Stimmt es dass sich Frauen die Haare in Schweden schwarz färben aus Angst vor Muslimen?

13 Antworten

Das ist Propaganda von rechtsextremen, islamophoben und fremdenfeindlichen Webseiten. Wie das ganze funktioniert, wird hier ganz gut erklärt

https://www.brodnig.org/2016/05/12/wieso-lugengeschichten-so-gut-funktionieren-mein-vortrag-von-der-republica/

Die Behauptung, die Vergewaltigungsrate steige durch Flüchtlinge ist ein gutes Beispiel, wie solche gezielten Fehlinformationen entstehen.

Schweden verschärfte 2015 das Strafrecht durch neue Definitionen von "Vergewaltigung" - und natürlich wurden daraufhin mehr Straftaten angezeigt, die nun als Vergewaltigungen gelten.

Das hat mit Flüchtlingen, oder Ausländern nun aber absolut nichts zu tun, sondern ist einfach ein statistischer Fakt.

Überspitzt gesagt: Wenn Deutschland auf einmal "unabsichtliches Berühren einer Person des anderen Geschlechts" als Vergewaltigung werten würde, hätten wir innerhalb kürzester Zeit wahre Vergewaltigungsrekorde - zumindest statistisch.

Die Behauptung, die Vergewaltigungsrate steige durch Flüchtlinge ist ein gutes Beispiel, wie solche gezielten Fehlinformationen entstehen.

Das erscheint mir etwas zu undifferenziert ausgedrückt. Es gibt Hinweise darauf, daß die Straftatenrate (auch die Rate von Sexualstraftaten) bei Ausländern besonders hoch ist.

Ich möchte betonen, daß diese Aussage von mir nicht rassistisch gemeint ist -sicherlich spielen hier sozioökonomische Faktoren eine große Rolle. Ich möchte hier einfach nur Daten präsentieren, die auf eine erhöhte Rate von Straftaten bei Ausländern hinweisen.

Für Schweden habe ich leider keine Daten, aber ich habe die Strafvollzug-Statistik des statistischen Bundesamtes von 2014

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Rechtspflege/StrafverfolgungVollzug/Strafvollzug2100410147004.pdf?__blob=publicationFile

Dort ist Tabelle 2 besonders interessant. Der Tabelle kannst Du folgendes entnehmen:

Insgesamt gab es 37006 Strafgefangene und 3734 Jugendstrafgefangene mit deutscher Staatsangehörigkeit, also 40740 Menschen.
Insgesamt gab es 12091 Strafgefangene und 1176 Jugendstrafgefangene ohne deutsche Staatsangehörigkeit, also 13267 Menschen.
Sicherheitsverwahrte berücksichtige ich jetzt mal nicht.

Damit wir hier nicht ausländische Strafgefangene berücksichtigen, die gar keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, also nur ab und zu über die Grenze kommen, ziehe ich solche Fälle von den Strafgefangenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ab.

Insgesamt gab es 1442 Strafgefangene und 45 Jugendstrafgefangene mit festem Wohnsitz im Ausland sowie 415 Strafgefangene und 26 Jugendstrafgefangene für die kein fester Wohnsitz ermittelt werden konnte, also 1928 Menschen.

Als untere Abschätzung nicht-deutscher Strafgefangener mit festem deutschem Wohnsitz erhalte ich deher 13267 - 1928 = 11339 Menschen.

Laß uns diese Zahlen jetzt mal mit der Einwohnerzahl Deutschlands vergleichen. In Deutschland lebten 2014 insgesamt 81,2 Mio. Menschen.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Bevoelkerungsstand.html

Davon besaßen 8,2 Mio. Menschen keine deutsche Staatsangehörigkeit
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/03/PD15_097_12521.html

In Deutschland lebten also 81,2 Mio. - 8,2 Mio. = 73 Mio. Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Das Verhältnis der Strafgefangenen mit deutscher Staatsangehörigkeit zur Gesamtbevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit war daher 40740 / 73 Mio. = 0.000558082 Mit anderen Worten saßen etwa 6 von 10000 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Gefängnis.

Das Verhältnis der Strafgefangenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit zur Gesamtbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist 13267 / 8,2 = 0.001382805 Mit anderen Worten saßen etwa 14 von 10000 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Gefängnis.

Wie Du siehst ist der Anteil der Strafgefangenen unter der Bevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Strafgefangenen unter der Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit. Das ist ein starkes Indiz für eine höhere Verbrechensrate bei Ausländern.

Da in diesem Thread konkret über Sexualstraftaten gesprochen wird, möchte ich auch speziell darauf eingehen.
Tabelle 5 in der Strafgefangenen-Statistik entnehme ich, daß es insgesamt 3733 Strafgefangene und Sicherheitsverwahrte mit Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab.

Tabelle 6 entnehme ich, daß 576 dieser Strafgefangene und Sicherheitsverwahrte keine deutsche Staatsangehörigkeit besaßen.
Also gab es 3733 - 576 = 3157 Strafgefangene und Sicherheitsverwahrte mit deutscher Staatsangehörigkeit, die Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung verübt hatten.

Anmerkung: Leider schlüsselt Tabelle 6 nicht auf wie viele Strafgefangene und wie viele Sicherheitsverwahrte es gab. Daher muß ich hier beide gemeinsam betrachten. Sicherheitsverwahrte sitzen sicherlich schon sehr lange ein und stammen daher aus Zeiten, in denen die Demographie in Deutschland noch anders aussah. Darum ist meine Rechnung hier eine untere Abschätzung für die erhöhte Straftatenrate bei Ausländern.

Ich schätze nun wieder die Raten ab. Für Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit ergibt sich 3157 / 73 Mio. = 0.000043247. Also etwa 4 Sexualstraftäter pro 100000 Menschen.

Für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ergibt sich 576 / 8,2 Mio. = 0.000070244. Also etwa 7 Sexualstraftäter pro 100000 Menschen.

Nach dieser Abschätzung wurden Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Ausländern fast doppelt so häufig verübt wie von Deutschen.

Siehe nächster Kommentar

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@WeicheBirne

Fazit: Sicherlich lauern nicht alle Ausländer hinter irgendwelchen Büschen um ihre Mitmenschen zu vergewaltigen -das ist rechtsradikale Propaganda und kann schon allein durch die geringen Zahlen der Strafgefangenen widerlegt werden.


Im allgemeinen sind die deutschen Einwohner also ziemlich sicher. Allerdings ist obige Statistik ein starkes Indiz dafür, daß die Verbrechensrate bei Ausländern höher ist als bei Deutschen.


Bei einer Erhöhung von Flüchtlingen im Land ist somit auch eine Erhöhung der Straftatenrate zu erwarten. Das gilt auch für Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.




Ich hoffe Du verstehst meinen Beitrag nicht als Angriff auf Deine Meinung -so ist er nicht gedacht. Ich möchte einfach bei diesem ja sehr heiß umkämpften Thema eine differenziertere, mit Daten untermauerte Darstellung bieten :o)

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@WeicheBirne

Mit deinen Zahlen stellst du, wenn ich es richtig verstanden habe, die These auf das es ursächlich für Wahrscheinlichkeit das jemand eine Straftat begeht ist ob er Deutscher oder Ausländer ist. Willst du das wirklich so sagen oder gibt es da eventuell andere Gründe? Ich denke wenn man die Statistik mal hinsichtlich des Lebensstandards der Straftäter aufmacht wäre das auch ganz interessant.

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@Nomex64

Bitte nicht falsch verstehen: Meine Daten liefern nur ein Indiz dafür, daß Auländer häufiger Straftaten begehen als Deutsche. Die Daten können aber nicht erklären warum das offenbar so ist.

Ich stimme Dir zu, daß hier möglicherweise sozioökonomische Faktoren eine Rolle spielen. Das habe ich ja bereits in der Einleitung zu der Statistik gesagt.

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das natürlich eine Behauptung/Vermutung von mir. Ich habe ja keine Daten angeführt, die klare Indizien dafür liefern warum Ausländer häufiger Straftaten begehen als Deutsche.

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Ich habe einen Freund der in Schweden als Arzt, auch als Notarzt, arbeitet und so einen ganz guten Einblick in das soziokulturelle Leben dort hat. Ich habe von ihm noch keine Ausführungen in der Art gehört. Ich denke nicht das es dort wirklich dieses Problem gibt. 

Ich habe das in Berichten schon gelesen, eine Bestätigung kenne ich nicht. Was aber ohne Zweifel Tatsache ist, ist die Explosion der Vergewaltigungen und sexuellen Angriffe in Skandinavien. Schweden ist besonders belastet, siehe auch die zahlreichen Gruppenangiffe auf Mädchen bei Musikfestivals 2016

Die Tageszeitung  „Aftonbladet“, Oslo, schrieb: "Die Zahlen der Osloer Polizeisektion für Gewalt- und Sittlichkeitsverbrechen zeigen, dass alle 41 angezeigten Überfallsvergewaltigungen von 2006-2008 von nicht-westlichen Tätern begangen wurden. 

„Die Täter sind relativ junge Männer, die aus anderen Ländern kommen. Sie sind häufig Asylbewerber und kommen oft aus traumatisierten Ländern oder Ländern mit einem ganz anderen Frauenbild, als wir in Norwegen haben”, sagt Leiterin Hanne Kristin Rohde von der Osloer Polizeisektion für Gewalt und Sittlichkeitsverbrechen dem Sender NRK (norwegisches Staatsfernsehen, Anm.).

Es sind Männer mit kurdischem oder oder afrikanischem Hintergrund, die die Statistik dominieren. Laut des Berichts „Vergewaltigung in Oslo 2007“ hatten 73 % der Täter in dem Jahr einen anderen Nationalitätshintergrund als norwegisch. Bei einer
entsprechenden Untersuchung im Jahr 2004 lag diese Zahl bei 63 %, und
in 2001 bei 53%. Dies sind Zahlen für alle Vergewaltigungen. Der
Anteil ausländischer Täter bei Überfallsvergewaltigungen war
durchgehend höher. „Wir sehen, dass viele von ihnen ein Frauenbild
haben, das es gestattet, dass sie, wann immer sie wollen, Kontrolle
über andere Personen ausüben können, insbesondere Frauen”, sagt
Rohde.

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