Stimmt etwa die "Milch-Lüge"?

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7 Antworten

Man sollte sich nicht allzu sehr verunsichern lassen von aktuellen Studien, diese sind auch nicht mehr als statistische Momentaufnahmen. Wenn man keine Laktoseintoleranz und keine Milchallergie hat, spricht m.E. nach nichts gegen einen moderaten Milchkonsum (es sei denn, man mag keine Milch, oder lehnt sie aus anderen Gründen, wie der Ablehnung der Massentierhaltung ab).

Es gibt zahlreiche Versuche, Milchkonsum mit bestimmten Krankheitsbildern (Darmkrebs, Prostatakrebs, Parkinson) zu korrelieren, und man findet bisher sehr unterschiedliche Ergebnisse: beim Darmkrebs soll Milch angeblich gut sein, beim Prostatakrebs eher umgekehrt. Aber beides ist keineswegs als sichere Tatsache anzusehen.

Bei Parkinson fand eine Studie von 2002 erst eine positive Korrelation, eine japanische Kontrollstudie fand sie einige Jahre später wiederum nicht. Für mich leite ich daraus ab, dass man diese Studien nicht überbewerten sollte.

Solche Ergebnisse hängen von enorm vielen Parametern ab (welche Leute wurden untersucht? woher stammen sie? haben andere Faktoren als der Milchkonsum auch einen möglichen Einfluss? wie viele Leute wurden untersucht? ist das Ergebnis reproduzierbar?).

Auch Mediziner unterliegen oft der "Korrelations-Falle": man untersucht zwei Gruppen A und B. Diese haben einen unterschiedlichen Konsum an Nahrungsmittel C. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird irgendein Krankheitsbild bei A und B unterschiedlich oft auftreten. Selbst wenn dieser Unterschied statistisch signifikant ist, ist das noch kein (!) sicheres Zeichen dafür, dass C diesen Unterschied hervorruft.

Schaut man sich an: Anzahl der Geburten zur Anzahl der Storchenpaare, und vergleicht Mitteleuropa mit der Antarktis, so wird man feststellen, dass die Geburtenanzahl signifikant ansteigt, sobald man zum Gebiet mit höherer Storchenanzahl wechselt. Und die Korrelations-Falle wäre hier: der Storch bringt die Kinder.

Wüssten wir nicht, dass es anders ist (der Mechanismus ist hier bekannt! das ist bei den Milch-Korrelationen weitgehend unbekannt), dann kämen wir hier rein statistisch gesehen dazu, dass es gut belegt sei, dass der Storch die Kinder bringt.

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Aus wissenschaftlicher Sicht kann man das zurzeit nicht eindeutig beantworten. Es gibt positive wie auch negative Effekte. Letztendendes kann man sagen dass, wie auch bei allen anderen Nahrungsmitteln, ein maßvoller Konsum der beste Weg ist, eine Ernährung mit dem Fokus auf bestimmte Nahruungsmittel ist immer nachteilig.

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Während das Risiko für Dickdarm- oder Brustkrebs durch Milchprodukte nachgewiesener Maßen verringert wird, besteht jedoch die Gefahr, dass erhöhter Milchkonsum Prostatakrebs begünstigt. Doch dafür müssen pro Tag mindestens 1,25 Liter Milch getrunken oder 140 Gramm Hartkäse gegessen werden. Als sicher gilt hingegen der negative Einfluss von Milch bei starker Akne oder anderen Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis. Wer hiervon betroffen ist, sollte besser auf große Milchmengen verzichten. Das Gleiche gilt natürlich für alle Menschen mit Laktoseintoleranz.

Quelle: http://m.lifeline.de/ernaehrung-fitness/gesund-essen/milch-mythos-id105339.html

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Ich finde hier ist es gut beschrieben

https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/mythos-milch-calciumaufnahme-und-gesundheit-was-stimmt-teil-1

Das Problem liegt nicht am Calcium selbst. Es gibt aber zum Glück viel mehr und bessere Calciumquellen als die Muttermilch anderer Tiere, daher können wir sie doch auch einfach den Kälbern lassen.

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Kommentar von scheggomat
07.03.2016, 18:28

Tatsächlich mal ein sachlich verfasster Artikel, ohne sich auf irgendeine Seite zu schlagen.

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Kommentar von AppleTea
07.03.2016, 20:04

war sogar einer der ersten der bei google kam :) gibt sicher noch mehr..

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Milch ist für die Kälber und nicht für Menschen gedacht. Man muss keine Milchprodukte zu sich nehmen, um die Calcium-Zufuhr zu regeln. Dazu reicht täglich grünes Gemüse und eine paar Nüsse oder Mandeln, bzw. Alternativ-Produkte wie Mandelmilch. Am besten wird jedoch Calcium aus dem Mineralwasser vom Körper verwertet. 

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Nein stimmt nicht, jede Universitätsklinik gibt Nahrungstabellen für Osteoporose Patienten heraus. Da sind immer Milch und Milchprodukte drauf.

Milch ist nur schädlich für Leute die Milch nicht vertragen. Die Milchdiskussion kommt aus der esoterischen Ecke.

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Kommentar von rolfzuhause
07.03.2016, 14:25

Das ist totaler Unsinn. Dass Milch wichtig ist, will uns nur die Industrie weismachen. Auf Milch kann jeder Mensch getrost verzichten. Milch hat mehr Nachteile als Vorteile. 

Das stammt eben nicht aus der "Esoterik-"Ecke sondern ist wissenschaftlich schon lange erwiesen. Weil die Milch aber vielen Leuten so gut schmeckt, können sie die Finger nicht davon lassen.


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Kommentar von rolfzuhause
08.03.2016, 14:59

Das ist nichts Wissenschaftliches. Das ist ein Marketinginstrument der Landesregierung. Such mal einen Link von einer Universität mit Milchstudien. Da wirst du nichts Positives über die Milch finden. Mit landwirtschaftlichen Marketingseiten kannst du hier nicht punkten.

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Kommentar von scheggomat
08.03.2016, 15:01

Du hast dir sicherlich die Quellen dieser Zusammenfassung angesehen, oder? Mir wäre es zum Beispiel neu, dass das Max-Rubner-Institut in Kiel eine Fachfirma für Marketingstudien ist.

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Kommentar von scheggomat
08.03.2016, 23:21

Das fand ich auch äußerst ulkig. :-D

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