Stimmt ihr diesem (historischen) Zitat zu?

Das Ergebnis basiert auf 71 Abstimmungen

Nein 59%
Ja 25%
... 15%

Wer hat das gesagt?

Michail Bakunin, aber unwichtig. Es ging mir nur um die Aussage ^^

36 Antworten

Zu einem Zitat gehört doch eine Quelle, sonst ist es kein Zitat.

« Dieu est, donc l'homme est esclave. L'homme est libre, donc il n'y a point de Dieu. Je défie qui que ce soit de sortir de ce cercle, et maintenant, choisissons. » 

(Aus: Dieu et l'état von Michail Bakunin, 1882, posthum)

„Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave; der Mensch kann und soll aber frei sein: Folglich existiert Gott nicht. Ich fordere jeden auf, diesem Kreis zu entgehen, und nun mag man wählen. […] Wenn also Gott existierte, gäbe es für ihn nur ein einziges Mittel, der menschlichen Freiheit zu dienen: aufhören zu existieren.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Gott_und_der_Staat

Jeder könnte es mit 2 Sekunden Googlen herausfinden, es ging mir nur um die Aussage bzw. Argumentation, aber Danke!

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Nein

Wenn Gott existiert, ist der Mensch ihm meinetwegen unteregeordnet. Aber zwischen Sklaventum und Hirarchie besteht ein Unterschied. Im Christentum sowie im Judentum und eigentlich allen anderen Religionen wird eine Göttliche Figur eher wie eine Vaterfigur (oder Mutterfigur) betrachtet, nicht wie ein Lehnsherr oder Besitzer der Menschen. Folglich sind nur diejenigen Menschen Sklaven Gottes, die sich dazu machen.

Ich denke, dass sollte es einen Gott geben und der nur annähernd so barmherzig ist, wie Religionen versuchen einem weiß zu machen, dann wird ihm das wichtigste sein, dass man ein zufriedenes Leben geführt hat vielleicht begleitet von etwas Menschlichkeit und Idealismus und sicherlich nicht, dass man darunter leidet, seine Lebenszeit einer Religion zu opfern.

Anderenfalls ist er ein verdammter Arsch und ich bin dann gerne bei seinem Widersacher dem Teufel und schmore in der Hölle.

Nein

Gott wird im Christentum und zum Teil auch im Judentum mit einem Vater verglichen. Er liebt seine Kinder, aber ob sie diese Liebe erwidern, bleibt ihre freie Entscheidung. Wenn sie sich daneben benehmen können sie bestraft werden. Sie können dieser Strafe aber entgehen, wenn sie die Tat bereuen und es ihnen auch wirklich Leid tut.

Weist du was mich unter anderem davon abhält an Gott zu glauben? - Die ganzen in der Bibel beschriebenen Bestrafungen, für Dinge, die ich für normal und nicht schlimm halte. Ich will keinen Gott, der die Todesstrafe für Homosexuelle fordert. Natürlich könnte man jetzt sagen: " Die Bibel hat ja nichts mit Gott zu tun" Aber leider wird sie ja als "Gottes Wort" angesehen. Lg

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@Tomarte

nein nein sie ist Gottes Wort ..aber muss überstzt werden auf die heutige Zeit

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@ischdem

Und dann streicht man einfach jede Stelle, die einem nicht gefällt raus und sagt dann, dass ist jetzt "Gottes Wort" ?

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@Tomarte

nein ...das ist deine Interpretation ? aber nur Deine !

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Merkst du eigentlich diesen horrenden Widerspruch nicht??

"freie Entscheidung" einerseits, und

"Wenn sie sich daneben benehmen können sie bestraft werden." andererseits!

Was bitte soll daran "frei" sein??

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@666Phoenix

Würdest du demnach Kinder als Sklaven ihrer Eltern bezeichnen?

Sie können sich frei entscheiden was sie tun wollen.
In gewissen Grenzen dürfen sie auch alles tun was sie wollen. Sie können diese Grenzen auch in freien Stücken überschreiten, müssen dann aber damit rechnen, dass sie Ärger bekommen, wenn sie nach Hause kommen oder wenn die Eltern ins Zimmer kommen.

Auch wir können frei entscheiden was wir tun wollen. Ich könnte etwas klauen und wenn man mich nicht erwischt, werde ich dafür auch auf der Erde nicht bestraft werden. Ein Arzt darf in manchen Ländern im Rahmen einer Spätabreibung gesetzlich gesehen auch einem Kind während der Geburt den Kopf aufschneiden und das Gehirn raussaugen. Kommt man dann aber nach dem Tod zu Gott, wird dieser das ganze aus seiner Sicht bewerten.

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@holgerholg
  • Kinder als Sklaven ihrer Eltern

Eins der dämlichsten "Argumente", das immer wieder zu lesen und zu hören ist!

Diese Eltern konnten sich schon nicht frei entscheiden, ohne die Hölle oder den Verweis aus dem Paradies zu riskieren. Sie sind außerdem von Geburt an ebenfalls indoktrinierte "Geschöpfe" dieses Gottes! Liebevolle Eltern erziehen ihre Kinder und verzeihen ihnen, da diese noch nicht denken können, und jagen sie nicht davon! Diese Eltern könnten ihre Kinder vorwarnen, dass sie davongejagt werden, wenn sie nicht "artig" sind. Sie klären sie über die Gefahren auf - und stellen "Erkenntnisse" nicht unter Strafe. Und wenn, dann nur, weil sie evtl. eine Gefahr für Leib und Leben ihrer Kinder und für sich sehen!

Welche "Gefahr" sah sich Gott ausgesetzt, als Adam und Eva vom "Baum der Erkenntnis" aßen???

Null!

Er braucht keine "freien" Geschöpfe! Die hätten in ihrer "Freiheit" nämlich auch sagen können: "Gott-Schöpfer, wenn du Püppchen zum Spielen brauchst, dann nimm das nächste Mal nicht Lehm, sondern Kuhfladen, um dir hörige Figuren zu schaffen"!

Sie hätten damals schon sagen können: "Deine Urheberschaft gibt dir nicht das Recht, mit uns zu tun und zu lassen, was dir gerade in den Kopf kommt. Und wenn du schon allwissend bist, dann hättest du vorhersehen müssen, dass wir dir nicht gehorchen und hättest den Baum gar nicht oder außerhalb unserer Reichweite anpflanzen können!"

Kinder müssen ihren Eltern auch nicht ewig dankbar sein, dass diese sie in die Welt gesetzt haben (was oft genug "aus Versehen" und ungewollt geschah und geschieht!). Es wäre ihr volles Recht, sich sogar von ihnen loszusagen, wenn ihre Eltern sich als Versager und/oder Verbrecher erweisen würden (wie dein lächerlicher Gott tagtäglich).

Welches Schicksal erwartet denn einen denkenden Gläubigen, der sich von Gott lossagt??

Das hier:

"Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden". (Mk 16:16)

Oder auch das:

"Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon seinen Richter; das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage." (Joh 12:48) usw., usf.

Deine anderen Beispiele sind genau so weltlich und passen nicht in das sonst so oft zu hörende "Argument", Gott sei mit unseren Sinnen "nicht erfassbar". Das Schicksal des Diebes und des Arztes werden durch allgemein anerkannte Werte und Gesetze und von zumeist demokratisch geschaffenen Institutionen geahndet! Wenn sie nicht erwischt werden oder in einem straffreien Raum leben - Glück gehabt.

Viele deiner Mitgläubigen "wissen" aber genau, dass sie "erwischt werden" (beim "jüngsten Gericht"!) - und begehen trotzdem Verbrechen!

Warum wohl??

Weil auch sie eines deutlich ahnen und ggf. sogar genau wissen, so ganz tief im Inneren:

ES GIBT IHN NICHT!

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...

Ich glaube, es ist hier wichtig zwischen Glaube, Religion und Kirche zu unterscheiden. Glaube an Gott bringt nicht unbedingt Unfreiheit. Das was Unfreiheit bringt, ist eher die Kodifizierung von Regeln durch die Religion oder die Einbindung in ein Machtgefüge (Kirche). Glaube kann aber sehr gut ohne Kirche existieren und zu einem gewissen Grad auch ohne Religion. Andersherum ist es aber nicht möglich.

Nein

Diese Aussage ist eine einfache Binsenweisheit. Ich kann das mit allem möglichen machen. So könnte ich mit diesem Spruch auch Verfassung und Staat leugnen.

Interessanter Gedanke, hast Recht!

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