Stimmt es dass SD-karten SSDs sind?

4 Antworten

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Also rein grob gesehen ja, es ist dieselbe Speichertechnik - Aber richtig gesehen - also korrekt ist die Antwort: NEIN! Eine SD-Card hat zwar ähnliche Speicherzellen bzw. MLC-Speicher (Multi-Level-Cell). Aber - und jetzt kommt der Knackpunkt - viele SD-Cards haben kein Wear-Leveling. Das heißt - je voller die SD-Card, desto eher geht sie kaputt - warum? Weil kein Wear-Leveling vorhanden ist, dass dafür sorgt, dass jede Zelle gleichmäßig (gleichhäufig) beschrieben wird! Bei SSDs ist immer Wear-Leveling dabei! Man unterscheidet statisches und dynamisches! Dynamisches ist das normale, was sogar viele Compact-Flash-Speicherkarten besitzen. SD-Speicher haben es manchmal auch, aber nicht immer! Es berücksichtig nur den noch freien Speicherplatz: So wird dieser gleichmäßig beschrieben - aber - ist deine SD-Card mit dynamischem Wear-Leveling zu 90% voll, werden neue Daten nur noch auf die verbleibenden 10% geschrieben, nicht mehr auf die schon oft beschriebenen Speicherplätze! Das hat eine verkürzte Lebensdauer (z.b. bei USB-Sticks) zu Folge, sodass die Speicherzellen früher ausfallen.

Und hier greift das statische Wear-Leveling ein. Es prüft mit Hilfe des SSD-Controllers mit einem Algorythmus, wie oft wann genau welche Zelle beschrieben wurde. Hierbei werden eben auch schon volle Zellen berücksichtigt!

Ist eine SSD mit dynamischem und statischem Wear-Leveling also zu 90% voll, erkennt der Controller dass die Zellen schon häufiger beschrieben wurden und kopiert sie um in die noch verbleibenden 10% leeren Speicher! So ergibt sich, dass dann bestmöglich jede Speicherzelle gleichmäßig beschrieben wird und eine optimale Ausnutzung der Lebensdauer ermöglicht wird!

Außerdem kommt hinzu, dass SD-Cards von Natur aus weniger Schreibzyklen als SSDs vertragen! Eine SD-Card hat üblicherweise 500-1000 Schreibzyklen (500-1000x komplett beschreiben), erst dann ist sie normalerweise kaputt. Eine SSD fängt erst bei ca. 2000 Zyklen an! Gute haben dann 5000 (34nm Bauweise) oder 10000 Zyklen (50nm Bauweise). Dann gibts noch E-MLC, die halten bis zu 50.000 Zyklen aus! Und dann wiederum gibts noch die ultrateuren SLC-Speicher (Single-Level-Cell) die erst bei 1 Mio. Zyklen anfangen!

Gut zu wissen! 👍🏾

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Eine SD-Karte ein USB-Stick und eine SSD haben nur gemeinsam das sie die gleiche Speichertechnologie Flash-Speicher nutzen.

Ansonsten ist alles anders Ansteuerung, Regelung, Qualität der Chips, Geschwindigkeit alles ist anders Dimensioniert und Aufgebaut. Da eine SD-Karte nunmal nur ein Speicherort ist ohne anderweitige besondere Anforderungen welche an eine SSD gestellt werden.

Nein eine SD und eine SSD sind himmelweite Unterschiede, aber vom Prinzip her funktionieren sie gleich

was sind es den für unterschiede

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@Selim96

ssds sind deutlich schneller als (normale sd karten). ich habe eine "normale" 4gb sd karte von transcend, die gerade mal 3,3mbps schafft. zwar gibt es auch schnellere karten, diese kosten jedoch natürlich viel mehr. eine SSD mit beispielsweise 60gb von samsung schaft eine Datenübertragung von 27,8mbps

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Hallo,

Ein ganz grober Vergleich in Anlehnung an Festplatten:

Eine SD - Card wäre in etwa vergleichbar mit einer einzelnen ( langsamen ) Festplatte. Die SSD kannst Du dann eher als komplexen RAID - Verbund etlicher Festplatten sehen. ( 8 - 32 oder 64 Platten z.B. ...je nach Einzelkapazität )

Nimm mal an, Du müßtest je 4 Festplatten mit geringer Kapazität zu einer großen Partition zusammenführen um z.B. 256 Gigabyte Kapazität zu erhalten. Dann mußt Du diese 8 oder 16 Arrays parallel schalten, um am Datenport die theoretische Transferleistung einer einzelnen Speicherzelle um den Faktor 8 oder 16 steigern zu können.

Du ahnst es schon, dass dazu ein komplexer Controller auf der Steuerplatine der SSD vonnöten ist, um diese Konfiguration intern zu managen.

Aber wie mein Vorredner bereits richtig anmerkte, ist die reine Speicherzelle in einer SD - Card prinzipiell identisch im Aufbau mit den beteiligten Zellen im SSD - Gehäuse.

mfg

Parhalia

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