Stimmt es, dass Spenderblut den Sauerstoff schlechter transportiert als das eigene?

8 Antworten

Wüßte so spontan nicht, daß es so ist oder woran das liegen sollte. Aber zu der Frage, ob es dann schädlich wäre: Man bekommt Blut nur transfundiert, wenn man einen starken Blutverlußt hatte, sprich der Körper an sich schon schlecht mit Blut versorgt ist. Und da ist Spenderblut auf jeden Fall besser als gar kein Blut. Und bei eigentlich allem, was so einen Blutverlußt verursachen kann, wirst du sowieso nicht in der Lage sein, dich in nächster Zeit zu verausgaben. Und nach ein paar Tagen sind die gespendeten Blutkörperchen längst tot und von der Milz oder Leber abgebaut und du hast wieder nur eigenes Blut in dir. Spätestens nach 4 Monaten (so lange lebt etwa ein Blutkörperchen) dürfte also kein fremdes mehr in dir vorkommen. Zu deiner Frage, was man dagegen tun kann. Nun, wenn du plötzlich Blut kriegst, mußt du es so hinnehmen. Wenn du aber schon weißt, daß eine OP ansteht, bei der man evtl. auf Blutkonserven zurückgreifen muß, dann kannst du vorher auch eine Eigenblutspende vornehmen. Eigenes Blut verträgt sich sowieso am besten und schließt ein sog. Transfusionsrisiko zu 99% aus.

..dann werden wohl Erythrozyren absterben von Spende bis Infusion.

Konservenblut ist grundsätzlich nicht schlechter als das eigene, was die Sauerstoffbindung angeht. Wichtig ist nur, dass das Konservenblut nicht überlagert ist und das die Parameter stimmen, die die "Frische" der Konserve anzeigen (pH, Lactat, Glutathion etc.)

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