Stimmt es dass unsere böden immer nährstoffarmer werden?

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8 Antworten

Mit Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich ein Riesengeschäft machen, die Firmen benutzen solche Scheinargumente, um den Verkauf zu fördern.

Pflanzen nehmen Mineralstoffe auf, weil sie diese für ihren eigenen Stoffwechsel benötigen. Fehlt nur einer davon reagieren Pflanzen mit
Minderwuchs und Mangelsymptomen. Davon sehe ich hierzulande kaum etwas. Magnesium ist für Pflanzen ein sehr wichtiger Mineralstoff, ohne Mg wächst keine Pflanze, es ist in allen, besonders den grünen Pflanzenteilen enthalten.

Um den Spurenelement- und Vitamingehalt der Nahrungsmittel musst
du dir keine Sorgen machen. Auch wenn  manchmal behauptet wird, dass
unsere Lebensmittel davon nicht mehr genug enthalten, stimmt das so nicht.
So ist der Vitamingehalt von Äpfeln  von der Sorte abhängig und nicht vom Boden.  Je stärker ein Nahrungsmittel verarbeitet wird, desto weniger Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten, vergleich einfach mal die Inhaltsstoffe von Blumenkohl und Nudeln.

Mit den Böden hier im gemäßigten Klima, haben wir mächtig viel Glück gehabt. Diese Böden sind schon sehr lange (1000 Jahre und mehr) in
Nutzung und liefern immer noch gute Erträge. Entscheidend für die nachhaltige Fruchtbarkeit von Böden ist eine Kreislaufwirtschaft, man kann nicht nur ernten, sondern muss dem Boden anorganische und organische Stoffe zurückgeben. Das geschieht durch Erntereste, Gründüngung, tierische Exkremente und Mineraldünger.

Weltweit sieht es mit den Böden allerdings nicht so gut aus.Durch Auswaschung, Erosion, Versalzung u.ä. gehen Böden der landwirtschaftlichen Nutzung verloren. Auf diesen Böden wächst nichts mehr.

 Also denen ist geld wichtiger ist als die umwelt.

Es ist ein Kennzeichen unserer Zeit, dass wir mit den Ressourcen unserer Umwelt so umgehen, als ob nach uns niemand mehr kommt. Wenn nicht gesetzliche Vorschriften oder hohe Kosten die Verschwendung bremsen, wird weiter verschwendet und ausgebeutet. Hast du schon einmal darüber nachgedacht wie viele Rohstoffe für dein Handy notwendig sind, wie viel Wasser für das Steak oder wie viel CO2 für die Wegwerfwindeln eines europäischen Säuglings freigesetzt wurde?

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Zwei Dinge sorgen dafür, daß Hochleistungsprodukte sicherlich nicht die Quantität an Inhaltsstoffen haben, wie der krumme Apfel aus dem Garten:

Die Bearbeitung der Böden insgesamt, weil es kaum noch Brachen gibt. Felder wurden immer zyklisch nicht bewirtschaftet, so daß der Boden sich erholen konnte. Das wird heute durch den Einsatz von Kunstdüngern versucht, zu kompensieren.

Zweites Problem: Die Pflanzen werden auf schnelles Wachstum und Reife gezüchtet. Was überschnell wachsen muß, kann gar nicht so viele Nährstoffe einlagern, wie eine Pflanze, die in der natürlichen Zeit wachsen kann.

Tests haben ergeben, daß die Nährstoffdichte in Produkten aus konventionellem Anbau und aus Bioanbau sich nicht unterscheiden.

Es gab aber keine Aussage darüber, ob die heutigen Früchte dem Standard von vor 30-50-100 Jahren entsprechen.

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Ich weiß es selber nicht, weil ich es ja nicht nachprüfen kann, aber rein theoretisch würde ich sagen, dass es stimmt.

Was man dagegen tun kann? Eigentlich nichts. Nur hoffen, dass die Bauer verantwortlich handeln, denn letztendlich fällt es auf sie zurück.

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Wenn Böden mit Monokulturen bewirtschaftet werden, ist es logisch das irgendwann die Nährstoffe im Boden aufgebraucht sind. Das wußte man aber schon in den Anfängen der Landwirtschaft vor tausenden Jahren. Um dem entgegenzuwirken begann man eine Fruchtfolge einzuführen und den Boden auch mal ein/ zwei Jahre brachliegen zu lassen. Dazu wird seit jeher gedüngt. Schon ist der Nährstoffhaushalt im Boden wieder ausgeglichen

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Zumindest in der konventionellen Agrarproduktion ist das so. Durch falsche Bearbeitungsformen (Pflügen, Fräsen) und durch Kunstdünger wird die Bodenstruktur zerstört und der Humus abgebaut, die Nährstoffe werden abrupt frei, können nicht alle sofort von der Pflanze aufgenommen werden und werden größten Teils ausgewaschen. Die Folge sind Erosion, Verschlämmung und das Fehlen von essentiellen Mikronährstoffen, die Pflanzen werden krankheitsanfällig und müssen gespritzt werden. Durch die hohen Stickstoffgaben enthalten die Pflanzen zudem etwa 30% mehr Wasser als biologisch angebaute, kauft man Bioprodukte sind sie zwar etwa 30% teurer aber enthalten auch ca. 30% mehr Trockensubstanz, Mineralien und Vitamine und keine Pestizide.

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ja,

aber früher hat man dann auch noch überdüngt was noch schädlicher war ... bei uns musste eine wasserquelle schließen weil die bauern die äcker zu viel gedüngt haben und dann diese düngstoffe im grundwasser nachweisbar waren .... also besser weniger als zuviel:   was nachgeben kann man immer.  rausnehmen ist schwerer

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Nein, durch die Tierhaltung und der Düngung mit Gülle (das Soja-Futter stammt aus Brasilien) werden unsere Böden in Deutschland immer nährstoffreicher. Das ist aber ebenfalls ein großes Problem.

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Kommentar von jasminschgi
16.01.2016, 10:42

wieso ist das ein Problem?

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Nein, stimmt nicht.

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Kommentar von jasminschgi
16.01.2016, 10:41

woher weißt du das?

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Kommentar von Crones
16.01.2016, 11:18

Aus zahlreichen Studien;).

Es ist eine Lüge um Micronährstoffpräparate an den Mann zu bringen.

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