Stimmt etwas in unserem Land nicht?

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6 Antworten

Du hast schon Recht, in unserem Land stimmt etwas nicht, es wird viel zu selten gestreikt und die abhängig Beschäftigten lassen sich viel zu viel gefallen.Streik ist das einzige wirksame Mittel, das abhängig Beschäftigte haben, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Wirksam ist dieses Mittel deshalb, weil es Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Als die SPD noch eine Arbeiterpartei war, war eine ihrer Losungen, „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.“

Die Bevölkerung der Bundesrepublik hat sich aber viel zu lange vom Geseire von der Sozialpartnerschaft einlullen lassen, wonach alle Parteien in einem Boot sitzen und gemeinsam in eine Richtung streben und gemeinsam partizipieren und profitieren. Mit dem Siegeszug des Neoliberalismus beginnt aber einigen zu schwanen, dass man mit der „Sozialpartnerschaft“ einer Propagandalüge aufgesessen ist, die einzig und allein dazu dient, die Räder eben nicht still stehen zu lassen. So sollen die „Arbeitnehmer“ unter Verweis auf ihre „Verantwortung“, die Wirtschaft der Bundesrepublik nicht abzuwürgen, veranlasst werden, doch bitteschön alle neoliberalen Schweinereien, schlechtere Arbeitsbedingungen, Abbau von Sozialleistungen und jetzt auch noch Angriffe auf das Streikrecht hinzunehmen.

Mit dem Niedergang der SPD von einer Arbeiterpartei zu einer Regierungspartei der neoliberalen bürgerlichen Mitte sind auch die traditionell SPD-lastigen Großgewerkschaften, von ver.di mal abgesehen, zahnlose arbeitgeberfreundliche Papiertiger geworden.

Nun ist die GDL (Gewerkschaft der Lokomotivführer) als Mitglied im Deutsche Beamtenbund sicher alles andere, als eine linke Gewerkschaft, es ist aber eine Gewerkschaft, die ihren Job macht, indem sie die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. Die aus den Interessen resultierenden Forderungen sind keineswegs abgehoben und der Arbeitskampf hätte schon lange beendet werden können, wenn die Deutsche Bahn und die Bundesregierung im Hintergrund – die Bahn gehört dem Bund – nicht nur einen Frontalangriff auf die kleine aber schlagkräftige GDL führen will, sondern mit dem Tarifeinheitsgesetz auch einen Angriff auf das Streikrecht allgemein plant.

Welche Position die GDL hat, ist hier gut erläutert. Schade, dass man das so in unseren Medien nicht liest und nicht hört.

http://www.gdl.de/Aktuell-2015/Pressemitteilung-1431958031

earnest 20.05.2015, 21:13

DH - auch wenn ich Deine Meinung im Hinblick auf die GDL nicht ganz teile.

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joeluc 22.05.2015, 00:51

Das ist nur typische besserwisserische, linkspopulistische Agitation, aber keine Antwort auf die Frage. Der Streik hat mit den klassischen gewerkschaftlichen Positionen sehr wenig zu tun. Es handelt sich gerade bei der GDL um einen politischen Streit und die politische Machtfrage, wer darf mit wieviel Mitgliedern was im Unternehmen mitentscheiden. Davon profitieren nur externe Funktionäre aber nicht die Mitarbeiter. Es geht um den Einfluß der GDL bevor der Deutsche Bundestag sein neues Gesetz zur Beschränkung der Macht kleiner Gewerkschaften verabschieden will.

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Das kommt daher, dass die Inflationsrate steigt, die Einkommen aber nicht. Dagegen wehren sie die Streikenden, weil man für das Geld immer weniger bekommt. Natürlich gibt es auch noch andere Gründe für Streiks - zu lange Arbeitszeiten, usw.

Ja in diesem Land stimmt inzwischen vieles nicht mehr. Die Bürger fühlen (erkennen tun sie es noch nicht, aber sie fühlen es), daß wir eine Regierung haben, die uns aus der sozialen Marktwirtschaft heraus führt und immer tiefer in einen schwarzen Sozialismus zwingt. Der Bürger will das nicht. Diese Ablehnung bringt sich in sehr vielfältiger Art und Weise zum Ausdruck, dazu gehört auch Leistungsverweigerung, Streik, usw.

Das auffälligste Merkmal und Warnzeichen ist die ständig zurückgehende Wahlbeteiligung in D. Das wird aber von den Politikern ignoriert, müßten sie doch ihre Privilegien und Machtverhältnisse beschneiden um die Wahlbeteiligung auf demokratischem Weg wieder zu steigern. Stichwort: Volksentscheide auf Bundesebene.

Nein, man unterdrückt den Bürger immer mehr und will ihm immer mehr kontrollieren und überwachen. Dabei werden die hinterhältigsten Argumente als nur zu seinem angeblichen Wohle vorgeschoben. Erinnere nur an die Diskussion, die ärztliche Schweigepflicht aufheben zu wollen, weil ein einziger in seiner gestörten Persönlichkeit und seinem Narzißmus 149 Menschen umbringt. Das ist ungeheuerlich, ein Volk in Haftung für den Wahnsinn eines einzigen zu nehmen. Dem Bürger hilft das nicht, denn das Fliegen wird dadurch nicht sicherer, aber die Politiker erhalten erheblich mehr Macht. Sie wissen viel, viel mehr über den Bürger und können ihn damit stärker kontrollieren und unter Druck setzen.

So man will den Bürger zur Wahlabstimmung zwingen, anstatt die Politik nach dem Bürger auszurichten So war es im real existierenden Sozialismus mit seiner kommunistischen totalitären, diktatorischen Führung. Aus diesem Umfeld stammt auch Merkel und mehr hat sie nicht gelernt und mehr kann sie auch nicht. Bedauerlich ist dabei das Versagen der restlichen demokratischen Parteien. DIE LINKE ist dabei als antidemokratisch zu betrachten, da sie nicht auf der Basis unseres Grundgesetzes steht.

Deshalb befinden wir uns wieder an einem ganz zentralen Wendepunkt in diesem Staat. Äußerlich wird das am auffälligsten durch den Euro vorgeführt, indem die Masse der Menschen für ihre ersparten Groschen keine Zinsen mehr erhält. Dadurch werden die Reichen reicher und die Armen ärmer. Sogar die Regierung jammert darüber, aber sie handelt nicht, obwohl es nur in ihrer Macht liegt. Sie hat das Gewalt-, Rechts-, Währungsmonopol, usw. Es ist wie im Kommunismus. Man tut nur das, was die eigene Macht erhält und nicht einschränkt. Änderungen dürfte es erst geben, wenn der Euro total zusammengebrochen ist und wir eine Währungsreform durchführen.

Schlechte Arbeitsbedingungen, viel Arbeit mit wenig Leuten,Sparpolitik der Regierung. Viele sind Psychisch krank weil nur der Profit im Vordergrund steht. Lange geht das nicht gut.

Deutschland hat mit die größte Lohnstagnation in Westeuropa , von Portugal mal abgesehen und das schon seit etlichen Jahren. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo das Faß zum Überlaufen kommt, na-ja partiell halt.

Naja immerhin hat Deutschland den 1. Und 2. Weltkrieg angefangen also glaub ich das vieles nicht stimmt. Deutschland (Germanien) hatte auch die Kreuzzüge begonnen und war im 100jährigem krieg auch beteiligt. Achh typisch Deutschland

earnest 20.05.2015, 19:52

So ganz sattelfest in Geschichte bis du anscheinend nicht - oder war das jetzt als Witz gemeint?

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joeluc 22.05.2015, 00:54

Natürlich und vor dem Teuteburger Wald haben die Germanen die Römer besiegt. Was soll solcher reaktionärer Blödsinn, wenn der Fragesteller nach der Gegenwart fragt?

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