Stimmt es etwa, dass die Einstellung als Richter nur bei gutem Abiturzeugnis erfolgen kann?

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10 Antworten

:) Das glaube ich nicht. Wichtig sind deine Leistungen im Studium. Die meisten Juristen werden mit ihrem Abizeugnis nicht renommieren können, sonst hätten sie wahrscheinlich nicht gerade Jura studiert.

wer mit dieser einstellung heute jura studiert, schafft nicht mal das erste jahr (ausser er ist trotz faulheit ein genie)

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ruf dort an, bei weiteren fragen. wenn das zeugnis nicht gut war, müssen eben andere herausragende leistungen und kenntnisse dieses aufwerten. die chancen sind bei einem bewerber mit bestzeugnis aber sicher höher.

Da steht auch folgendes:

"Grundsätzlich können auch solche Bewerber zu einem Auswahlgespräch geladen werden, die im zweiten Examen zwar weniger als 9,0 Punkte aber mehr als 7,75 Punkte erreicht haben und sich darüber hinaus durch besondere persönliche Eigenschaften auszeichnen. Als Beispiele dafür werden genannt: die Leistungen im Abitur, im Studium, im ersten Examen, in der Referendarszeit liegen deutlich über der Note des zweiten Examens / andere ** besondere Fähigkeiten und Leistungen, welche die Persönlichkeit **eines Richters positiv prägen, heben den Bewerber aus dem Bewerberfeld heraus.***

Wahrscheinlich ist im OLG-Bezirk Köln der Andrang so groß, dass nur die durchgängig Besten genommen werden.

Du kannst dich ja bei einem anderen Gericht bewerben, wo kein Hahn nach dem Abi-Zeugnis kräht.

Das dürfte niemand interessieren. Entscheidend ist der Abschluss des Jurastudiums. Das Abi-Zeugnis ist bestenfalls als Nachweis gedacht, dass der Bewerber sein Abi ordnungsgemäß gemacht hat

Stimmt schon, ich befürchte nur, dass sie meine Einstellung in Anbetracht meiner Fehlzeiten noch mal überdenken könnten...

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@Shaina

Wenn es einen sonst gleich qualifizierten Mitbewerber gibt, spielt es vielleicht eine Rolle, sonst aber nicht. Mit einem 1er Staatsexamen bügelst Du das schlechte Abi ganz locker aus ;-)

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Hallo Shaina,

ich bin nicht auf den Link gegangen, kann Dir aber sagen wie du Richter werden kannst. Du musst erstmal Jura studieren und um zum Jurastudium zugelassen zu werden, brauchst du halt einen dementsprechenden Abschluss. Falls die dich so nicht nehmen, kannst du auch über Losverfahren oder Einklagen rein. Gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten. Wenn du erstmal drinne bist und Jura studierst, gibt es zum Ende eine Arbeit, welche bewertet wird (bis 18 Punkte) - bei erreichten 4 Punkten kannst du Anwalt werden, so mit etwa 8 Punkten wärst du ein recht guter Anwalt, ab 12 Punkten kannst du Notar oder Richter werden. So viele kriegen aber die wenigsten, also musst du ziemlich gut sein. 18 bekommt so gut wie jeder 1000. Student vielleicht.

Viele Grüße

Na ja, danke für deine Antwort, aber das wusste ich bereits, es ging, wie gesagt, nur um das, was auf der oben verlinkten Seite steht, eben, dass das Abizeugnis nach dem Studium noch einstellungsrelevant sei... Bei uns kann man jedenfalls mit neun Punkten Richter werden.

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@Shaina

Was heißt denn hier bei uns? Soweit ich weiß gelten in der Bundesrepublik Deutschland überall gleiche Regeln, was das anbelangt. Nun gut, vielleicht wird der Arbeitgeber dann nicht auf dein Abschlusszeugnis verzichten wollen, das könnte stimmen.Aber das wäre bis nach dem Studium so alt, das wäre eigentlich nicht mehr sooo relevant.

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@SuperBaldo

Quatsch, das unterscheidet sich sehr stark von Bundesland zu Bundesland

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Das kann beim Einstellungsverfahren durchaus eine Rolle spielen, ja.

Das muss nicht schon vorab ein Ausschlusskriterium sein, kann aber mit einbezogen werden.

Wenn Du die ZULASSUNG zum Studium bekommen hast, wird Dein Abi ja SO schlecht nicht gewesen sein.

Von den Juristen die ich kenne weiß ich übrigens, dass die wirklich GUTEN Absolventen ohenhin nicht Richter werden, weil man da im Vergleich zur "freien Wirtschaft" viel zu wenig verdient. Die werden da also wohl nicht so wählerisch sein, wie sie erscheinen.

Es geht auch weniger um die Noten, sondern vielmehr um die vielen Fehlzeiten ;-)

Gut, das hört sich ja nicht mal schlecht an. Nicht dass sie trotzdem zu wählerisch sind - nämlich für jemanden wie mich, der wirklich nur in den Staatsdienst eintreten wollte und sich nicht vorstellen könnte, in die freie Wirtschaft zu gehen...

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@Shaina

Fehlzeiten sind ja entschuldigt, oder? Also geht die das gar nix an.

jemanden wie mich, der wirklich nur in den Staatsdienst eintreten wollte und sich nicht vorstellen könnte, in die freie Wirtschaft zu gehen

DAS würde ich zB auf KEINEN FALL erwähnen, insbesondere nicht als Frau., in DEM Zusammenhang haben Deine Fehlzeiten dann nämlich sehr wohl eine "Aussage"

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@Holgi0567

Na ja, alles ist relativ, die Fehlzeiten rühren von psychischen und psychoosomatischen Problemen. Und das mit dem Staatsdienst kommt von meiner Angst vor der Unsicherheit in der freien Wirtschaft, das stimmt, denn heute kann jeder gekündigt werden - und in Hartz landen möchte ich natürlich nicht...

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@Shaina

das mit dem Staatsdienst kommt von meiner Angst vor der Unsicherheit in der freien Wirtschaft,

Ja, ist mir klar.

Fehlzeiten rühren von psychischen und psychoosomatischen Problemen

Und genau DAS könnte ich mir als "Ausschlusskriterium" vorstellen: Gerade als Richter sollte man psychisch wohl so stabil und belastbar wie möglich sein. Glaubst Du übrigens selbst, dass Du mit der "Vorgeschichte" in diesem Beruf gut aufgehoben bist? Neben Deiner eigenen Unsicherheit ist doch wohl vor allem auch das Leben ANDERER relevant, über das Du dann immerhin zu urteilen hättest?

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@Holgi0567

Das denke ich durchaus, vielmehr sogar gerade dank dieser Vorgeschichte. Und Probleme sind nicht gleich Probleme, da gibt es wohl gewaltige Unterschiede.

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@Shaina

Probleme, da gibt es wohl gewaltige Unterschiede.

Keine Frage, psychische Belastung ist aber psychische Belastung - und die kommt als Richterin in vielen Facetten auf Dich zu

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Du hast ein schlechtes Abi während deiner Jugend gemacht ? Es waren doch alle mal jung, oder nicht? Wie dem auch sei wenn du jezt ein gutes Jurastudium auf Parkett gelegt hast, ist das Abi jetzt eigentlich nur noch halb so wichtig. Warum bewirbst du dich nicht einfach und schaust was passiert?

Schlechte Noten liegen außerdem ja auch nicht immer nur in einem selbst begründet, manchmal herrschen einfach ungünstige Umstände. Ich habe noch nicht studiert, möchte aber studieren, wenn ich allerdings weiß, dass mein Abizeugnis mir das verwehrt, kann ich es gleich vergessen...

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@Shaina

Entweder du wirst mit deinen Abi zum Studium deines gewünschten Fachgebietes zugelassen oder auch nicht, Fertig ! Wenn du zugelassen worden bist und einen guten Abschluß erziehlt hast - ist dein Abi - wie ich dir bereits geschrieben nicht mehr so wichtig. Aber denk dran es herrscht eine Anwaltsschwemme.

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Ich nehme an du meinst das OLG Köln? Weil in Düsseldorf brauchst dus nicht (Quelle: selbe Seite). Also ist es offenbar nicht zwingend.

Musste wohl nach DüDo pendeln. ;)

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