders auffällig ist das bei rechten, ausländerfeindlichen Kreisen, die ansonsten durchaus die Doktrin "Kinder, Küche, Kirche" vertreten. Aber die moslemische Frau wollen sie angeblich befreien. Dass ich nicht lache.

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Du nennst hier unterschiedliche Berufe, die man so nicht miteinander vergleichen kann.


Ein Arzt übt keine Tätigkeit aus, die durch seine Religion beeinflusst werden könnte.

Für einen Arzt gelten völlig andere Grundsätze als für einen Anwalt oder einen Lehrer. Ein Anwalt oder ein Lehrer muss unabhängig urteilen bzw. darf kein einseitiges Weltbild vermitteln.

Generell stört es mich nicht, wenn jemand ein Kopftuch trägt - so lange er wirklich - und ich meine wirklich - rational und unabhängig ist. Die Frage stellt sich aber, ob dieser Mensch wirklich so ist?

Es fängt zum Beispiel bei der Evolution an. Für mich als Mathematiker und Wissenschaftler ist es ein Problem, wenn ein Lehrerin mit Kopftuch plötzlich behaupten würde, die Evolution stimmt nicht. Obwohl es eine bewiesene Tatsache der modernen Wissenschaft ist.


Oder wenn sie behauptet, dass sich unsere Meere nicht vermischen, nur weil das so im Qur'an steht, was natürlich physikalisch absoluter Blödsinn ist. Das haben Seefahrer vor 1500 Jahren gedacht, heute weiss man, dass es nicht stimmt und sich unsere Meere vermischen.

Die Lehrerin währe dann in einer Position, in der sie nicht sein sollte, weil sie ganz einfach keine Ahnung von moderner Wissenschaft hat und ihre Ideologie vermittelt, anstatt den Schülern sachlich wissenschaftliche Fakten zu vermitteln.

Würde sie aber unparteiisch bleiben und den Lehrplan sekular und wissenschaftlich vermitteln, ohne ihre Ideologie in den Vordergrund zu stellen, dann hätte ich natürlich kein Problem.


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Grüß Dich arabiaprinzess!

Aus dem Koran heraus ist das Kopftuchgebot nicht zu begründen!

Text von der Bundeszentrale für Politische Bildung

"MancheMädchen oder Frauen im Umfeld von Moscheen nennen als Grund für das Tragen des Kopftuchs, sie würden in die Hölle kommen; andere "punkten für das Paradies" und kritisieren die muslimischen Frauen, die selbst mit Kopftuch zu aufreizend gekleidet seien. Sie wollen durch das Vorbildüberzeugen. Diese Aussage fußt auf der klassischen, islamischen
Sündenlehre bzw. Pflichtenlehre. Das Handeln im Diesseits, so es als
Pflicht verstanden wird, hat eine dem entsprechende Konsequenz im
Jenseits, bei der Unterlassung einer Pflicht etwa eine Höllenstrafe, bei
der Befolgung einer Pflicht das Paradies. Auch auf der Internetseite
islam.de (ZMD) wird unter der Rubrik FAQ ein "Missachten der islamischen
Kleidervorschriften" als "haram" (verboten) bewertet. 

Einige Frauen führen an, das Kopftuch zu tragen, um sich vor den Blicken von Männern, die die Frau als ein Objekt betrachteten, zu schützen. Diese
Inhalte haben einen Bezug zu Vers 24,31 im Koran."

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Einfügung von mir:

Interpretation des besagten Verses

http://www.deutschlandfunk.de/sure-24-vers-31-der-zentrale-vers-zum-kopftuch.2395.de.html?dram:article_id=331983

Warum ich gegen das Kopftuch aus religiösen Gründen bin:

Der Grund das Kopftuch zu tragen ist eine unzulässige erweiterte
Interpretation des Verses. Das dann Frauen sagen, sie täten es aus
religiösen Gründen, hat was mit der Internalisierung religiösen
Einflusses zu tun, der nicht mit dem Koran begründet werden kann,
sondern mit der Macht der islamischen Männer, Frauen zu unterdrücken, also die Geschlechterrollen unveränderlich zu fixieren.  Und in fundamentalistischen Kreisen wird auch bei Nichtbefolgung Strafe angedroht. Das wird dann auch so weitergegeben, obwohl niemand von den Frauen offenbar den Vers richtig kennt. Da wird also etwas behauptet, die Frauen glauben es und verinnerlichen das.

Die Begründung der Freiwilligkeit das Kopftuch zu tragen nennt man auch Rationalisierung.

Was ist Internalisierung:

Wikipedia:

Als Internalisierung bezeichnet man in den Sozialwissenschaften,
insbesondere in der Soziologie, die Verinnerlichung
gesellschaftlicher Werte, Sitten, Normen und sozialer Rollen im Rahmen
der Sozialisation und der Erziehung.

Was ist Rationalisierung:

Rationalisierung in der Psychologie heißt, das Erkenntnisse,
die sich der Logik entziehen, nachträglich als vernünftig erklärt
werden und vermittelt jener Person einen Sinn. Dies kann so weit gehen,
dass Erinnerungen konstruiert werden, um den Sinn aufrechtzuerhalten.
Und dies, um innerhalb von gesellschaftlichen Normen nicht aufzufallen
oder gar geächtet zu werden.


Einfügung Ende

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Weiter mit dem Zitat aus der Bundeszentrale für Politische Bildung:


"Gerade in islamistischen Schriften seit den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist in der Auseinandersetzung mit der westlichen Gesellschaftsform dieser Gedanke ausgearbeitet worden. Muhammad sei von Gott ein soziales System offenbart worden, das die Frauen befreit und emanzipiert habe. Insofern wird die islamische Kleidung der Frau als ein Zeichen von Emanzipation betrachtet. Darunter ist zu verstehen, dass das Befolgen der islamischen Regeln die Gesellschaft vor Unruhe (fitna) bewahre, die vor allem durch die Reize der Frau ausgelöst werden, und schafft nach diesem Verständnis das positive Ergebnis einer stabilen Gesellschaft, so der pakistanische Islamist Maududi. Er ist ein Verfechter der Vollverschleierung der Frau und gegen ihre Berufstätigkeit. Wie aber
eine solche Interpretation des Begriffs "Emanzipation" mit der eines
westlich geprägten Landes wie Deutschland konform gehen kann, bleibt
fraglich, vor allem, weil als Grundannahme zu akzeptieren wäre, dass
jede einzelne Frau hier reduziert und verobjektiviert wird auf ein
Wesen, "das Reize auslöst". Für ein islamisches Land, in dem das Tragen
des Schleiers der Frau erst ermöglicht, beispielsweise, ein Studium
aufzunehmen, mag man dies sicherlich anders sehen können, aber auch nur,weil man es hier teilweise mit undemokratischen Staatsformen zu tun hatund der Anspruch an die Möglichkeiten von "Emanzipation" natürlich
wesentlich niedriger angesetzt werden muss."

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von muhamedba
20.04.2017, 19:28

Jemand, der eine Frage nicht beantworten kann, der will den arabischen Koran besser verstehen als Muslime. Willkommen in Deutschland 2017 :/

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Mich stört das Kopftuch überhaupt nicht. Sie kann auch Anwältin sein. Aber ich finde als Lehrer oder Richter etc. vertritt man den Staat. Ein Richter soll objektiv sein. Ich hätte ein unangenehmes Gefühl wenn eine Richterin mit Kopftuch entscheiden würde, weil ich immer denken würde sie urteilt nach ihren muslimischen Wertvorstellungen. Und als Lehrer fände ich es auch unpassend. Was ist wenn meine Kinder (ich habe noch keine) die Lehrerin nach Jesus fragen? Kann sie dann soweit abgrenzen, dass sie die Frage nicht beantwortet? Oder muss sie eine islamische Antwort geben? Als Ärztin sehe ich die Probleme nicht, genausowenig als Anwältin weil jeder sich den Arzt oder Anwalt selbst aussuchen kann.


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Kommentar von katzenjunge
20.04.2017, 23:06

Im Krankenhaus kann man sich den Arzt, die Ärztin nicht aussuchen. Und in Universitätskliniken tragen Ärztinen und Personal auch Kopftuch.

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Kommentar von Awngr
21.04.2017, 08:24

Was ist, wenn deine Kinder die Lehrerin nach Jesus fragen?

Dann sagt sie: liebes Kind, das ist jetzt hier nicht Schulstoff, frag deine Eltern zu Hause!

Oder willst du, dass es unbedingt Schulstoff sein soll? Und wenn ja dann im religionswissenschaftlichen Sinn (man weiss nicht, ob es ihn überhaupt gab) oder in deinem römisch-katholischen Sinn?

In diesem Fall sprichst du dich dagegen aus, dass der Staat in bezug auf Religionen neutral ist und dafür, dass deine Religion, das Christentum, favorisiert wird.

Das wäre dann gegen die Verfassung, wenn ich mich nicht täusche.

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In das Land meiner Eltern gab es vor ein paar Jahren immer mehr Türken, weil du bei uns Kopftuch an der Uni tragen darfst (war ja bei den Türken verboten). Jetzt darf eine Lehrerin keine Kreuzkette tragen in Berlin aber selbst schuld...
Muslima die ich kenne wollen jetzt erst Recht nicht das Kopftuch abnehmen.
Mir persönlich wäre es egal.

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Die Ärztin oder Anwältin mit Kopftuch stört mich überhaupt nicht. Die Lehrerin mit Kopftuch stört mich nur dann nicht wenn sie ihre Religion von ihrer schulischen Tätigkeit deutlich zu trennen weiß.

Sobald sie dieses Kopftuch als äußeres Symbol ihrer Religion trägt um für diese Religion zu werben muss sie mit säkularer Gegenwehr rechnen.


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Mich stört es nicht.

Meiner Meinung nach darf man anziehen, was man möchte. Manches finde ich schön, manches nicht, aber im Endeffekt ist das nicht meine Sache.

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Generell nein wenn es nur um Mode gehen würde, ich frage mich aber ob man als streng religiöser Mensch nicht des Öfteren in einen Interessenkonflikt bei den gennanten Berufen kommt z.B. bei der Ärztin mit einem entkleideten Mann, bei der Lehrerin mit dem Respekt von und für männliche Schüler.

Da könnte man dagegen argumentieren dass die besagte Kopftuchtragende Frau nicht "so religiös" ist aber lt. meines Wissens geht die Entscheidung ein Kopftuch zu tragen mit dem absoluten anerkennen der Restlichen Lehren vom Propheten Mohammed einher, ansonsten ist man trotzdem sündig.

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Kommentar von Awngr
20.04.2017, 20:23

du weisst ja gar nicht, was der Islam zu Fragen wie Krankenpflege (und Nacktheit) etc. sagt.

z.B. geben Frauen mit Kopftuch durchaus ihren Kindern in der Öffentlichkeit die Brust. Ist kein Problem, weil die stillende Brust in dem Kontext nicth als sexuell und nicht als Nacktheit gilt.

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Was mich stört, ist nicht das islamische Kopftuch, sondern die Gesinnung, die seine Trägerin damit ausdrückt. Trotzdem akzeptiere ich es, denn Kleidungsvorschriften sind in einer freien Gesellschaft nicht vorstellbar. Ausser Vermummungsverbot, das ich befürworte, denn Vollvermummung ist keine Kleidung.

Allerdings sollten die Bürger eine grössere Freiheit haben, sich zum Kopftuch oder zu anderen religiösen Symbolen zu positionieren. Ein Unternehmer sollte zum Beispiel das Recht haben, keine Kopftuch- oder Rosenkranzträger einzustellen. Oder sie zu entlassen, wenn sie der Spleen erst nach der Einstellung überfällt. Schliesslich übermitteln religiöse Fundis durch das Tragen ihrer Symbole eine Nachricht an die Umwelt, und darum sollte diese Umwelt auch auf die an sie gerichtete Nachricht reagieren dürfen.

Was aber das Beispiel mit der Lehrerin betrifft: hier bin ich, wie für alle Beamten, für ein Verbot des Tragens religiöser Symbole in der Ausübung ihrer Funktion. Weil sie in dieser Funktion nicht sich selbst, sondern den Staat repräsentieren, und der sollte seine Neutralität auch symbolisch zeigen.

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Kommentar von Awngr
21.04.2017, 08:30

Ich finde die Heuchelei so widerlich, dass man angeblich die armen, unterdrückten Muslimas vor sich selber und der Unterdrückung durch den Islam schützen will, indem man ihre Religionsfreiheit unterdrückt. 

Wenn du moslemische Frauen schützen willst, dann gibt denen, die zwangsverheiratet werden sollen, Visa und Pflegefamilien oder Heime, kläre sie über ihre Rechte in Deutschland auf.

Mit einem Kopftuch-Verbot förderst du die Unterdrückung der Frauen nur.

Bei den Mädchen in der Schule, weil die Fundi-Eltern sie dann in moslemische Schulen schicken, wo sie Kopftuch tragen dürfen (oder sogar müssen) und viel mehr indoktriniert werden als in staatlichen Schulen, oder indem die Eltern sie ins Heimatland zurück schicken.

Bei den Lehrerinnen indem du ihnen manche Berufe versperrst, mit denen sie ihren eigenen Lohn verdienen können und so unabhängig(er) werden können.

Insofern ist dir die Gesinnung, die hinter dem Kopftuch steht, so lange wie breit. Für dich ist "Emanzipation" nur ein Vorwand, um Diskriminierung zu betreiben, genau gegen die Unterdrückten der Unterdrückten.

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Manchmal ist weniger Mehr. Daher ist es eventuell angenehmer, wenn man nicht alles sieht.

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Die Mehrheit der muslimischen Frauen tragen Hijab, um Gott zu gehorchen und um als ehrbare Frauen erkannt zu werden. (Quran 33:59)   

In den vergangenen 30 Jahren jedoch hat sich das Hijab als ein Zeichen islamischen Bewusstseins abgezeichnet. Viele Frauen sehen das Tragen des Hijabs als Zeichen ihres Wunsches an, Teil einer islamischen Wiederbelebung zu sein

Eine Frau, die Hijab trägt, wird zu einem sehr sichtbaren Zeichen des Islam. 

aus: http://www.islamreligion.com/de/articles/2770/warum-muslimische-frauen-ein-kopftuch-tragen/

Ich finde es unpassend, wenn eine Muslima damit zeigen will, dass sie "ehrbar" ist.

Im Umkehrschluss drückt sie damit aus, dass Nicht-Hijab-Trägerinnen "nicht ehrbar" sind.

Kleidung, die andere Menschen diskriminiert, sollte öffentlich nicht erlaubt sein.... 

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Kommentar von Awngr
20.04.2017, 23:48

Das ist aber weit hergeholt. Besonders wenn man bedenkt, dass hier ohne weiteres jenen Frauen, die Kopftuch tragen, unterstellt wird, dass sie "nicht emanzipiert" sind, was hierzulande mindestens so wichtig wie ist "ehrbar sein".

Du kannst du ein Kleidungsstück nicht verbieten, nur weil jemand anders dann vielleicht denken könnte, er sollte es auch anziehen.

Wirklich!

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Nope, nicht im geringsten. Burka bzw sonstige Elemente des Glaubenslebens auch nicht, solange man mich oder andere nicht auf Basis dessen angreift.

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Ja, mich stört es.

Wenn die Religion unbedingt ausgelebt werden muss, dann soll das in privatem Rahmen geschehen aber nicht im Berufsleben.

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nein. stört mich nicht.

Wenn es am Hals gebunden ist, finde ich es hässlich, wenn es am Nacken gebunden ist und zu den Kleidern passt finde ich es sehr elegant.

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Ich erlaube mir mit einem Zitat (mir) unbekannten Urhebers zu antworten:

Religion ist wie ein Penis. Es ist gut einen zu haben, man kann auch stolz darauf sein einen zu haben, aber man packt ihn nicht in der Öffentlichkeit aus, klatscht ihn anderen ungefragt ins Gesicht und schon gar nicht stopft man ihn kleinen Kindern in den Rachen.

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Kommentar von isibisi18
20.04.2017, 17:59

das ist von Betty White ;) die von den Golden Girls

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Dieses auffällige Zeichen der Glaubensdemonstration finde ich überflüssig.

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Kommentar von hummel3
22.04.2017, 11:31

Sie, "die Glaubensdemonstration" ist nicht nur überflüssig, sondern in der Ausstrahlung auch diskriminierend gegenüber der einheimischen weiblichen Mehrheitsgesellschaft. - Schließlich symbolisiert das "Kopftuch" die "scheinbar ehrhafte Frau darunter - Die Frau ohne, dagegen das Gegenteil!

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Ja, unabhängig von der Person stört mich das Kopftuch, weil es für mich ein Zeichen einer menschenfeindliche Religion und Ideologie ist und mich auch gegenüber der Intelligenz der Trägerin skeptisch stimmt.

Ich würde mir wünschen, in Deutschland zumindest keine "Kopftücher" mehr sehen zu müssen, weil sie offenbar im Straßenbild zunehmen und so mein Befremden über meine Heimat und seine Zukunft wachsen lassen. Da "Kopftücher" nachgewiesenermaßen auch besonders gebärfreudig zu sein scheinen, mache ich mir langfristig betrachtet auch Sorgen um die Zukunft und demographische Entwicklung unseres bislang noch demokratischen Rechtsstaats.

Jedenfalls steht das Kopftuch des Islam bei Lehrerinnen oder etwa Ärztinnen und Anwältinnen nicht gerade für ihr fortschrittliches Denken, was ich mir bei solchen Menschen für uns, unsere Kinder und Enkel aber dringend wünschen würde.    

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Kommentar von Awngr
20.04.2017, 23:40

Und deine Religion und Ideologie ist weniger menschenfeindlich?

Gerade die Fundamentalisten-Christen treten plötzlich für Frauenrechte ein?

Das ist doch reine Heuchelei.

Schau mal was dein Christentum im Laufe der Jahrhunderte so angerichtet hat. Der Blutzoll ist höher als der der Moslems.

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Kommentar von Zicke52
22.04.2017, 11:06

@hummel: Darf eine Muslima überhaupt Anwältin werden? Ist dieser Beruf nicht haram?

So wurde es hier schon einige Male erklärt. Es braucht keine juristischen Berufe, da Allah schon ein für allemal Justiz gesprochen hat. Die Umsetzung dieser "Justiz" obliegt den Religiösen.

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Voe zwei Jahren waren die Koptuchträgerinnen eher selten
Jetzt nimmt es überhand und darum stört es mich.

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Kommentar von Awngr
21.04.2017, 13:51

Hinter welchem Mond lebst du? In durchschnittlichen deutschen Städten gehörten Kopftücher mindestens seit den 70er Jahren zum alltäglichen Strassenbild...

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Kommentar von hummel3
22.04.2017, 11:23

@KaeteK

Ich sehe das auch so! - Deshalb hoffe ich immer noch, dass die deutsche Gesellschaft nicht schon so weit degeneriert ist und irgendwann dagegen aufsteht und diesem islamischen Spuk per Gesetz ein Ende bereitet!

Wir brauchen keinen "Islamischen Staat" auf unserem Hoheitsgebiet. Ich bin auch sicher, dass alle, welche sich bislang zu gleichgültig oder tolerant dem Islam und seinen Vertretern gegenüber verhalten, dies eines Tages bitter bereuen oder büßen müssen. Schließlich haben es bislang historisch betrachtet alle Völker und Länder bereut, welche sich jemals mit dem Islam eingelassen haben.

Das "Rad" wird sich dann leider nur noch mit strikten Gesetzen und Gewalteinsatz wieder rückwärts bewegen lassen.

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