Stöchiometrie: Reaktionsgleichung Verhältnis

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Moin,

ich würde dir gerne helfen, aber das ist nicht so leicht. Lies dir den folgenden Text ruhig bis zum Ende durch (auch wenn's viel ist und stellenweise zunächst wenig mit deiner eigentlichen Frage zu tun zu haben scheint...). Sag mal PG111, in welcher Klasse bist du? Ich meine, um dir die Frage beantworten zu können, wäre es schon hilfreich, auf welchem Niveau das passieren soll. Habt ihr Themen wie "Werigkeiten", "Atombau", Periodensystem der Elemente" schon gehabt? Weißt du, was Ionen sind? Kennst du die "Oktettregel" oder weißt du, warum bestimmte Elemente überhaupt miteinander reagieren? Kannst du Reaktionsgleichungen ausgleichen? Bekommst du die Gleichungen vollständig vorgegeben oder musst du dir selbst überlegen, was herauskommt, wenn Stoff X mit Stoff Y reagiert? Was - ganz konkret - meinst du mit dem Verhältnis 2:1?

Ich könnte mir hier einen Wolf heruntererklären, und du sagst am Ende: Das verstehe ich nicht, weil wir so viele Begriffe noch nie hatten!, verstehst du?

Was ich dir aber schon jetzt sagen kann: Die von dir angegebene Reaktionsgleichung ist einfach falsch. Du brauchst dich also nicht zu wundern, wenn du das nicht verstehst, denn die kann so niemand verstehen.

Für den Fall, dass in deinem Heft eigentlich das steht:

2 Li + H2O ---> Li2O + H2

so muss ich dir leider sagen, dass dies zwar formal korrekter als deine hier eingestellte Angabe wäre, aber die Reaktion zwischen Lithium und Wasser in der Praxis so nicht abläuft. Tatsächlich reagiert Lithium (Li) nämlich mit Wasser (H2O) so, dass dabei in Wasser gelöstes Litiumhydroxid (LiOH) entsteht und Wasserstoff (H2) als Gas freigesetzt wird. Demnach müsste die Reaktionsgleichung eigentlich folgendermaßen aussehen:

2 Li (s) + 2 H2O (l) ---> 2 LiOH (aq) + H2 (g)

Die Buchstaben in den Klammern hinter den Symbolen sind die Abkürzungen englischer Begriffe für den (Aggregat-)Zustand, in dem die Stoffe vorliegen. Dabei steht "s" für solid (= fest), "l" für liquid (= flüssig), "aq" für aqueous (= wässrig; in Wasser gelöst) und "g" für gas (= gasförmig).

Aber das nur nebenbei. Bevor ich dir konkret helfen kann, würde ich dich bitten, noch einmal präziser zu formulieren, was du genau wissen möchtest!? Vielleicht hast du ja auch irgendwo eine Original-Fragestellung?

Ich werde dir gern helfen, wenn ich weiß, was genau du wissen willst und wie genau ich es erklären soll... Darum vorläufig lieber Gruß von der Waterkant.

Ich bin in der 11. Klasse und wir hatten schon Wertigkeiten, Atombau, Periodensystem der Elemente, Ionen, Gitterenergie, Teilladungen, Van der Waalskräfte, Atomradius und Elektronegativität und auch die Aggregatzustände. und ich glaub sogar noch etwas mehr.

Aber was meine Frage beantwortet hat und mir sehr geholfen hat ist deine Korrektur

2 Li (s) + 2 H2O (l) ---> 2 LiOH (aq) + H2 (g)

Das heißt wir haben von fast alles Stoffen/Verbindungen 2 außer von H2 Also ist das Verhältnis 2:2:2:1

Und für die eine Berechnung (in meinem Heft) weiß ich wie ich es multiplizieren muss (Verhältnis) um die Masse zu kriegen.

ich habe es für die Arbeit verstanden und vielen Dank! Es hat mir wirklich sehr geholfen.

Liebe Grüße PG111 :-D

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@PG111

Freut mich, wenn ich helfen konnte und keine Probleme mehr bestehen... Ansonsten frag ruhig nach.

Nochmals liebe Grüße

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Man muss natürlich wissen, wie Stoffe miteinander reagieren. Eine gute Orientierung bietet hierbei das PSE, insbesondere, wenn die Aussenelektronen dargestellt sind. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber einige simple Regeln. Was hier das 2:1 bedeuten soll, weiss ich nicht. Die Reaktionsgleichung ist schlicht falsch.

Wenn das wirklich in deinem Heft stand : " Li + H2O --> 2Li + H2" , dann hast du, wenn du das selbst reingeschrieben hast, schlicht nicht aufgepasst. Wenn du das aber so gekauft hast, verklag den Verlag wegen Verbreitung von Unsinn.

Du hast offenbar erst in diesem Schuljahr mit dem Fach Chemie begonnen und kannst deshalb noch nicht erklären, warum eine Reaktion so und nicht anders abläuft. Also musst Du, bis es mit der Erklärung so weit ist, die Gegebenheiten auswendig lernen. Nehmen wir Dein Beispiel, das in der Antwort von DedeM richtig korrigiert wurde. Hier musst Du zunächst einmal das Folgende auswendig lernen:

Wernn ein Metall mit Wasser reagiert, dann bilden sich das entsprechende Metallhydroxid und gleichzeitig Wasserstoff. Die Betonung liegt hier auf "Wenn", denn nicht alle Metalle reagieren mit Wasser.

Nun könnte z.B. eine Klassenarbeitsfrage lauten: Formuliere die Reaktionsgleichungen für die Reaktionen zwischen a) Lithium und Wasser und b) Barium und Wasser. Dann wären die Lösungen, wenn Du den auswendig gelernten Merksatz (s.o.) anwendest:

a) 2 Li + 2 H₂O --> 2 LiOH + H₂

b) Ba + 2 H₂O --> Ba(OH)₂ + H₂

Das Auffinden der Formel für das entstehende Bariumhydroxid und auch der Koeffizienten in den Gleichungen, das ist ein weiteres Problem.

Die Regel, die du aufgeschrieben hast

"Wernn ein Metall mit Wasser reagiert, dann bilden sich das entsprechende Metallhydroxid und gleichzeitig Wasserstoff. Die Betonung liegt hier auf "Wenn", denn nicht alle Metalle reagieren mit Wasser."

hat mir geholfen zu verstehen wie es zum 2 LiOH + H₂ kommt so konnte ich es besser verstehen und mit DedeM habt ihr mir beide sehr geholfen. Ich brauchte also nur ne Korrektur

Vielen Dank! :-D

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also die gleichung ist doch schonmal falsch !! du lässt da lithium entstehen und Sauerstoff verschwinden !!

Meiner Ansicht reagiert Lithium wie Natrium also:

2Li + 2H2O -> 2LiOH + H2

das verhältnis n(Li) / n(H2O) = 1/1 n(Li) / n(H2) = 2/1

einfach wieviel mol jeweils beteiligt sind

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