Stimmt ihr meiner Meinung zu,dass Nationalstolz und Nationalismus ein Relikt aus der Vergangenheit sein sollte,und immer nur zu Kriegen und Problemen führt?

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17 Antworten

Zu Kriegen und Problemen führen die macht- und geopolitischen Interessen der Machthaber. 

Gerade aber der Nationalismus ist die Ideologie, gemäß der jedes Volk seine eigene Suppe braut. Der Nationalismus predigt das Selbstbestimmungsrecht der Völker und schließt deshalb Unterwerfungskriege, imperialistische Steppvisiten und dergleichen kategorisch aus. Einer Völkerverständigung, wie wir sie nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren haben, steht der Nationalismus sowieso nicht im Weg. Er ist vielmehr die einzig gangbare Variante, eine solche möglichst spannungsfreie Verständigung aufrechtzuerhalten – wie die internationalistischen Bestrebungen der Machtkonzentration und Zentralisierung in Form der Europäischen Union, die vor allem Probleme und Zwiespalt zwischen den europäischen Staaten sät, eindrucksvoll belegen. 

Nationalstolz ist ebenso eine gute Sache, wenn man weiß, worauf man stolz sein sollte. Dies führt nämlich nicht nur zu einer größeren Identifikation mit dem sozialen und staatlichen Gefüge und somit einer friedlichen Integration in diese, sondern kann auch mit dem Bekenntnis zum Erhalt gewisser Werte (Freiheit, Solidarität etc.) verwoben sein (und ist es im besten Fall auch). 

Nationalstolz ist nicht zwingend Nationalismus.

Nationalstolz bedeutet eher, daß man sich der Vergangenheit der eigenen Nation bewußt und stolz darauf ist.

Das hat in Deutschland durch die Nazizeit einen negativen Touch bekommen, aber man kann auch heute noch stolz auf die eigene, nationale Vergangenheit sein, sofern man sich der Fehler bewußt ist.

Nein, dem stimme ich nicht zu. Die Skandinavier sind sehr stolz und haben seit Jahrhunderten keinen Krieg verursacht. Nationalstolz muss naälich nicht zwingend, wie es häufig in Deutschland der Fall ist und war, mit der Herabwürdigung anderer Nationen einhergehen. Man kann auch auf seine Nation stolz sein, ohne die anderen als Untermenschen zu bezeichnen.

Ich bin ein großer Skandinavien-Fan. Dennoch muss ich (leider) ein wenig widersprechen. Im Dreißigjährigen Krieg waren schwedische Truppen plündernd in Deutschland unterwegs (auch im - katholischen - Saarland, bis runter zum Bodensee).

Gustav Adolf II., König von Schweden, fiel 1632 in der Schlacht bei Lützen (Sachsen-Anhalt).

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_L%C3%BCtzen

Entscheidend war hierbei aber nicht die Nationalität, sondern die Zugehörigkeit zum protestantischen Glauben. Wallenstein führte die katholischen kaiserlichen Truppen (und Wallenstein wäre nach heutiger Betrachtung Tscheche).

Auch die Vasa (vermutlich berühmtestes Schiff in Schweden) wurde zu diesen Kriegszeiten gebaut.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vasa_(Schiff

Es sollte gegen die (katholischen) Polen zum Einsatz kommen, sank aber auf der Jungfernfahrt, da die schweren Kanonen zu hoch im Rumpf des schmalen Schiffes standen.

Auch Dänen und Schweden haben sich früher einige Scharmützel geliefert (das steht aber hierzulande kaum auf dem Lehrplan).

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@OlliBjoern

Du widersprichst nicht, ich habe nicht umsonst geschrieben seit Jahrhunderten. 400 Jahre halte ich für einen akzeptabel Läuterungszeitraum.

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Jein.

Kriege entstehen eher aus Gründen des politischen und ökonomischen Macht- und Vorteilsstrebens heraus.

Aber man braucht ja auch ein paar motivierte Dummköpfe, die auf Befehl sich abschlachten lassen, um Dritten den Geldbeutel zu füllen.

Und wenn die besonders dämlich sind, dann lässt man sie halt über diese Stöckchen Nationalstolz und Nationalismus hüpfen, bevor ihnen ein Schrapnell die Hohlbirne von den Schultern reißt oder ihnen irgendwelche Gliedmaße abgehakt werden...

Das konnte man besonders beim chilenischen Unabhängigkeitskrieg beobachten, alles Dummköpfe, die dabei waren.

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@marylinjackson

Ich kenne mich besser mit den beiden Weltkriegen aus, die vom Deutschen Kaiserreich und dem Naziregime u.a. eben auch durch die Inszenierung von Nationalismus und Nationalstolz vom Zaun gebrochen wurden und bei denen diese "Tugenden" unweigerlich in barbarische Gräueltaten einmündeten. 

Oder nehmen wir die letzten Kriege in Europa, also den Bürgerkrieg auf dem Balkan, wo sich Typen mit Stolz geschwellter Brust vor allem durch  Massenvergewaltigungen hervorgetan haben. Oder den in der Ukraine, wo man sich für Machtspielchen unnütz Löcher in diese Stolz geschwellten Brüste schießt.

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Ich bin mir nicht ganz klar, wie genau man die Begriffe definiert, aber wenn der Verzicht auf ein Nationalgefühl dafür sorgt, dass man die Bevölkerung und die Grenzen nicht mehr schützt, und sagt, dass jeder Mensch das Recht hat, im eigenen Land zu leben - dann werden wir genau so enden wie Schweden. Und tatsächlich denke ich, dass wir genau diese Entwicklung noch vor uns haben, denn unsere Regierung agiert völlig kopflos und schadet der eigenen Bevölkerung und der zukünftigen Entwicklung des Landes.

Neee, absolut nicht. Gesunder Nationalstolz bewahrt auch die eigene Kultur. Man muss ja nicht diesen Nazischeiß machen. Fremdenhass usw. Bei der heutigen Anglifizierung kann man nur den Kopf schütteln. Englisch in Produktbezeichnungen, in der Werbung uvm. Ich galub nicht, dass der Großteil das überhaupt übersetzen kann.

Nationalstolz ist nicht gleich Nationalismus und mehr

Nationalismus ist nicht gleich Nationalismus bzw in unterschiedlichen Auswüchsen 

Nein fördert es  nicht zwingend 

Dazu gehören noch genügend andere Faktoren bevor ein Krieg oder Bürgerkrieg entsteht 

Quatsch auf keinen Fall. Nationalstolz und Nationalismus sind das wichtigste was die Nation zusammenhält. Das ist linkes geschwätz und man sieht ja wozu das führt. Die wollen nur Terror (Hamburg G20 Gipfel) gegen den unschuldigen Bürger

Die Bundesrepublik ist im Kern eine Verwirklichung sozialdemokratischer Wahlforderungen vom Ende des vorletzten Jahrhunderts, als deutsche Patrioten noch mit stolz geschwellten Brüsten auf Bäumen gehaust haben...

Unsere erfolgreiche Bundesrepublik basiert nicht auf Nationalstolz und Nationalismus, sondern auf Demokratie, Menschenrechten, Rechts- und Sozialstaatlichkeit und dem Kleinhalten der nationalistisch bornierten Rechten, die Deutschland mit ihrem Nationalismus in zwei verheerende Weltkriege geführt hat mit Millionen von Toten und enormen Territorialverlust.

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@atzef

Bestes Beispiel USA. Nationalismus, Nationalstolz, Brüderlichkeit und eine gemeinsame geschichte die alle eint

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Von mir ein klares "Ja" ohne Wenn und Aber.

Frag dich doch was passiert, wenn du im Leben immer nur an dich denkst und dich unreflektiert für besser als alle anderen hältst. 

Nichts gutes. 

ja. ....

1. Nicht wenn Anti-Nationalstolz als politisches Vehikel zur globalen einheitlichen Weltordnung verwendet wird.

2. Zwar finde ich das denken in Nationen auch dumm. Trotzdem gibt es einfach regionale Traditionen und Ansichten die man nicht ignorieren darf . . weil das die Geschichte und Erfolge die einen Menschen im Leben motivieren auslöscht und unnötig klein macht.

Menschen identifizieren etwas als ihre Heimat. Und das ist wichtig.

Wo wird denn eine einheitliche Weltordnung geschaffen? Das ist so ein dummer Verschwörungstheoriedreck. Wer sowas glaubt sollte noch mal zurück in die Grundschule...

Und auch lokale Traditionen...was soll das bedeuten? Ich feiere kein Weihnachten und auch meinen Geburtstag nicht. Ich hasse Weihnachtsmärkte und mir geht die deutsche Bürokratie total auf den Sack!!!

Oh bitte bitte, darf ich trotzdem meinen deutschen Pass behalten? Bitteeeeee! 

So ein Schwachsinn den du hier erzählst. 

Zeig mir diese sogenannten Traditionen die von allen Deutschen gelebt wird.

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@MaxNoir

1. "Verschwörungstheoretiker" gibt es nicht . . das Wort hat absolut keine Definition und fasst unfairerweise ALLE kritischen Menschen zusammen die in irgendeiner Weise ihren Regierungen nicht trauen. Ich bin lediglich seit ich jung bin politisch interessiert und habe mein eigenes Nachrichten Archiv mit über 50,.000 Artikeln. . . . Globalisierung ist Vereinheitlichung. . .

2. In der Grundschule wird Weltpolitik nur selten behandelt.

3. Das Gesamte Leben besteht aus Traditionen. .  ALLES. . Menschen fahren auf der rechten Fahrspur . . Menschen gehen zusammen essen . . Menschen geben ihre Kinder in einen Kindergarten . . Alles was die Menschen leben ist aufgebaut auf Tradition. Zwar werden sie mehr und mehr verglobalisiert und verineheitlicht und dürfen ihre regionalen traditionellen Handhabungen nicht mehr behalten . . aber dennoch untscheiden sie sich doch alle.

Hier ist es nicht Tradition Menschen den Kopf ab zu schlagen wenn er eine Frau betrogen hat. . z.B.

4. Denke ich, dass du einfach eine selbstwertlose talentfreie Person bist die grundsätzlich nur Leute anpisst um sich kurz wichtig zu fühlen. 

Du hast absolut kein Argument. Alles was du kannst ist weit die Fresse aufreissen wenn dich ein Wort triggert. Wie jeder andere Stammtischtro***el auch. Vielleicht überlegst du dir mal wie du mit anderen Leuten umgehst . . dann wärst du nicht so einsam!

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@HIILLFFEEEEEE

Nicht zu vergessen, daß wir es in der aktuellen Problematik auch nicht schätzen, wenn Frauen sich verschleiert durch das Land schleichen müssen und daß wir unsere Gesetze an irgendein ominöses Gebetsbuch anpassen sollen!

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@HIILLFFEEEEEE

Ah, das Rechtsfahrgebot, Kinder im Kindergarten und...das sind also die deutschen Traditionen.....

So ein Unfug.

Selbst 50.000 Artikel sind nur 1/1^599596965x0tel der Informationen die auf dieser Welt rumschwirren. Dass du glaubst die Welt auf Basis von 50.000 Artikeln erfasst zu haben, zeigt wer sich hier wirklich wichtig fühlen will...wobei...bei dir klingt das eher nach so einer "Ich bin der Messias"-Geschichte.

Wirklich einfach nur lächerlich.

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@MaxNoir

HIILLFFEEEEEE hat aufgeführt, was ihr gerade in den Sinn kam, ohne daß das vollständig sein muß, MaxNoir !

Für mich wäre ganz wesentlich, daß mir kein Hansel vorschreibt, daß ich mich gefälligst 5 mal am Tag gen Mekka beugen soll, daß wir eine Gleichberechtigung haben und eine Demokratie, deren Werte wir höher achten als irgendein Buch eines spätantiken Phantasten, der sich selber als Prophet bezeichnet, tatsächlich aber mehr Spaß daran hatte ein Feldherr zu sein - heute würde man ihn Warlord nennen!

Wer Hilfe benötigt, dem bin ich zu helfen bereit, aber wenn er nicht will, dann darf er gerne leben wie im Mittelalter, allerdings nicht hier!

Mir ist es offen gestanden herzlich egal, ob irgendeinem Moslem unsere Zivilisation gefällt! Wenn nicht, dann empfehle ich Saudi-Arabien - reich sind die auch und dort gehen die Frauen noch anständig verschleiert, fahren kein Auto und Diebe werden eine Hand kürzer gemacht - ach und einen König haben sie auch noch!

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JA , Nationalstolz ist Unsinn. 

Auf was soll man stolz sein? Dass man aus Zufall irgendwo geboren wurde? Verwandt sind wir irgendwie alle miteinander. 

Wer stolz ist auf seine Herkunft oder Zugehörigkeit zu einer Gruppe, der hat einen sehr engen geistigen Horizont und hat somit nichts auf das er wirklich stolz sein könnte. 

Z.B. auf eine eigene persönliche Leistung oder eine GUTE TAT die er zum Nutzen anderer vollbracht hat. 

So denken Menschen aber nicht!

Zuvorderst steht für jeden (geistig gesunden) Menschen die eigene Existenz und die der eigenen Familie. Dicht gefolgt oder zugleich mit dem persönlichen Freundeskreis.

Die nächste Stufe ist historisch die eigene, regionale Gruppe - heute eher eine Berufs-, Partei- oder Vereinsgruppe.

Dann folgt als nächste Stufe bereits der eigene Staat.

Diese Staffelung resultiert aus dem Wunsch nach möglichst optimaler Überlebensfähigkeit, die nicht mehr gewährt ist, wenn man jedem Eindringling, sei es in Staat/Gruppe/Familie gleich sämtliche Tore öffnet, ohne zu hinterfragen was der wohl will - und ob das den eigenen Interessen dient.

Das ist heute nicht viel anders, denn wir haben kein internationales Rechtssystem - jedenfalls kein anerkanntes und keines, das sich durchzusetzen vermag. 

Insofern ist es noch immer existentiell wichtig äußerer Einflußnahme durch eigene Gegenmaßnahmen zu begegnen.

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@palzbu

Danke für den Link - er reiht sich in eine lange Reihe seit dem Bericht des "Club of Rome".

Damit will ich nicht sagen, daß die Gefahren falsch dargestellt sind, aber meines Erachtens wird eines überall nicht in die Rechnung einbezogen: der menschliche Erfindungsreichtum!

Der Treibhauseffekt wird sicher nicht durchgehen, wie bei der Venus, sondern uns maximal eine Erwärmung bescheren, durch die wir die meisten Küstenregionen verlieren. Das ist fatal, aber nicht das Ende unserer Zivilisation (man kann auch schwimmende Städte bauen).

An den Ressourcen nagen wir zwar ganz enorm, aber daß sie in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht sind, davon kann keine Rede sein - sogar Erdöl wird noch ein Weilchen fließen, wenn auch vielleicht nicht in Saudi-Arabien. Es gibt da aber noch eine Ressource, die uns in Deutschland zu teuer geworden ist, wovon wir aber noch massenhaft haben: Kohle!

Eine andere Energieressource wird nur in Deutschland verteufelt, während die Franzosen sich damit recht wohl zu fühlen scheinen, nämlich die klimaneutrale Kernenergie. Ich halte das nur für eine Brückentechnologie, denn in 50 Jahren werden wohl tatsächlich Fusionskraftwerke betriebsbereit sein - und zwar ganz egal, ob die Deutschen womöglich auch dagegen etwas haben - dann kaufen wir den Strom eben aus dem Ausland.

Wir haben ja sogar etwas gegen Windkraftanlagen, wenn ich mir die Proteste so ansehe: "Zu dicht an meinem Haus und die Hochspannungsleitung will ich auch nicht!"

Langfristig (ab 50-100 J) haben wir aber durchaus Ressourcen, die uns völlig von den heute verfügbaren unabhängig machen und zwar massenhaft. Fusionskraftwerke habe ich schon genannt, Solarenergie noch nicht. Nein, nicht die heute üblichen Solarflächen, sondern Solarsatelliten im Weltraum - darüber hat die NASA schon seit der Mondlandung nachgedacht. Das ist sehr teuer, aber wenn wir uns damit befassen, dann wird die Energie fast kostenlos.

Ach so, die Rohstoffe - die müssen wir nicht auf der Erde ausbuddeln - auf einem Asteroiden geht das viel einfacher und völlig ohne Umweltprobleme.

Das heißt, wir müssen die nächsten 50 oder 100 Jahre überstehen, damit wir als Zivilisation überleben können. Und natürlich dürfen wir uns auch nicht zwischendurch die Birne wegschießen...

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@nax11

Technisch alles kein Problem wenn der Mensch einsichtig wäre. 

Ist er nicht.

Und natürlich dürfen wir uns auch nicht zwischendurch die Birne wegschießen...
Hier ist das Problem.

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Nein.

Nicht immer führt das Bestreben einer Ethnie, sich für ihre Unabhängigkeit einzusetzen, auch zum Krieg. 

Frag mal z.b. die Polen

Nein auf keinen Fall.

Hallo,

mal so eine Bescheidene Frage .

Wie soll das gehen ?

Ob nun Nation ,Stadt,Dorf ,Fußballverein,Religion etc .

Am Ende kommt es auf das selbe raus.

Das Problem ist nicht der Stolz oder Nationalismus sondern der Umgang und die Wertschätzung gegenüber den anderen.

Wenn alle gleich wären würde diese Welt ziemlich langweilig sein.

Disneyland mit Unterschiedlichen Landschaften !

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